Aktive Sicherheit

Die Massnahmen, die Volvo zur Verbesserung der Fahrsicherheit ergreift, basieren auf einem ganzheitlichen Verständnis des Begriffs Sicherheit und sind das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung.

Optimierte Fahrsicherheit bedeutet: Kritische Fahrsituationen sollen gar nicht erst entstehen. Darum entwickeln die Volvo Ingenieure jede Karosserie im Hinblick auf maximale Handlichkeit und Stabilität. Jedes Fahrwerk wird so konstruiert, dass es sich verschiedenen Lenk-, Beschleunigungs- und Bremssituationen optimal anpassen kann. Und weil kritische Fahrsituationen trotz aller Vorkehrungen nie ganz vermieden werden können, bringt Volvo verschiedene Kontroll- und Regelsysteme zum Einsatz, die unerwünschte Reaktionen der Räder schon im Ansatz automatisch korrigieren.

Merkmale aktiver Sicherheit sind:

ABS/EBV: Antiblockiersystem & Bremskraftverteilung
STC: Stabilitätskontrolle
DSTC: Fahrdynamikregelung
ROPS: Überroll-Schutzsystem
TRACS: Elektronische Traktionskontrolle
Karosserie, Radaufhängungen, Antriebswellen

ABS/EBV: Antiblockiersystem & Bremskraftverteilung.

Die Vorzüge des Antiblockiersystems (ABS) sind bekannt: Sensoren messen die Umdrehungen der Räder und verhindern bei einer Vollbremsung das Blockieren, indem die Bremskraft optimal reduziert wird. Die elektronische Bremskraftverteilung EBV wiederum sorgt für eine ausgewogene Verteilung der Bremswirkung zwischen Vorder- und Hinterachse. Das Resultat sind nicht nur kürzere Bremswege und eine verbesserte Stabilität, sondern auch eine gleichmässigere Beanspruchung der Bremsscheiben. Das gesamte Bremssystem von Volvo zeichnet sich zudem durch eine enorm hohe Standfestigkeit aus und bleibt selbst bei einem teilweisen Ausfall der Bremsanlage funktionsfähig.


STC: Stabilitätskontrolle.

Die Stabilitätskontrolle STC (Stability and Traction Control) ist das Gegenstück zu ABS/EBV. So wie ABS das Blockieren der Räder beim Bremsen verhindert, so verhindert STC das Durchdrehen der Räder beim Anfahren und Beschleunigen. Die vom ABS her bekannten Sensoren messen die Drehzahlen jedes einzelnen Antriebsrades. Sobald die Drehzahlen der Antriebsräder nicht mehr übereinstimmen - wenn also ein Rad oder mehrere Räder durchzudrehen beginnen -, gibt STC ein Signal an das Motorsteuergerät. Schon 0,015 Sekunden später wird die eingespritzte Kraftstoffmenge und somit das Drehmoment reduziert. Resultat: die Bodenhaftung wird innerhalb von Millisekunden wiederhergestellt und insgesamt eine optimierte Fahrstabiltität garantiert.


DSTC: Fahrdynamikregelung.

Die Volvo Fahrdynamikregelung DSTC (Dynamic Stability and Traction Control) wirkt noch umfassender als die Stabilitätskontrolle STC. Denn bei ungleichen Drehzahlen der Räder greift DSTC nicht nur bei der Motorsteuerung ein, sondern auch beim Bremssystem. Wenn das Fahrzeug auszubrechen droht, verteilt DSTC die Bremskraft automatisch unterschiedlich an jedes einzelne Rad. So kompensiert DSTC die beginnende Ausbrechbewegung des Fahrzeugs, bis es wieder sicher auf Kurs ist. So einfach das Prinzip ist, so ausgeklügelt ist die Technik: Um das beginnende Ausbrechen des Fahrzeuges früh genug zu erkennen, leisten die Sensoren des DSTC-Systems Schwerstarbeit: Sie messen die Bewegungen des Lenkrades, das Ausmass der Gierbewegung im Verhältnis zur Lenkradbewegung und die Zentrifugalkraft. All diese Messungen und die folgenden Korrekturen finden in Sekundenbruchteilen statt und werden vom Fahrer kaum wahrgenommen. Doch natürlich gilt auch hier: Wichtigste Sicherheitsmassnahme ist und bleibt eine verantwortungsbewusste, den jeweiligen Strassenverhältnissen angepasste Fahrweise!


ROPS: Überroll-Schutzsystem.

Intelligente Technik für mehr Sicherheit. Auch im Extremfall. Im Volvo XC90 sorgt das umfangreiche Überroll-Schutzsystem ROPS (Roll Over Protection System) für eine neue Dimension der Sicherheit. Elektronische Sensoren überwachen die Neigung des Fahrzeuges und die Gefahr eines Überschlags. Ab einer vordefinierten Neigung aktivieren sie die aktive Stabilitätskontrolle RSC (Roll Stability Control) und helfen mit, das Fahrzeug unter Kontrolle zu behalten. Wenn es trotz allem zu einem Überschlag kommt, entfalten sich die Kopf-/Schulterairbags in Sekundenbruchteilen. Sie schützen die Insassen aller Sitzreihen vor Kopfverletzungen und vermeiden gleichzeitig, dass die Passagiere aus dem Fahrzeug katapuliert werden. Gurtstraffer verbessern die Wirkung der Drei-Punkt-Sicherheitsgurte und verhindern, dass die Insassen nach vorn geschleudert werden.


TRACS: Elektronische Traktionskontrolle.

Wenn eines der Vorder- oder Hinterräder beginnt durchzudrehen, wird die Kraft auf das Rad übertragen, das über Traktion verfügt. Dadurch werden die bestmöglichen Anfahr- und Fahreigenschaften erzielt - unabhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit. Für die Verteilung der Antriebskraft zwischen den beiden Rädern einer Achse ist die elektronische Traktionskontrolle TRACS zuständig.

TRACS ist Bestandteil des Volvo AWD Systems. Mehr zu Funktionsweise des Volvo AWD Systems erfahren Sie auf den Produktseiten unter den entsprechenden Modellen.


Karosserie, Radaufhängung, Antriebswellen.

Alle elektronischen Fahrsicherheitsprogramme von Volvo arbeiten auf einer grundsoliden Basis. Schon die Karosseriestruktur sorgt für stabile Fahreigenschaften: Grosse Blechteile mit nur wenigen Verbindungsnähten garantieren eine hervorragende Torsionssteifigkeit. Oder die Radaufhängungen: Eine ausgeklügelte Anordnung der Federbeine bringt die Räder jederzeit kontrolliert und im bestmöglichen Winkel auf die Fahrbahn. Vollendet wird das ausgesprochen gute Lenkgefühl durch die gleich langen Antriebswellen: Ihre perfekt ausbalancierte Geometrie bringt jenes Lenkradzerren zum Verschwinden, das beim Frontantrieb mit quer eingebautem Motor auftreten kann.