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Herausforderung Ozean

Es erfordert ein Höchstmass an Teamarbeit, Kommunikation und körperlicher Ausdauer, um ein Segelboot acht Monate lang über 45 000 Seemeilen zu steuern, nur mit der Kraft des Windes. Das ist das Volvo Ocean Race.

Route des Volvo Ocean Race

Leidenschaft für Abenteuer

Das Volvo Ocean Race ist eine der härtesten sportlichen Herausforderungen der Welt und eine echte Prüfung für Teamarbeit und Abenteuergeist. Beim Rennen 2017/18 werden die Teams 45 000 Seemeilen über vier Weltmeere bewältigen und in 12 Städten auf sechs Kontinenten anlegen. Der Event wird rund acht Monate dauern, während der die Teilnehmer kaum Schlaf bekommen, extreme körperliche Härten erdulden und von den rauesten Meeren und Wetterbedingungen der Welt gebeutelt werden.

Die eigens dafür entworfenen Volvo-Ocean-Race-65-Yachten zählen zu den schnellsten und widerstandsfähigsten Segelbooten weltweit. Sie haben alle die gleiche Auslegung, damit nicht technische oder Ausrüstungsvorteile den Sieg bestimmen, sondern die beste Teamarbeit und die grössten Segelkünste (und eine enorme Anstrengung) gewinnen.

«Bei diesem Rennen bringt man sich selbst an die geistigen und körperlichen Grenzen, und genau das zieht die Teilnehmer an», meint Richard Mason, Chief Operating Officer des Events, der an vier Volvo Ocean Races teilgenommen hat.

«Beim Volvo Ocean Race sind so viel Leidenschaft und Emotionen im Spiel. Es ist eine sehr unmittelbare Erfahrung und geht an die Substanz. Das sieht man in den Augen von allen, die dabei waren. Sie haben es getan. Sie haben geschafft, was die Kräfte der meisten übersteigt.»

Segler auf dem Ozean in Aktion

Majestätische See

«Es gibt Momente, da hat man Angst und fragt sich, warum man sich das antut», verrät Martin Strömberg, dreimaliger Teilnehmer und Mitglied der Siegercrew 2011/12. «Bei hohem Seegang und heftigem Wind kann es furchteinflössend sein. Einmal war ich an Bord, als uns ein grosser Teil des Bugs wegbrach und Wasser ins Boot lief. Es war bei meinem ersten Volvo Ocean Race auf dem Weg nach China, knapp vor der Küste von Taiwan. Zum Glück waren wir nahe am Land. Das Boot wurde repariert, und die nächste Etappe gewannen wir.

«Das war wohl der schlimmste Sturm, den ich je erlebt habe. Die Wellen waren 14 Meter hoch. Wir konnten in der Nähe einen grossen Frachter sehen, und über dieses 300-Meter-Schiff schlugen die Wellen hinüber, vom Bug bis zum Heck.»

Aber es gibt auch Momente grosser Ruhe und Schönheit: «Es kann überwältigend sein, einfach die majestätische Weite des Meeres wahrzunehmen und das Glück des Augenblicks zu spüren. Das phosphoreszierende Meeresleuchten, Delphine auf Fischfang, oder einfach die Ruhe des Ozeans und das Leuchten der Sterne weitab von den Lichtern der Städte.»

Springender Delphin

Die Zukunft schützen

Die Segler haben auch die gute Gewissheit, etwas Sinnvolles zu tun. Sam Davies, Skipperin des nur aus Frauen bestehenden Teams SCA 2014/15, erklärt, wie das Volvo Ocean Race hilft zu zeigen, wie wichtig der Schutz unserer Ozeane ist. «Wir waren an Orten, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat, und haben Wunderbares erlebt – Delphine, Wale, Seevögel, Küsten, Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge. Und dieses Erlebnisse geben wir weiter, wir erzählen Schulkindern, dass die Meere immer noch wunderbar sind und dass es nicht zu spät ist, sie für die kommenden Generationen zu bewahren.»

Nachhaltigkeit ist wichtiger Bestandteil des Volvo Ocean Race, das sich der Kampagne für saubere Meere der Vereinten Nationen angeschlossen hat. Die Kampagne für saubere Meere soll den Plastikmüll verringern, der in den Ozeanen abgeladen wird (derzeit acht Millionen Tonnen im Jahr), und das Volvo Ocean Race will hier bereits an der Basis etwas ändern.

«Wir müssen unseren Fussabdruck verringern», sagt Mark Turner, CEO des Volvo Ocean Race. «In den Race Villages verwenden wir weniger bis gar keine Einmalgebinde aus Plastik. Jeder Gastgeberort muss einen Entsorgungsplan für Plastikabfall vorlegen, als unseren Beitrag, Plastik zu verringern.»

«In den Race Villages verwenden wir weniger bis gar keine Einmalgebinde aus Plastik. Wir wollen etwas Positives bewirken.»

MARK TURNER

CEO des Volvo Ocean Race

Durch die weltweite Berichterstattung bietet das Event die ideale Plattform, um diese Botschaft zu verbreiten – und die Zukunft zu gestalten. «Das nutzen wir, um Einstellungen und Verhalten zu ändern», meint Mark Turner. «Wir wollen etwas Positives bewirken. Es gibt 12 Gastgeberstädte, und überall können wir aktiv sein, Menschen beeinflussen, Einstellungen ändern. In jeder Stadt organisieren wir ein Bildungsprogramm für Kinder, damit sie verstehen, wie wichtig der Schutz der Weltmeere ist.»

Zu den wichtigsten Verkörperungen der Botschaft im diesjährigen Rennen zählt die Yacht Turn The Tide On Plastic, gefördert von der Mirpuri Foundation und der Ocean Family Foundation. Beide Stiftungen engagieren sich für saubere Meere und nehmen gerne die Gelegenheit wahr, beim Volvo Ocean Race dafür zu werben.

Volvo Cars unterstützt das Volvo Ocean Race, weil es so viele Werte mit dem Unternehmen teilt. «Bei Volvo steht der Mensch im Mittelpunkt», so Projektmanagerin Cindy Wang. «Menschen spielen in unserem Unternehmen die wichtigste Rolle, und das gilt auch für das Volvo Ocean Race. Auch hier zählen Innovation und Teamarbeit, es geht darum zu schützen, was wichtig ist, den Elementen zu trotzen und um erfolgsorientiertes Denken. Das Volvo Ocean Race ist eine enorme Motivation für alle Mitarbeitenden und alle Mitglieder der Volvo-Gruppe.