Umwelt

Reisen, ohne Spuren zu hinterlassen

Reisen, ohne Spuren zu hinterlassen

Wir mögen uns zwar manchmal über die Kälte beklagen, aber die atemberaubenden Winterlandschaften sind ein kostbares Gut. Wäre es nicht grossartig, sie geniessen und gleichzeitig schützen zu können?

Matt O'Leary

Nachhaltig leben

Umweltschutz nehmen wir bei Volvo Cars ernst. Wir bauen Fahrzeuge, die den Härten der nordischen Landschaft widerstehen. Deshalb sind sie seit jeher so stark, widerstandsfähig und sicher – um der Winterkälte zu trotzen, durch den Schnee zu fahren und vereiste und nasse Strassen sicher zu bewältigen. Diese Fahrzeuge wurden für eine Umwelt gemacht, die gnadenlos sein kann, und doch tun wir heute alles, um sie zu bewahren und zu schützen. Das Klima kann rau sein hier, aber es ist auch schön und einzigartig.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Nachhaltigkeit zum Lebensmotto entwickelt. Wir kaufen nachhaltige Fahrzeuge, Kleidung, Lebensmittel – und auch nachhaltiger Urlaub steht zur Wahl. Reisen erweitert den Horizont, und nachhaltiges Reisen bewahrt diesen Horizont für die nächste Generation. Entdeckungstouren und Spass im Schnee – Kälte und Eis sind bei Winterreisen Teil des Vergnügens und unbedingt schützenswert.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer stabilen alten Blockhütte am Waldrand irgendwo in Skandinavien, Stille über der Landschaft, die Vorfreude auf einen aktiven Tag, warm und behaglich, während der Schnee fällt. Wir sollten immer daran denken, diesen Luxus zu geniessen und gleichzeitig so zu handeln, dass wir diese Natur für die nächste Generation bewahren. Unsere Art zu reisen ändert sich. Aber das ist etwas, was wir als verantwortungsvolle Reisende aktiv umsetzen müssen. Wo anfangen?

«Verbraucher legen viel mehr Wert auf Nachhaltigkeit, gerade junge Leute.» «Verbraucher legen viel mehr Wert auf Nachhaltigkeit, gerade junge Leute.»

Das Aus für Overalls

Werfen wir einen Blick zurück in die 1980er-Jahre. Damals war für viele ein Luxusurlaub gleichbedeutend mit Polyesteroveralls, Riesensonnenbrillen, Kreuzfahrtschiffen und eisgekühlten Martinis. Heute dagegen sind es eher biologische Weine und einheimische Käsespezialitäten an einem abgelegenen, idyllischen Ort. Unsere Vorstellung von Luxus bewegt sich zunehmend in Richtung Achtsamkeit und Nachhaltigkeit. Und mit dem Portemonnaie unterstützen wir das – eine kürzliche Umfrage von Nielsen ergab, dass 66 % der Verbraucher bereit sind, für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen.

Vor rund zwanzig Jahren waren unsere Vorstellungen zum ökologischen Reisen eher – um es mal so zu sagen – schlicht. Vor dem inneren Auge erschienen unvermeidlich Selbstgestricktes und der Geruch von Linsensuppe. Aber seit damals hat sich viel geändert. Ist Ihnen schon mal am Strand ein Schild begegnet mit der Aufschrift «LEAVE ONLY FOOTPRINTS» (Hinterlasse nichts ausser Fussabdrücken)? Als die UNO 2017 zum «Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung» erklärten, machte ihre Kampagne #travelenjoyrespect diese einfache, einprägsame Botschaft weltweit bekannt.

«Verbraucher legen viel mehr Wert auf Nachhaltigkeit, gerade junge Leute», meint Stuart Templar, Director of Sustainability bei Volvo Cars. «Wie nachhaltig ein Produkt ist und die Einstellung von Unternehmen zur Nachhaltigkeit sind bei der Kaufentscheidung immer wichtiger. Bei Volvo Cars fühlen wir uns gut aufgestellt, um diese neuen Erwartungen zu erfüllen. Wir konzentrieren uns auf Emissionsreduktion, verwenden zunehmend nachhaltige Materialien in unseren Fahrzeugen und fördern die Elektromobilität. Wir streben nach einem geringeren ökologischen Fussabdruck für das ganze Unternehmen, und bis 2025 wollen wir klimaneutral produzieren. Für uns ist Nachhaltigkeit nicht nur ethisches Prinzip, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.»

