Für Ihre Familie

Bei der Wahl eines Fahrzeugs geht es um den Komfort und die Sicherheit Ihrer Mitfahrer, vor allem Ihrer Kinder. Aus diesem Grund untersucht die Sicherheitsforschung von Volvo, wie wir die Benutzung von Autos sicherer für alle Insassen machen können - von Erwachsenen über Teenager bis zu Kindern und Babys. Sogar der noch ungeborenen.



Größe spielt eine Rolle


Bei einem Unfall ist bei Kindern die Verletzungsgefahr größer, da ihre Proportionen und Anatomie deutlich von denjenigen eines Erwachsenen abweichen. Beispiel: Der Kopf eines neun Monate alten Babys nimmt circa 25 Prozent seines Körpergewichts ein. Im Vergleich dazu macht der Kopf eines männlichen Erwachsenen nur 6 Prozent seines Körpergewichts aus.

Die Proportionen des Kopfs eines Babys weichen auch deutlich von denen eines Erwachsenen ab, da das Gesicht eines Babys im Verhältnis kleiner zum Rest von Kopf und Gehirn ist. Da der Schädel eines Babys dünner ist, sind Kopfverletzungen bei Babys häufig gravierender als bei Erwachsenen.

Andere verletzungsanfällige Körperregionen sind der sehr schlanke Hals und der Beckenbereich mit seinen bis zur Pubertät unterentwickelten Beckenknochen. Diese Knochenformation hilft bei einem Unfall ein Heraufrutschen des Sicherheitsgurts zu verhindern, das zu Verletzungen von inneren Organen führen kann. Aus diesem Grund werden für die jüngsten Kinder nach hinten ausgerichtete Kinderrückhaltesysteme und für ältere Kinder Sitzerhöhungen mit Gurtführung empfohlen.


Rückwärtsfahrer


Wie können junge Eltern wissen, welches Rückhaltesystem das richtige für ihre Kinder ist?

Die Auswahl des richtigen Rückhaltesystems ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die junge Eltern treffen müssen. Die Forschung hat gezeigt, dass es für Kinder viel sicherer ist, während der Fahrt mit nach hinten, und nicht mit nach vorne weisendem Gesicht zu sitzen. Bei einem Frontalaufprall verteilen nach hinten ausgerichtete Kinderrückhaltesysteme die Wucht des Aufpralls über den gesamten Rücken des Kindes und stützen zudem den verletzungsgefährdeten Hals des Kindes.

Wer erfand das Konzept des "nach hinten ausgerichteten Sitzes"?

Die Idee, Kinder in Autos mit nach hinten weisendem Gesicht zu befördern, stammt aus den 60er Jahren. Es handelt sich um eine Erfindung von Professor Bertil Aldman von der Chalmers-Universität in Göteborg. Dieser ließ sich von den nach hinten ausgerichteten Sitzen inspirieren, die für die Astronauten der Gemini-Mission beim Start benutzt wurden. Die Sitze waren so geformt, dass die beim Start wirkenden Kräfte über die gesamte Rücken- und Kopfpartie der Astronauten verteilt wurden.

Bis zu welchem Alter sollten Kinder in dieser Art von Kinderrückhaltesystem befördert werden?

Da diese Art von Sitzen grundsätzlich sicherer ist als nach vorne weisende Sitze, ist der geeignete Zeitpunkt für einen Wechsel in der Regel im Alter von drei bis vier Jahren, sobald der Sitz zu klein für das Kind geworden ist. Wenn der Kopf des Kindes an die Oberkante des Sitzes anstößt, ist es an der Zeit, das System zu wechseln.

Ist dann der richtige Zeitpunkt für eine Sitzerhöhung?

Ja, eine Sitzerhöhung stellt den besten Schutz für ein Kind ab vier Jahren dar. Die Sitzerhöhung kann mit einer integrierten Rückenstütze ergänzt werden, mit deren Hilfe das Kind aufrechter sitzen kann und die verhindert, dass der Kopf des Kindes zur Seite kippt, falls es während der Fahrt einschläft.

Kann man ein Kind auf dem Beifahrersitz befördern?

Es ist nur dann sicher, einen Kindersitz auf dem Beifahrersitz anzubringen, wenn der Airbag vorübergehend oder dauerhaft deaktiviert wurde.

Was müssen Eltern sonst noch wissen?

Ein weiterer wichtiger Faktor, den Eltern bei der Auswahl eines Kinderrückhaltesystems berücksichtigen müssen, ist, ob sie ein ISOFIX-Befestigungssystem verwenden möchten. ISOFIX wird empfohlen, da das Rückhaltesystem direkt an der Karosserie des Fahrzeugs befestigt wird. Dadurch wird die Gefahr einer zu lockeren Gurtbefestigung ausgeschlossen, die bisweilen bei Sitzen auftreten kann, die nur mit dem Gurt befestigt werden. ISOFIX-Sitze sind außerdem schneller einstellbar als andere Kinderrückhaltesysteme.


Tests mit schwangerem Dummy


Volvo Cars ist der weltweit erste Autohersteller, der das Computermodell eines schwangeren Crashtest-Dummys entwickelt hat. Dieser unter Sicherheitsforschern als "Linda" bekannte Dummy simuliert den Körper einer Frau im letzten Stadium der Schwangerschaft, wenn das Verletzungsrisiko für das ungeborene Baby am höchsten ist.

Dieses Computermodell ermöglicht das Studium der Interaktion zwischen einem Sicherheitsgurt und einer Schwangeren im Falle eines Unfalls. Mit seiner Hilfe lässt sich feststellen, welche Folgen Gurt und Airbag für Gebärmutter, Plazenta und Fötus haben. Darüber hinaus lässt sich vorhersagen, wie der Fötus sich während eines Unfalls im Mutterleib bewegt.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sollte eine schwangere Frau im Auto stets einen korrekt angelegten Sicherheitsgurt tragen. Das diagonale Gurtband sollte quer zwischen die Brüste gelegt werden, und das Gurtband am Schoß sollte unterhalb des Bauchs und an beiden Seiten über die Vorderseite des Hüftknochens verlaufen. Selbstverständlich sollten stets alle Insassen sicherstellen, dass ihr Sicherheitsgurt ordnungsgemäß eingestellt ist.


Schon gewusst?


Es gibt einen Crashtest-Dummy für jede signifikante Altersgruppe von Kindern. Dies umfasst alle Altersgruppen vom Neugeborenen bis zum zwölfjährigen Kind, das ähnliche Körpermaße aufweist wie eine kleine erwachsene Frau.