Ein Automobil erzeugt den größten Teil seiner Umweltauswirkungen während seiner Lebensdauer. Ein Fahrzeug der heutigen Technologie (d. h. mit Verbrennungsmotor für fossilen Brennstoff) erzeugt beim Fahren Abgase, die in die Atmosphäre gelangen. Analysen von Volvo Cars zeigen, dass die drei bedeutendsten Arten von Umweltauswirkungen eines im Betrieb befindlichen Automobils die folgenden sind: Abgase im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften, Verdunstung von Kohlenwasserstoffen und Ausstoß von Kohlendioxyd. Dies sind daher die Indikatoren auf diesem Gebiet. Für Dieselmotoren wurde ein eigener Abgasindikator einbezogen.
Abkürzungen für Emissionsklassen
EURO2 - Für neue Fahrzeuggenehmigungen ab 01. 01. 1996, alle Typen ab Erstzulassung 01. 01. 1997
EURO3 - Für neue Fahrzeuggenehmigungen ab 01. 01. 2000, alle Typen ab Erstzulassung 01. 01. 2001
EURO4 - Für neue Fahrzeuggenehmigungen ab 01. 01. 2005, alle Typen ab Erstzulassung 01. 01. 2006
Abgase verursachen die wesentlichsten Umweltprobleme
Der höchste Anteil an örtlichen und regionalen Umweltbelastungen durch Autoverkehr kann dem Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoff und Stickoxid in den Abgasen zugerechnet werden. Diese Abgase können schädlich sein bei ungünstigen Verkehrs- und Klimabedingungen, z. B. bei Inversionswetterlage. Bei Sonnenschein und heißem Wetter können sich Kohlenwasserstoffe und Stickoxide verbinden und Bodenozon erzeugen, das nicht nur die Vegetation schädigt, sondern auch Atembeschwerden beim Menschen hervorruft, besonders bei Kindern.
Stickoxide tragen auch zur Eutrophierung (Anreicherung mit Pflanzennährstoffen in Flüssen und Seen, die das Leben im Wasser unterdrückt) und Säurebildung bei. Seit bei Volvo in den 1970er Jahren der 3-Wege-Katalysator eingeführt wurde, hat sich der Ausstoß von Stickoxiden um bis zu 99% verringert.
Die genannten drei Schadstoffe werden in den meisten Ländern der Welt gesetzlich überwacht. In Kalifornien werden die niedrigsten gesetzlichen Grenzwerte im ZEV (Zero Emission Vehicle) Standard¹ vorgegeben. Die Menge von Rußpartikeln aus Dieselmotoren wird ebenso überwacht. Ein Partikelfilter kann die Rußpartikel aufnehmen, in Intervallen verbrennen und so den Filter regenerieren.
Der Filter reduziert den Partikelausstoß um über 90%. Die meisten unserer Motoren erfüllen die Vorgaben der europäischen Euro 4 Norm, die vergleichbar ist mit den Anforderungen der kalifornischen ULEV (Ultra Low Emission Vehicle) Norm. Volvo Cars bietet bestimmte Antriebskonzepte, welche die Grenzwerte der zu erwartenden Euro 5 Norm erfüllen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrem örtlichen Händler. Alle Volvo Motoren sind ausgestattet mit der Europäischen On-Bord Diagnose (EOBD), die erkennt, wenn der Abgasgrenzwert zu hoch ist. In diesem Fall muss das Fahrzeug zum Volvo Händler zu Überprüfung gebracht werden. Auch die Diesel Motoren von Volvo sind seit 2003 mit EOBD ausgerüstet. In 2004 wurde eine Ausführung mit Partikelfilter bei den Modellen S40 und V50 eingeführt. Mittlerweile sind alle Volvo Fahrzeuge ab dem Modelljahr 2007 mit RPF ausgestattet.
