Volvo V50

Für Ihr Auto

Je mehr wir darüber wissen, wie ein Auto vor, während und nach einem Unfall reagiert, desto sicherer können wir es gestalten. Aus diesem Grund haben wir das Testlabor im Volvo Sicherheitszentrum eingerichtet - die technisch fortschrittlichste Crashtest-Anlage weltweit. Außerdem sorgen wir dafür, dass alle unsere Systeme für die Fahrzeugsicherheit bei einem Unfall zusammenarbeiten, um das Verletzungsrisiko so weit wie möglich herabzusetzen.



Anatomie eines Autounfalls


Den passiven Sicherheitssystemen Ihres Fahrzeugs steht nur eine halbe Sekunde zur Verfügung, um Ihnen bei einem Unfall zu helfen. Bei einem Frontalzusammenstoß wird die Front des Fahrzeugs verformt, um die Aufprallenergie zu absorbieren. Gleichzeitig werden Fahrer- und Beifahrer-Airbag mit einer Geschwindigkeit entfaltet, die von der Stärke des Aufpralls abhängig ist.

Die Gurtstraffer an den automatischen 3-Punkt-Sicherheitsgurten aller neuen Volvo Fahrzeuge straffen die Gurte, während gleichzeitig ein Gurtkraftbegrenzer den Gurten ein wenig Spielraum gibt, sobald sie einer bestimmten Spannung ausgesetzt sind. Auf diese Weise kann der Träger auf kontrollierte Weise geschützt werden.

Die Sitze mit Durchtauchschutz verhindern Verletzungen im Bauchbereich, indem sie ein Abrutschen unter den Gurt verhindern.


Einfach großartig

 
Im Jahr 1959 erfand Nils Bohlin, ein Volvo Sicherheitsingenieur, den uns heute allen wohlbekannten 3-Punkt-Sicherheitsgurt. Im folgenden Jahr wurde er serienmäßig im Amazon und PV544 eingebaut. Diese Erfindung war so bedeutsam, dass sie 1985 vom westdeutschen Patentamt zu den acht Erfindungen der vergangenen 100 Jahre mit dem größten Nutzen für die Menschheit gezählt wurde.


Die komplexe Welt


Im tatsächlichen Leben kann sich ein Unfall auf viele verschiedene Arten ereignen, zum Beispiel bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten oder unter verschiedenen Verkehrsbedingungen, und auch der Platz, der den Fahrzeuginsassen zur Verfügung steht, kann variieren.

Das Ziel von Volvo Cars lautet, beim Entwerfen der in die Fahrzeuge integrierten Sicherheitselemente die unterschiedlichsten Verkehrssituationen und -bedingungen zu berücksichtigen, die weltweit angetroffen werden können. Zusätzlich zu unseren eigenen Forschungen führen unabhängige Institute zur Fahrzeugsicherheit standardisierte Crashtests unter bestimmten vorher festgelegten Bedingungen durch.


Das Gesamtbild


Wohlbefinden fördernde und vorbeugende Sicherheitssysteme

Diese Technologie trägt zur Vermeidung von Unfällen bei, indem sie Ihnen ein sichereres Fahren ermöglicht. Einige dieser technischen Lösungen wie das Antiblockiersystem ABS sind schon seit vielen Jahren auf dem Markt, doch Volvo entwickelt ständig neue Sicherheitssysteme, um das Auto der Zukunft sicherer denn je zu machen. Volvo ist der Überzeugung, dass ein sich wohl fühlender, konzentrierter und geschützter Fahrer auch ein sichererer Fahrer ist.

Schützende Sicherheitssysteme

Darunter fallen alle Systeme in Volvo Fahrzeugen, die relevant werden, wenn ein Unfall unvermeidlich ist. Beispiele für passive Sicherheitssysteme sind unter anderem Sicherheitsgurte, Airbags und das Schleudertrauma-Schutzsystem WHIPS.

Schutz

Zu diesem Bereich der Forschung gehören die Entwicklung von Sicherheitselementen wie der jüngsten Alarmtechnik und von einbruchsicherem Glas, aber auch Untersuchungen zum Wohlbefinden von Fahrer und Mitfahrer. Die Ergebnisse der Forschung zum Wohlbefinden haben zur Entwicklung von einer Reihe neuer Technologien wie orthopädisch geformten Sitzen und einer hypoallergenen Innenausstattung geführt.


