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  • Volvo Cars testet einzigartige Sicherheitstechnologie mit Fussgängererkennung in getarntem Volvo S60 in Kopenhagen

    12.10.2009
    Volvo S60 Concept
    In diesen Tagen können aufmerksame Verkehrsteilnehmer in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ein ungewöhnliches Fahrzeug entdecken: Einen getarnten Prototyp des neuen Volvo S60, der als Serienfahrzeug kommenden März am Automobil Salon Genf 2010 seine Publikumspremiere feiern wird.

    Hintergrund des Feldversuchs: Techniker des schwedischen Herstellers führen letzte Praxistests für das einzigartige Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsfunktion durch. Das neue System von Volvo kann erstmals auch Fussgänger erkennen, die auf die Fahrbahn laufen und so Kollisionen bei Geschwindigkeiten unterhalb von 25 km/h verhindern, selbst wenn der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert.

    Ein getarnter, neuer Volvo S60 fuhr mitten durch die Dänische Hauptstadt um die neueste Volvo Sicherheitstechnologie zu testen, welche erstmals auch Fussgänger vor einem Fahrzeug erkennen kann und im Notfall automatisch abbremst. Diese neue Technologie – Collision Warning with Full Auto Brake and Pedestrian Detection – wird zusammen mit dem neuen Volvo S60 Anfang 2010 eingeführt. Mehr als zehn Jahre haben die Volvo Sicherheitsexperten an dem neuen System gearbeitet und Versuche in der ganzen Welt gefahren. Dabei haben die Volvo Ingenieure über 500’000 Kilometer zurückgelegt und ausgewertet – kürzlich nun auch in den geschäftigen Strassen von Kopenhagen.

    Mehr als zehn Jahre Entwicklungsarbeit für erstmaligen Fussgängerschutz
    „Wir haben weltweit Faktoren wie gängiges Verkehrsverhalten, unterschiedliche Strassenverhältnisse und wechselnde Wetterbedingungen untersucht", erklärt Thomas Broberg, Sicherheitsexperte bei Volvo Cars. „Unsere Ergebnisse wurden fortwährend in die Entwicklung des Systems integriert. Und die Informationen aus allen gesammelten, realen Verkehrstests konnten und können wir auch für unsere moderne Computer-Simulationen nutzen.“
     
    Schutz für Ungeschützte
    Die neuen Funktionen stellen den nächsten Schritt in der kontinuierlichen Volvo Sicherheits-Entwicklungs-arbeit dar. Das präventive System ermöglicht die frühzeitige Erkennung risikoreicher Situationen und hilft dem Fahrer bei der Vermeidung von Unfällen. „In unseren bisherigen Entwicklungsstufen ging es darum, den Fahrer bei der Vermeidung von Kollisionen mit anderen Fahrzeugen zu unterstützen", sagt Thomas Broberg. „Jetzt machen wir einen riesigen Schritt nach vorne mit einer Funktion, die die Sicherheit auch für ungeschützte Verkehrsteilnehmer enorm verbessert. Darüber hinaus steigern wir die automatische Bremskraft von 50 auf 100 Prozent. So weit wir wissen, hat kein anderer Hersteller derartige Fortschritte in diesem Bereich gemacht", betont Broberg und ergänzt: „Diese Technologie ist ein wichtiger Schritt unserer Langzeitvision eines Fahrzeugs, das nicht mehr kollidiert. Denn unsere Vision für das Jahr 2020 ist, dass kein Insasse eines Volvo mehr getötet oder schwer verletzt wird."
     
    Sichere Erkennung dank hochmoderner Technologie
    Das neue Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsung und Fussgängerschutz besteht aus mehreren Komponenten. Dazu zählen ein so genanntes Dual-Mode-Radarsystem, das in den Frontgrill integriert ist, eine Kamera hinter dem Innenraum-Rückspiegel sowie eine zentrale Kontrolleinheit. Radar und Kamera überwachen kontinuierlich den Strassenbereich vor dem Fahrzeug. Aufgabe des Radarsystems ist es, Objekte zu erkennen und die Entfernung zu messen. Die Kamera erkennt zugleich den Typ des jeweiligen Objekts.
     
    In einer Notsituation wird der Fahrer bei dem neuen System zunächst durch ein akustisches Signal und ein Blinklicht im Head-up-Display in der Frontscheibe gewarnt. Um eine schnelle und intuitive Reaktion zu unterstützen, ähnelt die optische Warnung einem Bremslicht. Sobald ein Zusammenstoss droht und der Fahrer nicht auf die Warnhinweise reagiert, wird die volle Bremskraft aktiviert. „Der Einsatz der vollen Bremskraft setzt voraus, dass das Objekt sowohl vom Radarsystem als auch von der Kamera erkannt wird", sagt Thomas Broberg. „Möglich wird die automatische Vollbremsung durch die hochmoderne Sensor-Technologie. Volvo ist der erste Hersteller weltweit, die diese Funktion zum Schutz von Fussgängern anwendet."
     
    Fussgänger-Unfälle in Städten
    Der Anteil der Fussgänger unter den Verkehrstoten variiert innerhalb der EU je nach Land zwischen 10 und 25 Prozent. In den europäischen Hauptstädten wurden im Jahr 2007 insgesamt 1’560 Personen bei Verkehrsunfällen getötet, 43 Prozent davon waren Fussgänger. Die Schwere eines Unfalls ist wesentlich abhängig von der Geschwindigkeit eines Autos. Das Risiko eines Fussgängers, bei einem Unfall mit einer Fahrzeuggeschwindigkeit von 50 km/h getötet zu werden liegt um 85 Prozent höher als bei einem Tempo von 25 km/h.
     
    Das System ist so programmiert, dass es auf Fahrzeuge reagiert, die sich in Fahrtrichtung bewegen oder still stehen. Dank des hochmodernen Radarsystems, das über einen deutlich erweiterten Beobachtungsbereich verfügt, können Fussgänger frühzeitig erkannt werden, die gerade die Strasse betreten. Die Kamera verfügt gegenüber den Vorgängermodellen über eine deutlich höhere Auflösung und ermöglicht so, Bewegungsmuster von Fussgängern zu erkennen.
     
    „Die neue Technologie soll dem Fahrer helfen, Kollisionen mit Fussgängern bei Geschwindigkeiten unterhalb von 25 km/h vollständig zu vermeiden", erläutert Thomas Broberg. „Bei einem höheren Tempo geht es darum, die Aufprallgeschwindigkeit so weit wie möglich zu reduzieren. In den meisten Fällen können wir die Kollisionskräfte um 75 Prozent verringern", so der Sicherheitsexperte. „Angesichts der grossen Zahl an Todesopfern bei Fussgängern wäre es bereits ein grosser Fortschritt, wenn wir das Todesfallrisiko um 20 Prozent reduzieren können. Und in bestimmten Situationen kann die Zahl der Todesopfer sogar um bis zu 85 Prozent gesenkt werden."

    In diesen Tagen können aufmerksame Verkehrsteilnehmer in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ein ungewöhnliches Fahrzeug entdecken: Einen getarnten Prototyp des neuen Volvo S60, der als Serienfahrzeug kommenden März am Automobil Salon Genf 2010 seine Publikumspremiere feiern wird.
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