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Ein einmaliges Erlebniszentrum in einem ikonischen Gebäude und ein Ort der Begegnung – zu Besuch in der World of Volvo.
Nachhaltigkeit

Viel Holz und viel Licht: Die World of Volvo ist Skandinaviens größter und zugleich komplexester Holzbau.
Mehr zur World of VolvoBlauer Himmel über Göteborg, Frühling liegt in der Luft. Wir wollen zum Lyckholms Torg 1. Dem Taxifahrer ist dort keine Destination bekannt. „World of what?“, fragt er skeptisch. Er kennt offensichtlich noch nicht die neueste Attraktion der Stadt. Digitalen Karten sei Dank erreicht die VOLVO INSIDE Redaktion aber schließlich das gewünschte Ziel. Ein großes, rundes Gebäude mit Holzkonstruktion und einer Fassade aus Glas, hier sind wir richtig. Imposant, schon auf den ersten Blick, und inmitten der Stadt, in der die Geschichte der schwedischen Premium-Marke vor fast hundert Jahren begann: die World of Volvo.
Schon beim Eintreten umfängt uns ein Gefühl von einladender Offenheit. Der Blick schweift die Stufen der großen Freitreppe hinauf und folgt dem Schwung der riesigen Holzstreben. Wie die Äste eines Baumes erstrecken sich große Holzelemente über unseren Köpfen und laufen in einem Stamm zusammen. Klein wirken dagegen im Foyer der Volvo EX90 und der Volvo PV60. Der Klassiker von 1946 war ein Geschenk an König Carl XVI. Gustaf zum 50. Geburtstag und wird von ihm jährlich bei der Oldtimer-Rallye auf Öland gefahren. Und selbst der neueste, vollelektrische Volvo Truck wirkt geradezu zierlich. Die Sonne fällt durch die Glasfassade herein und taucht alles in ein warmes, leuchtendes Licht. Das Leuchten passt gut zu unserem Staunen. Wir sind bereits beeindruckt.

Diese Zahlen sprechen für sich: 2.800 Tonnen Holz aus Südeuropa und Schweden kommen auf 22.000 m² Gesamtfläche in der World of Volvo zum Einsatz.
Välkomna!
Am 14. April 2024, dem 97. Geburtstag von Volvo, wurde die World of Volvo eröffnet und anderthalb Wochen später haben wir bereits die Ehre, nicht nur die nigelnagelneue Erlebniswelt, sondern auch drei der Menschen kennen zu lernen, die an diesem Großprojekt beteiligt waren.
Als CEO der World of Volvo ist Magnus Wrahme mit allen Belangen des Hauses bestens vertraut. Wir treffen ihn auf der Treppe, die das Foyer mit dem ersten Stock verbindet. Die großen Stufen laden zum Niederlassen ein mit Sitzkissen, Tischchen oder einem Baum mit umlaufender Sitzbank. Die Suche nach einem schönen Platz für ein Interview zeigt, dass es davon hier viele gibt. „Ich habe nicht den einen Lieblingsplatz, aber ich zeige euch gern meine Favoriten“, sagt Magnus und führt uns an der Volvo Lounge und an Kreativ-Meetingräumen vorbei zu einer Sitzecke auf einer Empore im ersten Stock. Mit Blick auf das Foyer, viel Holz und weit hinaus auf Göteborg, erläutert Magnus die neue Erlebniswelt: „In der World of Volvo geht es um ein echtes Markenerlebnis, bei dem der Mensch im Fokus steht. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Volvo Cars und der Volvo Group zu gleichen Teilen. Mit zwei starken Unternehmen im Rücken konnten wir hier etwas Einzigartiges auf die Beine stellen, um auf besondere Weise viele Menschen zu erreichen. Es sind zwar zwei verschiedene Unternehmen, aber wir teilen die gleichen Werte. Dieses Haus repräsentiert die breite Vielfalt und alle Produkte, die den Namen Volvo tragen.“