Idealfall und schlechtester Fall
Im Idealfall stößt ein Automobil keines dieser Schadstoffe aus (Zero Emission Vehicle). Im schlechtesten Fall erfüllt ein Fahrzeug nur die Grenzwerte von Euro 2, d. h. 2.2 g/km Kohlenmonoxid und 0.5 g/km Kohlenwasserstoff plus Stickoxide². Die gesetzlichen Grenzwerte von Euro 3 und Euro 4 liegen zwischen dem Idealfall und dem schlechtesten Fall. Dieselmotoren müssen die Grenzwerte von 0.64 g/km für Kohlenmonoxid und 0.56 g/km für Kohlenwasserstoff plus Stickoxiden erfüllen um Euro 3 zu entsprechen.
Fußnoten:
¹ California Code of Regulations Title 13.
² EG Richtlinie 70/220 EC, in der gültigen Fassung. Euro 2 und Euro 3 Werte sind nicht direkt vergleichbar, weil die Testverfahren vor Einführung der Letzteren geändert wurden.
Ausdünstung von Kohlenwasserstoffen
Bei einem Auto ist das Auspuffrohr nicht der einzige Ausgangspunkt für den Ausstoß von Kohlenwasserstoffen. Kraftstoff verdunstet beim Tanken, wenn der Motor heiß ist und bei heißem Wetter. Diese Emissionen können für Menschen und für die Umwelt so schädlich sein wie Auspuffabgase.
Verdunstungskontrollsysteme
Mittlerweile sind alle Volvo Fahrzeuge mit Systemen einschl. Aktivkohlefilter ausgestattet, welche die Ausdünstungen vom Kraftstoffsystem reduzieren.
Idealfall und schlechtester Fall
Im Idealfall lässt sich beim Test keine Ausdünstung feststellen.
Im schlechtesten Fall erfüllt ein Fahrzeug nur die Grenzwerte (2 g/test) der bestehenden europäischen Gesetzgebung.¹
Vergleichshinweis
Bitte bedenken Sie, dass Diesel- und Benzinmotoren nur an ihren gemeinsamen Merkmalen verglichen werden sollten. Ein Vergleich kann nicht an wesentlich verschiedenen Merkmalen vorgenommen werden. Die Merkmale sind nicht bestimmt, um Fragen zu beantworten wie: "Ist ein Grenzwert von 70% Partikelausstoß besser als ein Grenzwert von 60% Kohlenwasserstoff-Ausdünstung?" Daher führt ein Vergleich von Diesel und Benzinmotoren bezüglich ihrer in dieser EPI (Environmental Product Information) dargestellten, kraftstoffspezifischen Merkmale (Verdunstung von Kohlenwasserstoff bei Benzinmotoren und Partikelausstoß bei Dieselmotoren) zu keinem Ergebnis.
Fußnote:
¹ EG Richtlinie 70/220 EC, in der geltenden Fassung
Ausstoss von Kohlendioxid
Der Ausstoß von Kohlendioxid trägt zur weltweiten Klimaveränderung bei. Bei Autos ist die Emission von Kohlendioxid abhängig vom Kraftstoffverbrauch.
Kraftstoffverbrauch reduziert
Volvo Fahrzeuge brauchen bezüglich Kraftstoffverbrauch den Vergleich mit dem Wettbewerb nicht zu scheuen. Der Volvo S40 1.6 Diesel (Schaltgetriebe) verbraucht z. B. nur 4,9 Lt./100 km. Dies wurde durch ständige Verfeinerungen erreicht. So wurde unter Anderem das Motormanagement verbessert und die innere Reibung reduziert. Auch andere Komponenten des Antriebsstranges wurden verbessert.
Idealfall und schlechtester Fall
Der Idealfall ist der Verbrauch von 4.9 Lt./100 km beim S40 Diesel (Schaltgetriebe) mit 129 g/km CO2-Ausstoß, und der schlechteste Fall ist der Verbrauch von 13,5 Lt./100 km beim XC90 V8 (Automatik) mit 322 g/km CO2-Ausstoß im kombinierten Fahrbetrieb.