Lifestyle

Klangbewusst

Schweden ist eine treibende Kraft in der Musikszene und hat für ein so kleines Land erstaunlich viel Einfluss. Wir haben die neue Generation schwedischer Musikerinnen und Musiker eingeladen, von sich zu erzählen, und entdeckt, wie wichtig Musik bei der Entwicklung des neuen Volvo XC40 war.

VON STEPHEN WORTHY, OKTOBER 2017

sir Was

Musik für alle

«Ich höre ganz verschiedene Sachen – es gibt einfach so viel gute Musik», meint Joel Wästberg aus Göteborg, als Musiker bekannt als Sir Was. Joel, aufgewachsen in einem Dorf nahe dem Firmensitz von Volvo Cars, veröffentlichte im März 2017 sein Debutalbum «Digging a Tunnel». Auf dem Album spielt Joel viele Instrumente selbst, und es finden sich Klangschnipsel, die spontan irgendwo auf der Welt aufgenommen wurden.

In einem Track ist ein Straßenmusiker zu hören, der in Spanien Dudelsack spielt. «Ich kam zufällig an dem Typen vorbei und habe es aufgenommen», erzählt Joel. «Ein paar Monate später saß ich dann im Studio beim Herumprobieren, packte es mit in einen Track und dachte ‹Wow, perfekt!›. 

Die experimentelle, vielschichtige Musik von sir Was ist nicht nur Ausdruck von Joels Persönlichkeit, sondern zeigt auch gut die offene, fortschrittliche schwedische Sicht auf Musik. «Musik kann in Schweden jeder oder jede machen», meint Joel. «Egal, welchen Beruf die Eltern haben oder wie viel sie verdienen, du kannst dir ein Instrument leihen und Musikunterricht bekommen.»

Eine professionelle Musikausbildung ist für alle schwedischen Bürger kostenlos bzw. wird subventioniert, was wesentlich dazu beigetragen hat, dass dieses Land mit nur 10 Millionen Einwohnern zum drittgrößten Musikexporteur der Welt wurde. Und Dr. Johan Söderman, Dozent für musikalische Ausbildung an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg, erklärt, der ungezwungene Unterrichtsstil sei entscheidend. «Oft hat ja Bildung einen Anfang und ein Ende, aber in Schweden geht sie ein Leben lang weiter. Musikausbildung läuft hier viel demokratischer – es ist eher wie ein Lernkreis, kein Frontalunterricht.»

Nelly Daltrey, die eine Hälfte des Göteborger Indierock-Duos Pale Honey, sagt dazu: «Hier in Schweden herrscht ein sehr wohlwollendes gesellschaftliches Klima. Die Gesellschaft bietet viel Schutz. Wenn also Leute ein Instrument in die Hand nehmen und anfangen zu spielen, denken sie nicht daran, Superstars zu werden. Sie spüren einfach den Drang, kreativ zu sein, umgeben von Menschen, die an sie glauben.»

 

Josefin Öhrn

Eine kreative Umgebung

Auch ein ganz besonderes Raumgefühl gehört zur schwedischen Kreativität. «Hier in Schweden haben wir viel Platz», meint Josefin Öhrn von der schwedischen Psychedelic-Rockband Öhrn + The Liberation. «Ich glaube, das gibt einem das Gefühl, dass es vieles gibt, was grösser ist als man selbst. Und so entsteht eine ganz eigene Energie.» 

Die hypnotische Musik der Band und ihre Kreativität sind beeinflusst durch die schwedische Natur, sagt Josefins Bandkollege Fredrik Joelson. «In Schweden verbringt man viel Zeit im Freien, und ich glaube, das macht musikalisch», meint er. Lange Sommertage und weite Landschaften sind eine Inspirationsquelle, schwedische Winternächte die andere, perfekt, um sich im Studio einzubunkern. «Bei Dunkelheit und Kälte ist es leicht, einfach drinnen zu bleiben und kreativ zu sein», erklärt Fredrik. 

