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  • Halbzeit beim schwedischen „One Tonne Life" Klima-Projekt

    09.05.2011
    Halbzeit beim schwedischen „One Tonne Life" Klima-Projekt

    Glattbrugg, 09. Mai 2011 – Das Aufsehen erregende, schwedische Umwelt-Projekt „One Tonne Life" der Unternehmen A-hus, Vattenfall und Volvo Cars läuft gerade erst drei Monate, und schon haben sich beachtliche Erfolge eingestellt. Die schwedische Testfamilie Lindell aus dem Stockholmer Ortsteil Hässelby konnte die CO2 Emissionen um bemerkenswerte 64 Prozent von anfangs 7,3 Tonnen auf jetzt 2,6 Tonnen pro Person im Jahr reduzieren.

     

    Mit dem Umwelt-Projekt „One Tonne Life" wollen die Kooperationspartner A-hus, Vattenfall und Volvo Cars sowie die Experten von Siemens und ICA zeigen, wie eine Durchschnittsfamilie einen rundum klimafreundlichen Lebensstil realisieren kann. Die Herausforderung, die die Testfamilie Lindell - bestehend aus Vater Nils, Mutter Alicja sowie den Kindern Hannah und Jonathan - zu bewältigen hat, ist äusserst ambitioniert. Die Lindells werden in dem sechsmonatigen Experiment versuchen, ihren Kohlendioxidausstoss auf unter eine Tonne pro Kopf im Jahr zu senken und die Umweltbilanz dadurch deutlich zu verbessern.

     

    Dafür zog die schwedische Testfamilie aus ihrem alten Haus aus den 1970er Jahren in ein neu errichtetes klimafreundliches Holzhaus um und liess auch das mehr als zehn Jahre alte Auto stehen. Mithilfe unterschiedlichster Massnahmen wollen die Lindells die drastische CO2-Senkung erreichen: Umweltfreundliches Wohnen ermöglicht das Energiesparhaus der Firma A-hus, für nachhaltige Mobilität sorgt der rein elektrisch betriebene Volvo C30 Electric, Strom aus erneuerbaren Energiequellen liefert Energieunternehmen Vattenfall. Darüber hinaus kommen neueste energiesparende Haushaltsgeräte von Siemens zum Einsatz. Ausserdem erhält die Testfamilie bei der bewussten Auswahl von Produkten fürs tägliche Leben fachkundige Beratung durch das Lebensmittel-Unternehmen ICA.

     

    „Bisher konnten wir unseren Alltag ohne grössere Kompromisse meistern. Durch die innovativen Techniken reduziert sich der Kohlendioxid-Ausstoss fast von allein und macht den Test soweit unkompliziert. Ich befürchte nur, dass wir die richtigen Herausforderungen noch vor uns haben. Von 2,6 Tonnen unter eine Tonne zu kommen, wird alle bisherigen Anstrengungen deutlich in den Schatten stellen", sagt Alicja Lindell.

     

    Grösste Einsparungen bei Mobilität und Energieverbrauch
    Die meisten Einsparungen konnte die Testfamilie in den Bereichen Mobilität und Stromverbrauch erzielen. Durch den Einsatz des Volvo C30 Electric konnte der CO2-Ausstoss um bemerkenswerte 93 Prozent gesenkt werden. Das ausschliesslich elektrisch angetriebene Volvo Modell lässt sich einfach an einer Steckdose des Energiesparhauses durch die Zufuhr erneuerbarer Energien aufladen. Zudem entschieden sich die Lindells mit dem Zug in den Skiurlaub zu fahren. Um die Emissionen noch weiter zu reduzieren, wollen sie jetzt auch verstärkt auf das Fahrrad zurückgreifen.

     

    Zur Ausstattung des Holz-Energiesparhauses der Firma A-hus gehören Solarzellen auf dem Dach und an der Südwestfassade, dreischichtige Wände mit aussergewöhnlich gutem Isoliervermögen sowie Niedrig-Energie-Fenster und -Aussentüren. Diese so genannten Plus-Energie-Häuser erzeugen mehr Energie als sie verbrauchen. Im Bereich Wohnen lassen sich die wirksamsten Einsparungen jedoch durch die Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energien erzielen. So konnte die Testfamilie damit den Kohlendioxid-Ausstoss in diesem Bereich beinahe auf Null reduzieren. Inklusive der gewonnenen Energie aus dem Testhaus ergibt sich daraus insgesamt eine Halbierung der Emissionen in diesem Testbereich.

     

    „Uns macht es auch nach drei Monaten noch Spass, die Grafiken und Diagramme über unseren täglichen Stromverbrauch auf dem Bildschirm im Hausflur zu lesen", sagt Alicja Lindell. Die Erfassung des Stromverbrauchs der Testfamilie in Echtzeit wird durch die innovative Technik Energy Watch von Vattenfall ermöglicht.

     

    Vegetarisches Essen verringert Emissionen um die Hälfte
    Während der bisherigen Testphase haben sich weitere interessante Erkenntnisse ergeben. So konnte beim Lebensmitteleinkauf durch die bewusste Wahl von lokalen und regionalen Anbietern sowie durch verstärkten Verzicht auf Fisch sowie Fleisch und wesentlich mehr vegetarischem Essen eine deutlich verbesserte CO2-Bilanz erzielt werden. Ebenfalls positiv schlug sich nieder, dass die Lindells weniger auswärts Essen gegangen sind. Sowohl die Wahl des Essens als auch des Ortes birgt noch erhebliches Einsparungspotential. Sogar die Emissionen verursacht durch Dritte, zum Beispiel bei der Herstellung von Produkten, konnten halbiert werden. In diesem Bereich sind jedoch weitere Einsparungen kaum möglich, da sie nicht in den Händen der Testfamilie liegen.

     

    Emissionen Dritter machen den letzten Schritt zum Ziel ungleich schwerer
    Die Emissionen, die durch Dritte verursacht werden, werden mit 900 Kilogramm pro Person pro Jahr beziffert. Darunter fällt der Kohlendioxid-Ausstoss, der zum Beispiel in Fabriken oder anderen Produktionsstätten bei der Herstellung verschiedenster Produkte anfällt, genauso wie Emissionen die durch Haus, Auto, Möbel, Kleidung und das tägliche Leben ausgelöst werden.

     

    „Experten bestätigen, dass die Herstellung von Produkten bezogen auf den CO2-Ausstoss weniger ein Problem darstellt, als der Gebrauch der Güter", erklärt Nils Lindell. „In unserer Testumgebung ist alles derartig Energieeffizient, dass uns das nicht tangieren muss. In diesem Punkt müssen wir einfach mit den 900 Kilogramm Kohlendioxid leben, da wir darauf keinerlei Einfluss haben. Es bleibt ohnehin ein ambitioniertes Ziel, den Ausstoss unter eine Tonne zu drücken. Wir sind jedoch sehr optimistisch, dass wir das Ziel erreichen. Denn unser Know-how wächst täglich und unsere Motivation ist stärker denn je.“


    Unter www.onetonnelife.se können die Fortschritte der Familie Lindell verfolgt werden. Ausserdem enthält die Seite zahlreiche Informationen und Grafiken zum Thema CO2-Reduzierung sowie Wissenswertes über die beteiligten Unternehmen

    Testfamilie reduziert CO2-Ausstoss um 64 Prozent
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