Für Ihre Welt

Wissen rettet Leben. Daher beschränken wir uns nicht auf unsere Laborforschung oder virtuellen Simulationen. Die Forschungsgruppe für Verkehrsunfälle von Volvo stellt unseren Ingenieuren und Designern aus tatsächlichen Unfällen gewonnene Daten zur Verfügung, die von unschätzbarem Wert sind. Und unsere Erkenntnisse verhelfen nicht nur Volvo Fahrern zu mehr Sicherheit - sie sorgen außerdem für eine Reduzierung des Verletzungsrisikos aller übrigen Verkehrsteilnehmer.



Unfälle passieren


Als einer der ersten Autohersteller weltweit rief Volvo eine eigene Forschungsgruppe für Verkehrsunfälle ins Leben. Seit ihrer Gründung im Jahr 1970 hat die schwedische Unfallforschungsgruppe mehr als 33.000 Straßenverkehrsunfälle untersucht.

Mithilfe dieses aus tatsächlichen Unfällen abgeleiteten Wissens lässt sich die Anzahl der in Unfällen erlittenen Verletzungen reduzieren. So ergaben beispielsweise die von der Unfallforschungsgruppe durchgeführten Untersuchungen, dass Auffahrunfälle sehr häufig sind und oft Schleudertraumata zur Folge haben.

Daraufhin entwickelten die Volvo Techniker ein System namens WHIPS (Whiplash Protection System, zu deutsch Schleudertrauma-Schutzsystem). Nach der Einführung von WHIPS konnte anhand von Statistiken nachgewiesen werden, dass die Anzahl von Schleudertrauma-Verletzungen bei Insassen von Volvo Modellen, die über dieses System verfügen, im Vergleich zu der Zeit vor der Einführung um 50 Prozent zurückgegangen ist. In Thailand wurde vor kurzem ein weiteres Unfallforschungsteam gegründet.


Der Elchtest


In Schweden werden viele Elche und sonstige Tiere in Verkehrsunfällen getötet, und die Gefahr für die Insassen eines Fahrzeugs, das mit einem Elch zusammenstößt, liegt auf der Hand: Das Gewicht des Elchkörpers kann die Frontscheibe und das Fahrzeugdach zerstören.

Der Elchtest wurde eingeführt, um die Fähigkeit eines Fahrzeugs zu untersuchen, auszuweichen und eine Kollision zu vermeiden. Besonders relevant ist dieser Test für SUVs, die stärker zum Überschlagen neigen als konventionelle Fahrzeuge.

Durch einen niedrigen Schwerpunkt und das RSC-System (Roll Stability Control), das mithilfe von Kreiselsensoren (sog. gyroskopischen Sensoren) die Neigungsgeschwindigkeit und den Neigungswinkel misst, hat Volvo diese Tendenz beim Volvo XC90 reduziert. Wenn ein Überschlagrisiko festgestellt wird, vermindert die Fahrdynamikregelung DSTC den Antrieb und bremst eines oder mehrere Räder, um die Stabilität des Fahrzeugs wiederherzustellen.


Hohe Ansprüche


Volvo macht sich Gedanken darum, welche Folgen unsere Fahrzeuge für andere Verkehrsteilnehmer haben können. So legte Volvo bei der Entwicklung seines ersten SUVs, des Volvo XC90, sehr viel Wert darauf zu gewährleisten, dass das erhöhte Risiko für andere Verkehrsteilnehmer bei einem Unfall reduziert wird.

Ein SUV verfügt typischerweise über sehr viel Bodenfreiheit und einen Stoßfänger, der das Schadens- bzw. Verletzungsrisiko für ein entgegenkommendes Fahrzeug und dessen Insassen erhöht. Dies liegt daran, dass die unteren Querträger und Knautschzonen des Fahrzeugs unter dem SUV hindurchrutschen, ohne aktiviert zu werden.

Um dies zu vermeiden, wurde dem Unterrahmen der Vorderaufhängung des Volvo XC90 ein zusätzlicher tiefer Querträger hinzugefügt, der hinter dem Frontspoiler verborgen ist und sich auf der Höhe des Querträgers eines konventionellen Fahrzeugs befindet. Dieser dient dazu, die Schutzstruktur des entgegenkommenden Fahrzeugs früher zu treffen, damit die Sicherheitssysteme wie vorgesehen aktiviert werden.

Außerdem wurde in besonderem Maße auf die Sicherheit von Fußgängern, Radfahrern und anderen ungeschützten Verkehrsteilnehmern geachtet. Die Fahrzeugfront weist saubere, klare Linien ohne hervorstehende Teile auf, die zusätzliche Verletzungen hervorrufen könnten - und dieses Designmerkmal wird mittlerweile auf alle neuen Volvo Fahrzeuge angewendet. rüber hinaus ist der Motor des Volvo XC90 tiefer in den Motorraum eingelassen, wodurch die Motorhaube eine Deformationstiefe von nicht weniger als 80 mm aufweist. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit eines Kontakts mit den darunter liegenden Motorteilen. Die Motorhaube fungiert also als weicher, aufprallabsorbierender "Stoßdämpfer", der das Risiko schwerer Verletzungen eines auf sie geschleuderten Fußgängers erheblich reduziert.


Straße nach Bangkok


Volvo ist sich der Tatsache bewusst, dass unterschiedliche Fahrumgebungen unterschiedliche Unfälle hervorrufen. Aus diesem Grund tritt das thailändische Traffic Accident Research Centre von Volvo in die Fußstapfen des schwedischen Zentrums für Unfallforschung. Den offiziellen nationalen Statistiken zufolge sterben in Thailand jährlich 14.000 Personen im Straßenverkehr.

Laut anderer Untersuchungen könnte die tatsächliche Zahl sogar bei 30.000 liegen. Das Ziel des Projektes lautet, Daten von Verkehrsunfällen zu erfassen, um den Behörden ein objektives Bild der sich tatsächlich ereignenden Unfälle zu vermitteln. Diese werden auf der Basis der Ergebnisse die Straßensicherheitsprobleme des Landes in Angriff nehmen, wobei Volvo sie durch die Erbauung sichererer Fahrzeuge unterstützen wird.