Hausführung mit CEO: Magnus Wrahme bringt viel Vorerfahrung aus der Touristikbranche mit und leitet die Volvo Erlebniswelt in Göteborg
Ein Markenerlebniszentrum, zentral in Göteborg, das Ausstellung, Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Tagungen, Gastronomie und Markeninformationen vereint. Als das Gebäude mit dem damaligen Volvo Museum in Arendal aufgegeben werden musste, entwickelte sich die Idee dieses Projekts. „Wohin kann die Reise für den Kunden gehen, wenn wir größer denken, statt nur einen neuen Standort für das Museum zu finden?“, so Magnus. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir unser Markenerlebnis vermitteln, und uns darauf besonnen, wofür die Marke Volvo wirklich steht: Innovation, Sicherheit, Nachhaltigkeit, Qualität, Premium und gutes Design.“ Ende des Jahres 2017 stand der Plan, ein offenes Markenerlebnis-Zentrum zu schaffen.
Eine neue Attraktion für Göteborg
Und die World of Volvo sollte für Einzigartiges stehen. „Wir wollten hier kein vollgestopftes Markenmuseum errichten. Wir sind eine andere Art von Fahrzeughersteller: Wir wollen unsere Historie zeigen, aber auch unser Design, die Sicherheitsforschung. Wir sind eine Marke mit viel Wirkung. Immer etwas Neues, das ist das Ziel.“
Seit 1927 existiert Volvo in Göteborg. Tausende Arbeitsplätze sind mit den Volvo Unternehmen vor Ort verbunden. Die World of Volvo jetzt im Zentrum Göteborgs zu errichten, ist für Magnus ein klares Bekenntnis: „Seit fast hundert Jahren mit der Marke verbunden, gibt es hier viel Geschichte im Volvo Kontext. Und es ist auch eine Geste, als Unternehmen dieser Stadt etwas zurückzugeben – einen offenen Ort wie diesen zu schaffen, durch eine Marke, die so viele Leben berührt hat.“
„Wir wollten kein vollgestopftes Markenmuseum errichten.“
| Magnus Wrahme, CEO World of Volvo
Der Untertitel „A meeting place for a better future“ ist für Magnus und das Team der World of Volvo ein erklärtes Ziel. „Ein Ort, der einladend ist, der inspiriert, wo Menschen sich treffen und vernetzen. Lasst uns den Ort mit Inhalten füllen, die die Menschen anziehen. Es wird Programme über Mobilität von morgen, über Zukunftsvisionen geben, aber auch Musik, Wissenschaft, Kunst. Viele Veranstaltungen, die kostenlos sind, aber auch Angebote, die Eintritt kosten, wie unsere Ausstellung.“ Magnus sprüht regelrecht vor Begeisterung für diese ganzheitliche Idee. „Es geht darum, die Marke zu stärken – sodass Leute rauskommen und vielleicht mehr über die Werte, die uns wichtig sind, nachdenken. Oder sich einfach in unserem Designambiente wohlfühlen und herkommen, um Musik zu hören oder in unseren erstklassigen Restaurants schön zu essen.“

Einladend und inspirierend: Die World of Volvo bietet Menschen Raum, um sich zu treffen und zu vernetzen.
Ein Haus wie Skandinavien
Die Philosophie des Hauses basiert auf dem schwedischen „allemansrätt“, erklärt uns Magnus. Nach dem „Jedermannsrecht“ können sich die Menschen in Schweden frei in der Natur aufhalten und dort Aktivitäten nachgehen, solange sie weder Tiere, Natur oder Grundbesitzerinnen und -besitzer stören und nichts beschädigen. Dieses Konzept eines Rechts aller auf Natur gehört zu den Grundsätzen Schwedens. Dem folgt auch die Architektur der World of Volvo: ein einladender Ort für alle.
Das Design greift die typische Landschaft und die architektonische Tradition Schwedens auf. Inspiration war die schwedische Provinz Bohuslän, eine ausdrucksstarke Landschaft an Schwedens Westküste mit über 8.000 Inseln und Schären, Klippen aus Granit, üppigen Wäldern und malerischen Orten. Magnus Wrahme erzählt uns, wie der Architekt des Gebäudes vor Jahren auf diesem völlig nackten Grundstück gestanden habe, aber die Vision eines typischen Westküstenfelsens mit Bäumen und Pflanzen darauf hatte. Und so sieht das Konzept des renommierten Architekturbüros Henning Larsen Architects ein Gebäudefundament ähnlich einem Berg vor, und darauf ein Gebäude, das aus drei großen Bäumen besteht, die Wachstum symbolisieren.
Auf Natur gebaut
Holz spielt eine tragende Rolle in der World of Volvo, die als der größte und komplexeste Holzbau in Skandinavien gilt: 2.800 Tonnen Holz aus Schweden und Südeuropa wurden verbaut, 2.300 große Holzbalken und 2.700 Brettschichtholzplatten tragen das Gebäude, die größten Balken sind jeweils 34 Meter lang. Im Inneren des Rundbaus mit 110 Metern Durchmesser befinden sich drei Zylinder aus Holz, die Platz für Ausstellungen, Konferenzen und Veranstaltungen bieten. Der offene Raum dazwischen ist bis auf die skulpturalen Treppen leer. Durch die raumhohe Glasfassade verschmilzt der Bau mit der Natur in seiner Umgebung.

