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  • Schwedisches "One Tonne Life" Projekt – Familie Lindell reduziert Ihren CO2-Ausstoss auf 1,5 Tonnen

    15.06.2011

    Zürich, den 15. Juni 2011 – Der schwedische Umweltminister Andreas Carlgren hat am 13. Juni 2011 das „One Tonne Life" Projekt im Stockholmer Stadtteil Hässelby offiziell beendet. In dem sechsmonatigen Test versuchte die vierköpfige schwedische Familie Lindell, ihren ökologischen Fussabdruck (CO2-Footprint) von den derzeit 7,3 Tonnen einer Durchschnittsfamilie auf eine Tonne pro Person und Jahr zu reduzieren. Dank eines beeindruckenden Finales schafften die Lindells einen Wert von 1,5 Tonnen. Dies bedeutet eine fast 80prozentige Reduzierung gegenüber dem Start im Januar 2011.

     

    Die Marke von einer Tonne Kohlendioxid pro Person und Jahr gilt als Wert, der zukünftig nötig sein wird, um dem Klimawandel wirksam zu begegnen. An dem Projekt beteiligten sich die Unternehmen A-hus (Hersteller von Energiesparhäusern), Siemens (Gerätetechnik), Volvo (Automobilhersteller), ICA (Nahrungsmittelkonzern) und Vattenfall (Energieunternehmen). Mit Energy Watch, einer innovativen Technik von Vattenfall, wurde der Stromverbrauch der Familie in Echtzeit erfasst.

     

    Die Reduktion von 80 Prozent, die Familie Lindell realisierte, zeigt, dass zum Beispiel die 40prozentige Reduzierung, die die schwedische Rgierung bis zum Jahr 2020 erreichen will, duchaus realisierbar ist - sofern das beste Knowhow und die neuesten Techniken zum Einsatz kommen.

     

    „In der ersten Phase des Projekts, als wir den CO2-Ausstoss auf 2,5 Tonnen reduzierten, haben wir eigentlich keine grösseren Abstriche oder Kompromisse gegenüber unserem bis dahin üblichen Lebensstil gemacht. Doch die letzte Phase, die Reduzierung auf 1,5 Tonnen, war schon eine extreme Erfahrung für uns", sagt Alicja Lindell, 51-jährige Kindergartenleiterin.

     

    Im Rahmen des „One Tonne Life" Projekts war Familie für sechs Monate von ihrem bisherigen Haus aus den 1970er Jahren in ein Energiesparhaus von A-hus gezogen und hatte ihre beiden zehn Jahre alten Autos gegen einen elektrisch betriebenen Volvo C30 Electric eingetauscht. Vattenfall lieferte Strom aus erneuerbaren Energiequellen, stellte neueste Solartechnik zur Verfügung und fungierte als Energieberater. ICA und Siemens fungierten als Projektpartner in den Bereichen Ernährung und Haushaltsgeräte.

     

    Grösste Ersparnis beim Transport und Stromverbrauch
    Transport und Stromverbrauch waren die beiden Gebiete, auf denen die Testfamilie die grössten Einsparungen erzielte. Der Kohlendioxid-Ausstoss im Bereich Transport sank um mehr als 90 Prozent, nicht zuletzt deshalb, weil der eingesetzte Volvo C30 Electric mit erneuerbaren Energien aufgeladen wurde. Das Energiesparhaus, ein so genanntes Plus-Energie-Haus, produzierte mit Hilfe von Solartechnik mehr Energie als es verbrauchte. Der von der Familie nicht genutzte Strom wurde in das externe Stromnetz eingespeist bzw. zur Aufladung des Volvo C30 Electric verwendet. Somit halbierten sich die CO2-Emissionen des Hauses.

     

    Auch in punkto Ernährung machte Familie Lindell gewaltige Fortschritte. Durch eine aktive Produktauswahl und die Verwendung von umweltschonenden, ökologischen und regional produzierten Waren wurde auch hier die CO2-Bilanz spürbar verbessert. Am Ende des Projektes ernährte sich Familie Lindell ausschliesslich vegetarisch.

     

    Ehrgeiziges Finale - mit spürbaren Auswirkungen
    Um die CO2-Emissionen noch einmal zu senken, beschloss Familie Lindell in der letzten Woche des Projektes, nur noch einen Teil des Hauses zu nutzen und auf einige Annehmlichkeiten zu verzichten. „Wir haben den CO2-Ausstoss in der letzten Woche auf 1,5 Tonnen gesenkt, aber dies bedurfte schon einiger Anstrengungen. Wir haben auf das Fernsehen verzichtet, Shopping war ebenso gestrichen wie Café- oder Restaurantbesuche. Dies konsequent durchgezogen würde vielleicht zu einem Ergebnis von einer Tonne führen, doch ich glaube nicht, dass das durchzuhalten ist", sagt Nils Lindell, 52-jähriger Organisationsberater. „Ausserdem haben zahlreiche Produkte Einfluss auf das Ergebnis- und auf deren CO2-Bilanz haben wir keinen Einfluss. Aber wir haben bewiesen, dass man mit der richtigen Einstellung und der entsprechenden Motivation nahe an den Wert von einer Tonne herankommen kann. Alles in allem war es ein sehr interessantes und lehrreiches Abenteuer", erklärt Nils Lindell.

     

    Das Experiment der Familie Lindell kann auch online nachgeschlagen werden:  http://www.onetonnelife.se

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