Für Pale Honey ist die schwedische Umgebung eine Inspiration, definiert aber nicht ihre Musik. «Schwer zu sagen, wie unser Sound wäre, kämen wir nicht aus Schweden; ich bin hier geboren und aufgewachsen. Natürlich beeinflusst das unsere Persönlichkeit und wie wir Dinge tun», meint Tuva Lodmark. «Ich glaube, viele hier in Schweden und auch anderswo in der Welt machen einfach ihr Ding, und deshalb haben sie Erfolg.»

Generation der Innovation

In Schweden wird Musik nicht einfach kreativ gemacht, sondern auch kreativ gehört. Der digitale Musikdienst Spotify stammt aus Schweden und hat unsere Hörgewohnheiten umgekrempelt. Soundcloud, eine weitere weltweite Erfolgsgeschichte im Musikstreaming, wurde auch von Schweden gegründet.

Dr. Johan Söderman hält es nicht für Zufall, dass Schweden bei der Entwicklung von Musiktechnologie führend ist. «Zum einen werden bei uns schon die Schulkinder ermutigt, ungezwungener und in Gruppen zu arbeiten – so entstehen gute Ideen», meint er. «Und es hat auch damit zu tun, dass alle, die in den 1990er-Jahren in Schweden aufgewachsen sind, einen PC besaßen, denn es gab ein staatliches Förderprogramm, mit dem man vom eigenen Gehalt einen (subventionierten) Computer kaufen konnte.» 

Um es mit den Worten von Kornél Kovács zu sagen, einem der bekanntesten House DJs und Produzenten Schwedens: «Hier oben können wir gut mit Computern. Im Haus bleiben und nerdig herumbasteln – egal, ob mit Musik oder Technik – wird hier sehr unterstützt.» Auch globale Trends werden in Schweden rasch aufgegriffen und vereinnahmt, findet Kornél: «Das ist natürlich nicht nur mir aufgefallen, aber nehmen Sie nur die großen schwedischen Erfolgsgeschichten wie ABBA oder in jüngerer Zeit Max Martin, das sind zur Perfektion gebrachte, kleinere Versionen von neuen Trends wie Disco oder R&B.»

«Musik ist wichtig. Mit Musik hat die Zeit im Fahrzeug eine ganz andere Qualität.»

VITO DI FONZO

Lead Engineer Audio

Gemacht für Musik: der Volvo XC40

«Schweden ist ein sehr innovatives Land», erklärt Vito Di Fonzo, Lead Engineer Audio bei Volvo Cars. Vito war beteiligt an der Entwicklung der Audiosysteme für den Volvo XC40 – Systeme mit innovativer Technologie für präzisen, kraftvollen Klang. Für ihn ist das Endergebnis wichtiger als der Weg dorthin. «Wenn es gut ist, spürt man das», meint er. «Mit Musik können wir alle etwas anfangen. Wir alle wissen, welche Musik wir mögen, und auch als Laien merken wir sofort, ob die Klangqualität gut ist oder nicht.»

Bei jedem Volvo XC40 ist ein belüfteter Subwoofer – ein spezieller Basslautsprecher – hinter dem Armaturenbrett montiert. Diese einmalige Lösung liefert hervorragenden Klang und macht die Lautsprecher in den Vordertüren überflüssig, die viel Platz wegnehmen und Gegenstände in den Türfächern zum Scheppern bringen können.

Beim Premium-Audiosystem hat Volvo Cars mit Harman Kardon zusammengearbeitet, einem weltweit führenden Audiohersteller. Hans Lahti, Principal System Engineer bei Harman International, erklärt, dass die 13 Lautsprecher der Anlage einen perfekt ausbalancierten Klang erzeugen. Die Schallpegel werden automatisch ausgesteuert, und die aktive Lärmkompensation sorgt für den Ausgleich bei Straßenlärm. Ein belüfteter Subwoofer im hinteren Radlauf sorgt für satte, detailgetreue Bässe. Das mag recht technisch klingen, die Vorteile jedoch liegen auf der Hand. «Das schafft einen angenehmen Klang, den man stundenlang hören kann, ohne zu ermüden», erklärt Hans.