Verbindungsglied zwischen den Ebenen der World of Volvo, das in warmes Licht getauchte hölzerne Treppenhaus.
Das Jedermannsrecht zeigt sich in der Offenheit der Architektur und ebenso in der Funktion des Hauses selbst. Weite Bereiche sind offen zugänglich, die Räume können größtenteils angemietet werden. So finden im großen Veranstaltungssaal mit hervorragender Akustik bis zu 1.100 Gäste Platz. Im Obergeschoss sind verschiedene Meetingräume, überwiegend mit Holz verkleidet, durch die bodentiefen Fenster fällt der Blick in die vermeintlich weite Natur. Doch schafft hier das nach oben gezogene und bepflanzte Dach in Kombination mit dem Wald in weiterer Entfernung eine landschaftliche Illusion: Die dazwischenliegende Schnellstraße wird komplett ausgeblendet. Ach, wer hätte nicht gern so einen beruhigenden Ausblick beim Arbeiten. „Du fühlst dich inmitten der Natur, und das im Zentrum von Göteborg, es ist ruhig und friedlich. Und das ist der skandinavische Geist dieses Hauses“, betont Magnus. „Die Architekten haben die Markenwerte perfekt übersetzt und in einer sehr skandinavischen Art umgesetzt. Geradlinig, natürlich, nachhaltig und mit hohem Qualitätsanspruch.“

Eins mit der Natur: Die großen Glasflächen spiegeln das Blau des Himmels, das Dach ist begrünt.
Interaktiv durch Tradition und Zukunft
Ein Herzstück der World of Volvo ist die Ausstellung. Auf einem 4.500 m² großen Areal bietet sie eine Reise von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft. Hier treffen wir Hans Hedberg, Volvo Cars Heritage Manager. „Die Ausstellung ist mein Lieblingsplatz im Haus“, sagt er lächelnd mit einer einladenden Geste. Bis letztes Jahr als PR-Experte auch für das Volvo Museum zuständig, verantwortet er die ikonischen Fahrzeuge in der Sammlung und ist ebenfalls Teil des Ausstellungsentwickler-Teams. „Es ist wie ein Manifest der Marke. Es ist viel offener und auch für die Heritage-Themen erreichen wir ein viel größeres Publikum. Während wir im Volvo Museum rund 100.000 Gäste im Jahr hatten, werden die Zahlen hier mitten in Göteborg deutlich höher liegen“, betont Hans. „Wir können hier viel über die Geschichte, die Tradition und die Werte der Marke erzählen. Eben kein typisches Automobilmuseum zu schaffen, das war uns wichtig.“

Verantwortlich für 4.500 m² Ausstellungsfläche: Hans Hedberg, Volvo Cars Heritage Manager
Wir bekommen eine sehr dynamische Einführung in die Volvo Ausstellung. Dank Virtual Reality manövrieren wir ein Motorschiff mit einem Volvo Penta Antrieb in den Hafen von Smögen, oder versuchen es zumindest. Vor der großen Digitalwand, in der unsere Körper in unterschiedlichste grafische Figuren umgerechnet werden, hüpfen wir wie Kinder herum. Die Botschaft ist in vielerlei Hinsicht eine wichtige: „We are all different. Our bodies too.“ Die Geräusche der Natur erleben wir auf einem Bootsdeck im virtuellen Spitzbergen. Eine Runde im Bällebad baggern mit einer der Volvo Baumaschinen, sehr beliebt und übrigens auch die Lieblingsattraktion von Magnus. In einer Kabine mit Windkanal kann man erleben, wie einem die Wangen flattern, man geht mit Frisur rein und kommt ohne wieder heraus, dafür aber mit einem gut gemachten Video als Andenken. Sich selbst in Zeitlupe mit Bachs „Air“ als Untermalung unter dem leicht ironischen Titel „Face the beauty of aerodynamics“ zu sehen, ist definitiv einzigartig.
Der Mensch steht im Mittelpunkt
Einer von Hans’ interaktiven Favoriten ist der Fahrsimulator. In einer Comic-Welt wird hier auf spielerische Weise vermittelt, wie schnell die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt werden kann. Wir gehen durch die Galerie „One Million More“, die Hans sehr am Herzen liegt, hier sind Porträtfotos von Menschen zu sehen und ihre selbst erzählten Unfall-Geschichten zu hören.

