INNOVATIONEN ALS TRADITION

Volvo übernimmt für jede neue Fahrzeuggeneration die Rolle des Wegbereiters.

1959: Dreipunkt-Sicherheitsgurt

Es gibt wohl nur wenige auf diesem Planeten, die so viele Menschenleben gerettet haben, wie der Volvo Ingenieur Nils Bohlin – er führte 1959 den Dreipunkt-Sicherheitsgurt in die Serienfertigung des Volvo PV544 ein. Seitdem haben mehr als eine Million Menschen ihr Überleben bei Verkehrsunfällen der Tatsache zu verdanken, dass Volvo damals auf seine Patentrechte verzichtete, sodass von dieser Innovation alle profitieren konnten.

1972: rückwärts gerichteter Kindersitz

Erinnern Sie sich noch an die Bilder von Astronauten, die beim Start ihrer Raketen rücklings in ihre Sitze gepresst lagen, um die einwirkenden Kräfte aufzufangen? Genau dies diente als Grundidee bei der Entwicklung unseres rückwärts gerichteten Kindersitzes. Er soll die Belastung des Körpers bei einem Unfall verteilen und die Verletzungen so gering wie möglich halten. Die nächsten Innovationen in dieser Reihe waren 1976 der erhöhte Kindersitz und 1990 der direkt in den Erwachsenensitz eingebaute, integrierte Kindersitz.

1976: Lambda-Sonde

Die Lambda-Sonde war ein weiterer Beitrag von Volvo zu mehr Umweltschutz. Ein kleines, etwa fingergrosses Gerät – genau genommen ein Sensor zur Messung des Luftsauerstoffgehalts – führte dazu, dass wir den Ausstoss schädlicher Abgase um 90% Prozent senken konnten. Fast 40 Jahre später ist die Lambda-Sonde weltweit in fast jedem Benzinmotor im Einsatz.

1991: Seitenaufprallschutz

Der nächste bedeutende Schritt zu mehr Sicherheit war unser Seitenaufprallschutz (SIPS, Side Impact Protection System). Er wurde von Anfang an in die Fahrzeugkonstruktion integriert und bestand auf der Fahrzeuginnenseite aus einer sehr stabilen Struktur mit aufprallabsorbierenden Werkstoffen, einem Querträger im Boden sowie verstärkten Sitzen. Die Fortsetzung dieser Innovationsreihe war 1994 eine weitere Weltneuheit: der Seitenairbag.

1998: Schleudertrauma-Schutzsystem

Das Schleudertrauma ist eine schmerzhafte und auch teure Unfallverletzung. Es kommt ausserdem recht häufig vor, deshalb konzentrierten wir uns darauf, Verletzungen durch Kollisionen bei niedrigen Geschwindigkeiten zu verringern. Das entwickelte System besteht aus einer sehr robusten Kopfstütze, die nahe beim Kopf des Fahrzeuginsassen sitzt, und einer intelligenten Sitzkonstruktion, die bei einer Kollision gleichmässigen Halt gibt. Im Ergebnis konnten wir das Risiko langfristiger medizinischer Probleme um die Hälfte verringern.

1998: Kopf-/Schulterairbag

Ein weiterer sicherheitstechnischer Sprung für Volvo Cars war der Kopf-/Schulterairbag. Im Dachhimmel verborgen, verläuft er im Fahrgastraum von vorne nach hinten, bläst sich bei einem seitlichen Aufprall innerhalb von 25 ms auf und absorbiert bei seitlichen Schleuderbewegungen des Kopfes 75% der erzeugten Energie.

2002: Überschlagschutz (ROPS)

Als SUVs immer populärer wurden, hielten wir den Zeitpunkt für unsere nächste Sicherheitsinnovation für gekommen: den Überschlagschutz. Wir gingen das Problem von zwei Seiten an. Zunächst verbesserten wir die Stabilität unseres SUVs mit einer hoch entwickelten aktiven Stabilitätskontrolle (Roll Stability Control, RSC). Als Zweites verstärkten wir die Sicherheitsstruktur des Fahrzeugs mit hochfestem Borstahl im Dach.

2003: Blind Spot Information System (BLIS)

Beim Spurwechsel kann es katastrophale Folgen haben, wenn der Fahrer ein Fahrzeug im toten Winkel übersehen hat. Deshalb beschlossen wir, dass unsere Autos mit aufpassen sollten. Bei unserem BLIS (Blind Spot Information System) kommen Kameras und Radar zum Einsatz, die das Fahrzeug seitlich und im Rückraum überwachen. Gelangt ein anderes Fahrzeug in diesen Bereich, leuchtet eine Warnlampe in der Nähe des Seitenspiegels auf, sodass dem Fahrer genug Zeit zum Reagieren bleibt.

2008: City Safety

In der Unfallstatistik finden sich einige erstaunliche Zahlen: Danach ereignen sich 75% aller Unfälle mit Kollisionen bei Geschwindigkeiten bis 30 km/h – und bei 50% aller Auffahrunfälle hat der Auffahrende überhaupt nicht gebremst. Hier sahen wir eine Möglichkeit zu deutlichen Verbesserungen. Unser City-Safety-System ermittelt durch Lasertechnologie, ob die Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug wahrscheinlich ist – und wenn der Fahrer nicht bremst, tut es das Auto für ihn. Dieses System funktioniert im Bereich bis 50 km/h.

2010: Fussgänger-Erkennung mit Notbremsassistent

Von unseren Sicherheitsinnovationen sollen auch die Menschen in der Umgebung eines Volvo profitieren. Deshalb entwickelten wir ein System, das den Fahrer automatisch warnt, wenn ein Fussgänger vor das Auto läuft – und das automatisch bremst, falls der Fahrer es nicht tut. Dies ist ein bedeutender Fortschritt: Denn in den USA sind 11% aller Verkehrstoten Fussgänger, in Europa sind es schon 14% und in China sogar 26%.