Sechs Eco-Hacks für die Reise

Mit Ihrem Volvo auf die Reise? Es ist heute wirklich einfach, lange Autofahrten sauberer zu gestalten.

Das Zelt aufschlagen

Gute Absichten sind schön und gut, aber letztendlich zählt das Ergebnis – besonders bei den wohlverdienten Ferien. Wer aber beim Thema Ferien und Nachhaltigkeit gleich Feuerstelle und nasskalte Zelte vor sich sieht, hat tatsächlich keine Ahnung, was heute alles möglich ist.

Zum Beispiel das Whitepod Eco-Hotel in Monthey in der Schweiz. Ganz neu errichtet im futuristischen Pod-Design ist es durch und durch öko. Bei Essen, Heizung, Design und Transport wird grössten Wert darauf gelegt, die urwüchsige Schneelandschaft möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die avantgardistischen Podhütten sind dank Pelletheizung kuschelig warm, und auf dem 15-Minuten-Spaziergang vom Pod zum Hotel geniessen Sie die Schönheit des stillen, schneebedeckten Waldes.

Die Wintersportassoziation Mountain Riders hat sie geschaffen, um Gleichgesinnte wissen zu lassen, ob der Lieblingsort in jeder Hinsicht ein gutes Reiseziel ist. Vier französische Skigebiete – auch Chamonix-Mont-Blanc – wurden bereits mit der grünen Schneeflocke ausgezeichnet.

Nun liegen einige dieser Orte preislich ausserhalb eines normalen Ferienbudgets. Besonderes hat natürlich seinen Preis, aber manchmal soll es vielleicht einfach ein winterlicher Kurztrip sein, ohne teure private Skipiste. Die gute Nachricht: auch einige der günstigeren Reiseportale haben sich nun der Nachhaltigkeit verschrieben. Tripadvisor zum Beispiel hat in ganz Europa das GreenLeaders-Programm eingeführt, mit allen Arten von Unterkünften, vom B&B bis zum Luxushotel. Einfach «Green Hotels» eingeben und einen Ort wählen, um anzuzeigen, was es in der Region gibt.

Richtig reisen

Ist die nachhaltige Unterkunft gefunden, kommt schon der nächste Punkt: Die richtige Kleidung und Ausrüstung zum Schutz vor Regen und Kälte. Zum Glück konzentrieren sich heute viele Outdoor-Ausrüster (z. B. Houdini, siehe Interview nächste Seite) auf Nachhaltigkeit und saubere Produktion. Für die Winterausrüstung verwenden viele Hersteller beim Futter von Jacken und Hosen synthetische Hochleistungsmaterialien statt Daunen oder zumindest nachhaltige Daunen, die als Nebenprodukt bei der Schlachtung anfallen. (Programme wie Track My Down bieten hier mehr Informationen.)

Und dann gilt es, von einem Ort zum andern zu kommen. Es gibt durchaus Möglichkeiten, um verantwortungsbewusster zu handeln. Suchmaschinen und Tools wie Momondo heben immer umweltfreundliche Zielorte und Attraktionen hervor. Aber es reicht nicht mehr, nur in einem Bereich auf Öko zu setzen ­ nur, weil das Hotel seinen Müll recycelt, entbindet uns das nicht von der Verantwortung, selbst an die Umwelt zu denken. Zum Glück tun sich mittlerweile Organisationen wie Sustainable Travel International mit Reiseanbietern zusammen, damit nicht nur die Verkehrsmittel umweltfreundlicher werden, sondern Ökotourismus insgesamt mehr Bedeutung erlangt. 

Volvo Cars engagiert sich dafür, Fortbewegung sauberer und sicherer zu machen. Zum Beispiel wollen wir bis 2015 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Strassen haben und unsere Vision ist, dass bis 2020 niemand mehr in einem neuen Volvo ums Leben kommt oder schwer verletzt wird. Und wenn alle mit den Füssen abstimmen für bessere nachhaltigere Verkehrsmittel, wird grünes Reisen bald die Norm. Bis dahin wählen wir in den Winterferien möglichst immer die sauberste Variante, um im Schnee keine schmutzigen Fussspuren zu hinterlassen.