Sicherheit als Kernwert der Marke: In der Galerie „One Million More“ erzählen Menschen ihre Unfall-Geschichten, für Volvo wichtige Informationen, um künftige Unfälle immer besser vermeiden zu können.
Besonders beeindruckt uns der immersive und responsive „Future Sense“-Part. Hier werden Sensortechniken eingesetzt, um die Körper und Bewegungen der Besuchenden in große Projektionen zu integrieren. „Wir werden hier in Computersprache dargestellt oder in Kunst eingebunden. So sprechen wir nicht über Autos, sondern erzählen indirekt von unserer Technik. Und man bekommt eine Vorstellung, was in der Zukunft der Fahrzeugsicherheit alles möglich ist.“ Wie unterhaltsam oder lustig die Exponate auch sein mögen, der auf den Menschen ausgerichtete Ansatz von Volvo und seine Vision für eine bessere Zukunft ist der rote Faden dieser Ausstellung.

Pioniere und Visionäre zum Anfassen
Vorbei am Schreibtisch, an dem einst die Volvo Gründer saßen, eröffnet sich schließlich eine beeindruckende Sammlung ausgewählter Fahrzeuge der Volvo Historie. Von den aktuell 34 Exponaten sind 18 Pkw. Hans breitet die Arme weit aus und lacht: „Willkommen in meiner Welt und dem Schaufenster der langen Tradition von Volvo!“ Wenn man dann einsteigen darf in einen der ältesten Volvo, sind neidische Blicke anderer Gäste garantiert, denn bei diesen Klassikern heißt es ja sonst „nur gucken, nicht anfassen“. Als Pionier ist der Volvo ÖV4 aus dem Jahr 1927 einer von Hans’ Favoriten. „Ein sehr robustes Auto, das auch heute noch Spaß macht zu fahren. Schon lustig, wenn man sich vorstellt, wie man schon vor knapp hundert Jahren mit diesem offenen Wagen („öppen vagn“, 4 Zylinder) mit 28 PS und wehendem Schal durch die schwedische Landschaft fuhr.“ Auf Basis von dessem Motor wurde 1928 der Volvo LV als Lastkraftwagen und als Bus entwickelt, die hier gleich nebenan stehen. Diese drei sind für Hans die frühen Helden. „Eine Marke, eine Geschichte. Auf einer gemeinsamen Plattform entstanden Pkw, Bus und Lkw, das war sehr modern gedacht. Die Nutzfahrzeuge waren, was seinerzeit gebraucht wurde, und damit sehr erfolgreich. Ein eigenes Auto war für kaum jemanden erschwinglich“, erklärt der Heritage Manager.
Wir streifen weiter durch die Sammlung, jedes Exponat steht für Meilensteine der Volvo Historie. Der Prototyp des ersten elektrischen Autos von 1976 oder der erste serienmäßige vollelektrische Volvo C30 von 2011. Ein Sicherheitsexperimentierfahrzeug von 1972 ebenso wie der am 5. Mai 1993 letztgebaute Volvo 240. Die 1974 gestartete Volvo 200 Baureihe war die meistproduzierte. „Der Volvo 240 gehört zu meinen persönlichen Favoriten“, sagt Hans. „Die kantigen Formen haben weltweit die Vorstellung von einem Volvo geprägt, einem totalen Allrounder für alle Lebenslagen, sicher und absolut zuverlässig.“ Von wunderbaren Klassikern wie dem 1956er Volvo Amazon bis zu einer aktuell wirkenden Designstudie YCC (Your Concept Car) aus dem Jahr 2004, die ausschließlich von Designerinnen entworfen wurde und einen verstärkten Fokus auf weibliche Belange legt.

