Produktion

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In den letzten dreißig Jahren hat Volvo Cars die Umwelteinflüsse seiner Produktionsstätten deutlich reduziert. Beispielhaft dafür steht das Problem der Ausdünstung von Lösungsmitteln, ein Haupt-Umweltthema in der Automobilindustrie.

Im Volvo Cars Werk Torslanda in Schweden konnten die Emissionen von Lösungsmitteln seit 1970 um über 90% reduziert werden. Die Lackieranlage in Torslanda wurde 1991 gebaut und hat immer noch einen der niedrigsten Werte von Lösungsmittel-Emissionen in der Industrie.


Unsere Analysen zeigen, dass der größte Anteil von Umwelteinflüssen in der Fahrzeugproduktion durch Lösungsmittel-Emissionen, Energieverbrauch und Materialverbrauch verursacht wird. Daher werden diese Bereiche als Indikatoren gewählt.


Lösungsmittel-Emissionen müssen reduziert werden


Die Emission von Lösungsmitteln aus Automobilwerken war im Lauf der letzten dreißig Jahre ein zentrales Umwelt-Thema. Lösungsmittel sind die Hauptquelle von schädlichen Luftverunreinigungen. Sie beeinträchtigen die Gesundheit und die Umwelt. Das Einatmen von Lösungsmitteln in größeren Mengen kann das zentrale Nervensystem schädigen, während Kohlenwasserstoffe sich mit Stickoxiden verbinden können und bei Sonnenschein das schädlichen (troposphärische) Bodenozon erzeugen. 

Die Volvo Modelle S80, XC90 und XC70 werden im Werk Torslanda in Schweden produziert, während der Volvo S60, die neuen Volvo S40 und V50 in Werk Gent in Belgien gebaut werden. Der Volvo V70 wird sowohl in Torslanda wie auch in Gent produziert. Der C70 wird in Uddevalla, Schweden gebaut. Die früheren Volvo Modelle S40 und V40 wurden im Werk NedCar in Born in den Niederlanden produziert.

Die Zahlen über die gesamten Lösungsmittel-Emissionen aus Produktion und Fahrzeuglackierung in diesen Werken werden kalkuliert¹.

Idealfall und schlechtester Fall

Aus Sicht der Umwelt wird im Idealfall die Emission von Lösungsmitteln vollständig vermieden. Lösungsmittel dünsten aber beim Lackieren mit lösungsmittelhaltigen Lacken aus und ebenso beim Reinigen mit entsprechenden Reinigern. In der Praxis bedeutet das, dass Fahrzeuge nun im Trockenpulververfahren lackiert- und lösungsmittelfrei gereinigt werden. Dies ist der Idealfall. Wären keine Maßnahmen ergriffen worden, um den Ausstoß von Lösungsmitteln zu reduzieren, würden insgesamt 30 kg pro Fahrzeug in die Umwelt gelangen (Zahlen der Automobilindustrie aus den frühen 1970er Jahren).

¹ Zahlen für 2004 sind Werte, die am 31. Dezember 2003 erhoben wurden. Entsprechende Zahlen für 2003 und 2002 wurden am 31. Dezember 2002, bzw. am 31. Dezember 2001 erhoben.



Auswirkungen auf die Umwelt langfristig reduzieren


Abgesehen vom Verbrauch natürlicher Ressourcen, hat der Abbau von Rohstoffen Auswirkungen auf die Umwelt in Form von Bergbau, Transport und Weiterverarbeitung. Aus diesem Grund ist es wichtig, die abgebauten Rohstoffe so effizient wie möglich zu nutzen und den Anteil von recyceltem Altmaterial zu erhöhen. In der Automobilindustrie kann dies durch Optimierung der Fertigungsprozesse und durch Wiederverwendung von recycelten Altmaterialien geschehen. Die Menge der verwendeten Recyclate im Verhältnis zum durchschnittlichen Gewicht der Neufahrzeuge wird in allen Fertigungsstätten ermittelt.


Ständige Verbesserung des Recycling Know How

Sorgfältige Sortierung ist ein wesentlicher Faktor beim Recycling von Materialien. Die Wiederverwendung von Verpackungsmaterial wurde erhöht.

Idealfall und schlechtester Fall

Aus Sicht der Umwelt wird im Idealfall der Rohstoff vollständig verwendet. Mit anderen Worten: Es entsteht keinerlei Abfall. Der schlechteste Fall wäre die angenommene Situation, wenn keiner der Rohstoffe, die zur Produktionsstätte kommen, für das fertige Produkt verwendet würde. Mit anderen Worten: Das ganze Rohmaterial würde als Abfall eingestuft.



Jeder Energieverbrauch hat Auswirkungen auf die Umwelt


Bei der Automobilproduktion ist die Nutzung von Energie unverzichtbar. Gleichzeitig hat beides; die Energieerzeugung und der Verbrauch; Auswirkungen auf die Umwelt und darum muss der Verbrauch minimiert werden. Die Art und das Ausmaß der Umweltauswirkung werden bestimmt durch die Energiequelle. Der Energieverbrauch je produziertem Fahrzeug wird in allen Werken regelmäßig ermittelt und gilt in diesem Fall¹ als Indikator.

Idealfall und schlechtester Fall

Der Idealfall wäre die angenommene Situation, in der keinerlei Energie verbraucht würde. Mit anderen Worten: Der Energieverbrauch je produziertem Fahrzeug wäre 0 MJ (0 MWh). Der schlechteste Fall wäre, wenn je Fahrzeug 18.000 MJ (5 MWh) verbraucht würde (Vergleichszahlen aus Produktionsstätten von Wettbewerbern).

¹ Zahlen für 2004 sind Werte, die am 31. Dezember 2003 erhoben wurden. Entsprechende Zahlen für 2003 und 2002 wurden am 31. Dezember 2002, bzw. am 31. Dezember 2001 erhoben.