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  • Nächste Generation Volvo Sicherheitstechnologie – Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsfunktion für Fahrzeuge und Fussgänger

    05.10.2009
    Volvo Fußgängerschutz

    Das typische Szenario: Ein Ball springt auf die Strasse, ein Kind rennt hinterher, direkt vor ein herannahendes Fahrzeug. Für solche und ähnliche Situationen präsentiert Volvo jetzt die nächste Generation seiner präventiven Sicherheitstechnologie und erweitert sie mit einer bahnbrechenden Funktion: Das neueste Kollisions-Warnsystem des schwedischen Herstellers mit automatischer Notbremsfunktion kann erstmals Fussgänger erkennen, die auf die Fahrbahn laufen und so Kollisionen bei Geschwindigkeiten unterhalb von 25 km/h verhindern, selbst wenn der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert.

    Neueste Sicherheitstechnologie mit Volvo S60 Weltpremiere am Automobilsalon Genf 2010
    Mit der Weltpremiere des neuen Volvo S60 am Automobilsalon Genf 2010 präsentiert Volvo die nächste Generation seiner präventiven Sicherheitstechnologie. Die neuen Funktionen stellen den nächsten Schritt in der kontinuierlichen Entwicklungsarbeit dar. Das präventive System ermöglicht die frühzeitige Erkennung risikoreicher Situationen und hilft dem Fahrer bei der Vermeidung von Unfällen.

    „In unseren bisherigen Entwicklungsstufen ging es darum, den Fahrer bei der Vermeidung von Kollisionen mit anderen Fahrzeugen zu unterstützen“, sagt Thomas Broberg, Sicherheitsexperte bei Volvo Cars. „Jetzt machen wir einen riesigen Schritt nach vorne mit einer Funktion, die die Sicherheit auch für ungeschützte Verkehrsteilnehmer enorm verbessert. Darüber hinaus steigern wir die automatische Bremskraft von 50 auf 100%. So weit wir wissen, hat kein anderer Hersteller derartige Fortschritte in diesem Bereich gemacht“. Und Broberg ergänzt: „Diese Technologie ist ein wichtiger Schritt unserer Langzeitvision eines Fahrzeugs, das nicht mehr kollidiert. Denn unser Ziel für das Jahr 2020 ist, dass kein Insasse eines Volvo mehr getötet oder schwer verletzt wird.“

    Grosse Anzahl von Fussgänger-Unfällen in Städten
    Der Anteil der Fussgänger unter den Verkehrstoten variiert innerhalb der EU je nach Land zwischen 10 und 25%. In den europäischen Hauptstädten wurden im Jahr 2007 insgesamt 1’560 Personen bei Verkehrsunfällen getötet, 43% davon waren Fussgänger. Die Schwere eines Unfalls ist wesentlich abhängig von der Geschwindigkeit eines Autos. Das Risiko eines Fussgängers, bei einem Unfall mit einer Fahrzeuggeschwindigkeit von 50 km/h getötet zu werden liegt um 85% höher als bei einem Tempo von
    25 km/h.

    „Pedestrian Safety“ – Kollisionsvermeidung bei Geschwindigkeiten unter 25 km/h
    „Die neue Technologie soll dem Fahrer helfen, Kollisionen mit Fussgängern bei Geschwindigkeiten unterhalb von 25 km/h vollständig zu vermeiden“, erläutert Thomas Broberg. „Bei einem höheren Tempo geht es darum, die Aufprallgeschwindigkeit so weit wie möglich zu reduzieren. In den meisten Fällen können wir die Kollisionskräfte um 75% verringern.“

    „Angesichts der grossen Zahl an Todesopfern bei Fussgängern wäre es bereits ein grosser Fortschritt, wenn wir das Todesfallrisiko um 20% reduzieren können. Und in bestimmten Situationen kann die Zahl der Todesopfer sogar um bis zu 85% gesenkt werden“, betont Broberg.

    „City Safety“ als Teil des Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsfunktion
    Das neue Sicherheitssystem erweist sich auch bei Heckkollisionen mit anderen Fahrzeugen als überaus wirkungsvoll. Statistiken zeigen, dass die Hälfte aller Fahrer, die auf ein anderes Fahrzeug auffahren, vorher überhaupt nicht gebremst haben. Der Schwerpunkt liegt jedoch weiterhin darin, den Fahrer rechtzeitig zu warnen, um ihm ein Bremsmanöver oder ein Ausweichen zu ermöglichen. Nur wenn er nicht auf die Warnhinweise reagiert, tritt das System mit der vollen Bremskraft in Aktion, kurz bevor der Zusammenprall droht. In solchen Fällen kann das Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsfunktion helfen, den Zusammenstoss zu verhindern, wenn die relative Geschwindigkeitsdifferenz zwischen beiden Fahrzeugen weniger als 25 km/h beträgt.