An jeder Ecke etwas zu entdecken: Hans Hedberg, Volvo Cars Heritage Manager, ist stolz auf die Ausstellung, die sich sowohl um die Individualität von Menschen dreht als auch besondere Fahrzeugexponate bietet wie diesen klassischen Volvo Amazon.
Und schließlich nehmen wir Platz im sehr geräumigen Cockpit eines Volvo Trucks – und lassen den Panoramaausblick in die World of Volvo wirken. „Tradition und Zukunft gehören zusammen. Wenn wir über Mobilität sprechen oder auch über neue Mobilität, dann ist es genau das, was Volvo seit fast hundert Jahren macht. Wir kennen Mobilität, unsere Produkte sind dafür gemacht und waren zu ihrer Zeit immer innovativ“, erklärt uns Hans Hedberg, bevor wir uns zum Mittagessen in die vor uns liegende Brasserie verabschieden. Der Name CENO bedeutet auf Latein „ich speise“ – ein Augenzwinkern angesichts der lateinischen Bedeutung von Volvo: „ich rolle“.
„Wir können hier viel über die Geschichte, die Tradition und die Werte der Marke erzählen.“
| Hans Hedberg, Volvo Cars Heritage Manager
Rundum eine gute Erfahrung
Gut gestärkt treffen wir anschließend Jonas Thesslund, Head of Volvo Cars Product Experience. In einem Markenerlebnishaus dürfen auch die aktuellen Produkte nicht zu kurz kommen. „Auch wenn das Konzept des Jedermannsrechts hier überall gelebt wird, so hat doch jedes Haus auch verschlossene Türen, die sich nur auf Einladung öffnen“, erklärt Jonas schmunzelnd, während er uns die Glastür zum abgetrennten Part der Volvo Product Experience öffnet. Drei gemütliche Sitzecken mit je einem abgedeckten Volvo Neufahrzeug befinden sich in diesem großen Bereich für exklusive Kundentermine.
Die Bezeichnung „Produkterfahrung“ wird hier genau genommen und ist im wahrsten Sinne des Wortes eine „Customer Journey“: „Im Rahmen einer perfekt organisierten Reise kommen Kunden, überwiegend aus den USA, die dort ihren Volvo bestellt haben, nach Göteborg. Es ist eine echte Premium-Produkterfahrung: Die Kundinnen und Kunden werden am Flughafen persönlich abgeholt und treffen hier im Präsentationsraum erstmals auf ihren Volvo. Sie können ihn persönlich enthüllen, bekommen eine Einweisung. Und dann können sie im Anschluss direkt hinausfahren – und ihren neuen Wagen wortwörtlich ‚erfahren‘, nämlich bei einer Reise durch Schweden“, erläutert Jonas. Die Kunden können sich ein individuelles Programm zusammenstellen, Volvo Ausstellung und Werkstour, oder auch besondere Reiseziele, je nach persönlichem Kundenwunsch. Am Ende ihrer Erlebnistour kehren sie zurück nach Göteborg, von wo aus ihr Volvo dann Richtung USA verschifft wird.

Immer für Überraschungen gut: Für Jonas Thesslund, Head of Volvo Cars Product Experience, steht das Produkt-Erlebnis im Vordergrund – mit der World of Volvo hat die Marke die perfekte Basis dafür geschaffen.
Die Initialzündung dazu ginge auf zwei in den USA lebende Schweden zurück, die 1956 in ihrem Heimaturlaub einen Volvo fahren wollten und diesen am Ende ihrer Reise dann in die USA verschiffen ließen, erfahren wir von Jonas. Bis letztes Jahr führte die Auslieferungsreise immer nach Torslanda ins Volvo Hauptquartier. „Ich bin, seit die Entscheidung 2017 für die World of Volvo fiel, als einer der Ersten am Projekt beteiligt. Ich habe die enormen Chancen gesehen, das Produkt-Erlebnis mit einem Markenhaus mitten in Göteborg auf ein ganz neues Premium-Level zu bringen.“ Und in naher Zukunft soll es dieses Angebot auch für weitere Regionen Europas geben, wie uns Jonas versichert.
Schon jetzt ist es Interessierten möglich, spontane Probefahrten bei der World of Volvo zu buchen. In der Tiefgarage stehen dafür zahlreiche Fahrzeuge zur Verfügung, mit denen man direkt durch Göteborg fahren kann. Ein kostenfreier Service, der eine Produkterfahrung für alle möglich macht.
„Es geht darum, den Geist der Marke Volvo sehen, fühlen, spüren und auch hören zu können.“
| Magnus Wrahme, CEO World of Volvo
Auf die schwedische Art
Durch die facettenreichen Angebote und die Kombination von futuristischen und traditionellen Holzelementen, lichtdurchlässigem Glas und Bepflanzungen entstand hier in Göteborg eine designstarke Erlebniswelt mit Premium-Charakter – ganz nach Volvo Art. Am Ende unserer Tour treffen wir im fünften Stock noch einmal auf Magnus. Dies ist einer seiner Lieblingsspots im Haus. Die Sonne fällt durch die Glasfassade, wir sehen in der Ferne die Achterbahn von Liseberg, Skandinaviens ältestem Vergnügungspark, die Bäume verbreiten Frühlingsduft. Es fühlt sich einfach gut an. Rundum. „Darum geht es hier in der World of Volvo: den Geist der Marke Volvo mit allen Sinnen erleben zu können“, sagt Magnus mit einem Lächeln.