Modernste Sicherheit


Was ist das Testlabor des Volvo Sicherheitszentrums?

Hierbei handelt es sich um die technisch fortschrittlichste Crashtest-Anlage weltweit, die schon in ihrer Entstehungsphase ein authentisches Mammut-Projekt war: Zu ihrer Errichtung mussten 65.000 Kubikmeter Fels fortgeschafft werden. Die gesamten Investitionskosten betrugen bei ihrer Eröffnung im Jahr 2000 86 Millionen US-Dollar.

Wie funktioniert es?

Die Haupthalle gleicht einer riesigen Drehscheibe mit zwei anliegenden Tunneln. Der erste Tunnel ist unbeweglich, während der zweite drehbar ist (bis 90 Grad), so dass eine Vielzahl von verschiedenen Crashtest-Winkeln erzeugt werden kann. Die Fahrzeuge werden durch die Tunnel beschleunigt und stoßen in der zentralen Halle zusammen. Die dabei verwendeten Laserinstrumente sind so präzise, dass der Aufprallpunkt bis auf wenige Zentimeter vorherbestimmt werden kann. Außerdem können die Fahrzeuge gegen eine spezielle Aufprall-Testanlage gefahren werden, um viele verschiedene Kollisionsarten zu reproduzieren. Die Testanlage selbst wiegt 800 Tonnen und hält dem gewaltigen Aufprall eines Zwölftonners bei 80 km/h stand.
Was geschieht beim Aufprall?

Am Kollisionspunkt wird der Zusammenstoß mit Stalax High-Speed-Spezialkameras bei einer Bildfrequenz von bis zu 3000 Bildern/Sekunde aufgenommen. Durch die Verwendung von bis zu 30 Kameras wird sichergestellt, dass jeder wichtige Winkel aufgezeichnet wird. Anschließend werden die erfassten Daten von Forschungsingenieuren im Detail analysiert.

Wie wird der Tunnel bewegt?

Der 108 Meter lange Tunnel wird auf einer Reihe von Schienen bewegt. Die 600 Tonnen Gewicht des Tunnels werden mithilfe von Luftpolstern angehoben. Dieselbe Technik wird auch zur Bewegung der 800 Tonnen schweren Aufprall-Testanlage verwendet.

Wie werden die Fahrzeuge durch den Tunnel bewegt?

Die Techniker verwenden ein System, das normalerweise im Bergbau zum Hochziehen von Loren eingesetzt wird. Allerdings wird das Antriebssystem in einer Mine in vertikaler Richtung verwendet, während die Technik im Sicherheitszentrum in horizontaler Richtung eingesetzt wird. Das System kann die Fahrzeuge auf eine Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h beschleunigen.


Testen


Das Volvo Cars Sicherheitszentrum verfügt über ein einzigartiges Gerät für Sicherheitstests. Der Crash Simulator wurde auf der Basis von Maschinen entwickelt, wie sie normalerweise zum Testen der Erdbebensicherheit von Gebäuden eingesetzt werden. Wir verwenden sie hingegen, um Lenkräder, Airbags und Sicherheitsgurte zu testen, ohne dabei die Fahrzeugkarosserie zu beschädigen.

Die Teile werden am nackten Gehäuse eines Fahrzeugs befestigt und auf einen Schlitten montiert. Dieser wird dann mit einer riesigen Ramme nach hinten gestoßen. Die hierzu verwendete Kraft reicht aus, um einen Autounfall zu simulieren.

Außerdem können mit dem Schlitten die nach vorne kippende Bewegung des Fahrzeugs sowie die Verformung bestimmter Teile bei einem Unfall simuliert werden. Auf diese Weise lässt sich noch präziser nachstellen, was bei einem Autounfall passiert.




Schon gewusst?


Der Supercomputer von Volvo ist so schnell, dass er innerhalb von 24 Stunden bis zu 45 vollständig simulierte Crashtests berechnen kann. Jeder Volvo wird vor der Prüfung in einem realen Crashtest einer Vielzahl von virtuellen Crashtests auf dem Supercomputer unterzogen.