    Sichere Fussgänger-Erkennung dank hochmoderner Technologie
    Das neue Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsung und Fussgängerschutz besteht aus mehreren Komponenten. Dazu zählen ein so genanntes Dual-Mode-Radarsystem, das in den Frontgrill integriert ist, eine Kamera hinter dem Innenraum-Rückspiegel sowie eine zentrale Kontrolleinheit. Radar und Kamera überwachen kontinuierlich den Strassenbereich vor dem Fahrzeug. Aufgabe des Radarsystems ist es, Objekte zu erkennen und die Entfernung zu messen. Die Kamera erkennt zugleich den Typ des jeweiligen Objekts.

    Das System ist so programmiert, dass es auf Fahrzeuge reagiert, die sich in Fahrtrichtung bewegen oder still stehen. Dank des hochmodernen Radarsystems, das über einen deutlich erweiterten Beobachtungsbereich verfügt, können Fussgänger frühzeitig erkannt werden, die gerade die Strasse betreten. Die Kamera verfügt gegenüber den Vorgängermodellen über eine deutlich höhere Auflösung und ermöglicht so, Bewegungsmuster von Fussgängern zu erkennen.

    Über zehn Jahre Entwicklungsarbeit
    „Wir haben zehn Jahre an dieser Technologie gearbeitet und über mehrere Jahre Testfahrzeuge in verschiedenen Ländern eingesetzt“, sagt Thomas Broberg. „Bei der Realisierung des Systems haben wir in weltweiten Studien verschiedene Verkehrsverhalten, Strassenzustände und Klimabedingungen berücksichtigt. Ausserdem können wir die Informationen aus den realen Verkehrstests auch für moderne Computersimulationen nutzen.“

    Neue Sensortechnologie ermöglicht automatische Vollbremsung
    In einer Notsituation wird der Fahrer bei dem neuen System zunächst durch ein akustisches Signal und ein Blinklicht im Head-up-Display in der Frontscheibe gewarnt. Um eine schnelle und intuitive Reaktion zu unterstützen, ähnelt die optische Warnung einem Bremslicht. Sobald ein Zusammenstoss droht und der Fahrer nicht auf die Warnhinweise reagiert, wird die volle Bremskraft aktiviert.

    „Der Einsatz der vollen Bremskraft setzt voraus, dass das Objekt sowohl vom Radarsystem als auch von der Kamera erkannt wird“, sagt Thomas Broberg. „Möglich wird die automatische Vollbremsung durch die hochmoderne Sensor-Technologie. Volvo zählt zu den ersten Herstellern weltweit, die diese Funktion zum Schutz von Fussgängern anwendet.“ Der Sicherheitsexperte weist zugleich darauf hin, dass das System nach dem gleichen Prinzip wie das menschliche Auge funktioniert. Deshalb kann die Funktion durch Dunkelheit oder schlechte Wetterbedingungen beeinträchtigt werden.

    Erweiterte adaptive Geschwindigkeitsregelung nun auch im Stop-and-go-Verkehr einsetzbar
    Zugleich wurde die adaptive Geschwindigkeitsregelung ACC (Adaptive Cruise Control) von Volvo um eine neue Funktion erweitert. In Verbindung mit dem automatischen Getriebe ist sie jetzt auch bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten aktiv, und das radargestützte System behält die Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug bis zum Stillstand bei. Auf diese Weise lässt sich die adaptive Geschwindigkeitsregelung auch im Stop-and-go-Verkehr nutzen und bringt neben mehr Sicherheit auch ein Plus an Komfort. Das bisherige System war unterhalb von 30 km/h nicht aktiv.

    Das typische Szenario: Ein Ball springt auf die Strasse, ein Kind rennt hinterher, direkt vor ein herannahendes Fahrzeug. Für solche und ähnliche Situationen präsentiert Volvo jetzt die nächste Generation seiner präventiven Sicherheitstechnologie und erweitert sie mit einer bahnbrechenden Funktion.
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