12. Juni 2019

Bereit für die Produktion: Volvo und Uber präsentieren selbstfahrendes Auto


Köln. Der schwedische Premium-Automobilhersteller Volvo und der Fahrdienstvermittler Uber aus den USA haben jetzt ein gemeinsam entwickeltes, selbstfahrendes und serienreifes Fahrzeug präsentiert. Der am Mittwoch (12. Juni 2019) vorgestellte Volvo XC90 ist das erste Modell, das in Kombination mit dem autonomen Uber Fahrsystem vollkommen selbstständig unterwegs sein kann. Damit erreicht die strategische Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen die nächste Stufe.

Bereits 2016 haben Uber und Volvo Cars eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung geschlossen und seitdem mehrere Prototypen entwickelt, um das autonome Fahren voranzutreiben. Jetzt folgt das erste serienreife Modell: Der Volvo XC90 als Basisfahrzeug verfügt bereits über die wichtigsten Sicherheitsfunktionen, wodurch Uber auf einfache Art und Weise sein eigenes Selbstfahrsystem installieren konnte. Mit der Technik können die selbstfahrenden Fahrzeuge künftig im Uber Netzwerk eingesetzt werden, das sich in eine autonome Mitfahrzentrale wandelt.

Zu den wichtigsten Merkmalen des serienreifen, autonom fahrenden Modells gehören mehrere Backup-Systeme für Lenkung und Bremsen sowie für die Batterieleistung. Sollte eines der Primärsysteme aus irgendeinem Grund ausfallen, greifen die Backup-Systeme sofort ein und bringen das Fahrzeug sicher zum Stillstand. Darüber hinaus sind eine Vielzahl an Sensoren auf dem Dach sowie im Fahrzeug verbaut, die gemeinsam mit der Uber Technik ein sicheres Fahren und Manövrieren auch in der Stadt ermöglichen.



Volvo XC90 T8 TWIN ENGINE AWD Automatikgetriebe: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: 2,3 | CO2-Emission in g/km: 52 | Stromverbrauch in kWh/100km: 18,2 (jeweils kombiniert)



In Kombination mit der Fahrzeugplattform von Volvo wird das selbstfahrende System von Uber eines Tages eine sichere, zuverlässige autonome Mitfahrgelegenheit bieten, ohne dass ein sogenannter „Mission Specialist“ an Bord ist. Diese speziell ausgebildeten Uber Mitarbeiter bedienen und überwachen derzeit Fahrzeuge in jenen Bereichen, die für autonomes Fahren vorgesehen und geeignet sind.

Das neue, für das autonome Fahren bereite Serienfahrzeug ist Teil einer kommerziellen Vereinbarung zwischen Volvo Cars und Uber, mit der 2016 eine Lieferung über zehntausende autonome Basisfahrzeuge in den kommenden Jahren beschlossen wurde.

Sicherheitsplus dank autonomer Antriebstechnik

„Die autonome Antriebstechnik ermöglicht es uns, die Sicherheit weiter zu verbessern – das ist das Fundament unseres Unternehmens“, erklärt Håkan Samuelsson, Präsident und CEO der Volvo Car Group. „Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts erwarten wir, dass ein Drittel aller von uns verkauften Autos völlig autonom unterwegs ist. Die Vereinbarung mit Uber unterstreicht unser Bestreben, der bevorzugte Lieferant für die weltweit führenden Fahrdienstvermittler zu sein“. „Die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Volvo ist ein wichtiger Bestandteil für den effektiven Aufbau einer sicheren, skalierbaren und selbstfahrenden Flotte“, ergänzt Eric Meyhofer, CEO der Uber Advanced Technologies Group. „Volvo ist seit langem für sein Sicherheitsbewusstsein bekannt, das den Grundstein für das neue selbstfahrende Basisfahrzeug bildet. In Kombination mit unserer selbstfahrenden Technik wird dieses Fahrzeug ein wichtiger Bestandteil im autonomen Produktportfolio von Uber sein.

Volvo Cars will ein ähnliches Basisfahrzeugkonzept für die Einführung seiner eigenen, zukünftig autonom angetriebenen Fahrzeuge Anfang der 2020er Jahre nutzen. Diese Technik, die mit der nächsten Generation von Volvo Modellen auf Basis der SPA2-Fahrzeugarchitektur eingeführt wird, ermöglicht unbeaufsichtigtes autonomes Fahren in klar definierten Bereichen wie Autobahnen und Ringstraßen. Der schwedische Premium-Automobilhersteller ist davon überzeugt, dass sich autonomes Fahren positiv auf die Verkehrssicherheit in der Gesellschaft als Ganzes auswirkt – vorausgesetzt, es sind alle Autos autonom unterwegs. Bis zu diesem Zeitpunkt erhöht die Technik den Fahrkomfort und übernimmt stressige und lästige Aufgaben wie den Stop-und-Go-Verkehr im Stau.