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Das Volvo Sicherheits-ABC (MY 23, CMA Plattform, ADAS)
360-Grad-Kamera
Die 360-Grad-Kamera erzeugt eine digitale Rundumsicht um das Fahrzeug aus der Vogelperspektive, die auf dem großen Bildschirm im Innenraum dargestellt wird. Bestandteil des Systems sind vier Kameras mit Fischaugenlinsen – sie sind an der Frontpartie, den Außenspiegeln und oberhalb des hinteren Kennzeichens angebracht. Zudem kann sich der Fahrer mit Hilfe der neuen Technik komfortabel die Fahrzeugumgebung aus weiteren Blickwinkeln anzeigen lassen – von vorn, von hinten und von der Seite. Die 360-Grad-Rundumsicht ist vor allem dann nützlich, wenn das direkte Sichtfeld des Fahrers eingeschränkt ist, etwa beim Verlassen einer engen Ausfahrt mit Hindernissen zu beiden Seiten, oder wenn man sich rückwärts einem Anhänger nähert. Im Zoom zeigt die Heckkamera auch eine Nahansicht der Fahrzeugumgebung.
Acoustic Vehicle Alerting System
Das Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) generiert beim rein elektrischen Fahren im Geschwindigkeitsbereich bis 20 km/h künstliche Fahrgeräusche, um Fußgänger und Radfahrer auf das Fahrzeug aufmerksam zu machen. Es gehört bei allen Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Modellen von Volvo zum Serienumfang.
Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsautomatik
Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsautomatik ACC sorgt im Geschwindigkeitsbereich von 30 bis 200 km (bei Automatik ab 0 km/h) für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Die Regelanlage passt die Geschwindigkeit und den vom Fahrer selbst definierten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug automatisch an. Wenn der Blinker betätigt wurde, beschleunigt das System außerdem das Fahrzeug bei Überholmanövern ab 70 km/h.
Advanced Driver Assist System (ADAS)
Die Sensorplattform „Advanced Driver Assist System“ (ADAS) bildet die neue technische Basis für die Fahrerassistenz- und Unfallvermeidungssysteme. Anstelle der kombinierten Kamera- und Radareinheit im Bereich des Innenrückspiegels umfasst die ADAS-Plattform eine Frontkamera im Innenspiegel und ein separates, nach vorne gerichtetes Radar im abgedeckten Kühlergrill. Hinzu kommen wie beim Vorgängersystem Ultraschallsensoren vorne und hinten sowie hintere seitliche Radarsensoren. Die Hochleistungs-Steuereinheit, die bisher Teil der kombinierten Kamera-/Radareinheit war, ist nun am Heck des Fahrzeugs untergebracht. Zudem nutzt die ADAS-Plattform auch das aktuelle Kartenmaterial von Google Maps zur Optimierung der Sicherheitsfunktionen.
Advanced Stability Control
Die Advanced Stability Control ist Teil der Fahrdynamikregelung ESC (Electronic Stability Control). Das System beinhaltet einen Kreisel- und Beschleunigungssensor und erkennt frühzeitig jegliche Schleudertendenz des Fahrzeugs. Dadurch wird das Risiko eines Traktionsverlustes bei Ausweichmanövern und in Kurven weiter reduziert. Als Untersystem der elektronischen Stabilitätskontrolle sorgt zudem die Untersteuer-Kontroll-Logik für eine nochmals geringere Neigung zum Untersteuern in Kurven – und dadurch für mehr Fahrspaß und Sicherheit.
Airbags
Zur Sicherheitsausstattung gehören sieben Airbags. Der Front-Airbag für den Fahrer befindet sich mittig im Lenkrad, der Beifahrer-Airbag ist in die Armaturentafel integriert und verfügt über ein wesentlich größeres Volumen, weil er weiter vom Insassen entfernt ist. Der Beifahrer-Airbag kann bei geöffneter Tür über einen Schalter an der rechten Seite des Armaturenbretts deaktiviert werden. Die Seiten-Airbags sind Teil des Seitenaufprall-Schutzsystems SIPS. Sie sind seitlich in den Rückenlehnen der Vordersitze untergebracht und reduzieren die Gefahr schwerer Verletzungen bei einer Seitenkollision. Sie bieten jederzeit optimalen Schutz, da sie unabhängig von der Position des Sitzes bzw. der Körpergröße der Insassen immer an der richtigen Stelle platziert sind. Der Knie-Airbag auf der Fahrerseite sitzt unterhalb des Armaturenbretts und wird im Falle einer Kollision zeitgleich mit den anderen Airbags aktiviert. Er bietet zusätzlichen Schutz für die Beine und Knie des Fahrers. Die Kopf-Schulter-Airbags sind Teil des Seitenaufprall-Schutzsystems SIPS. Sie sind im seitlichen Dachbereich oberhalb der Türen untergebracht und schützen auch die Insassen der dritten Sitzreihe. Sie verhindern, dass die Köpfe der Passagiere gegen die Seitenfenster stoßen, und werden auch bei einem Überschlag des Fahrzeugs aktiviert.
Aktive Sicherheitsgurte
Die aktiven Sicherheitsgurte für den Fahrer und den Beifahrer sind Bestandteil der Run-off Road Protection. Sie verfügen über elektrische Gurtstraffer und können dadurch so stark wie möglich und nötig in zwei Stufen (170 Nm oder 300 Nm) gestrafft werden, um die Insassen in der bestmöglichen Sitzposition zu halten. Der Gurtstraffer arbeitet extrem schnell: Er kann 100 Millimeter Gurt in nur 0,1 Sekunden aufrollen. Die Gurte bleiben so lange fest angezogen, bis das Fahrzeug komplett zum Stillstand gekommen ist. Anschließend werden die Gurte wieder freigegeben. Bei den aktiven Sicherheitsgurten handelt es sich um ein komplett anderes System als bei den Gurtstraffern, die die Sicherheitsgurte mittels Pyrotechnik aktivieren.
Aktiver Spurhalte-Assistent
Der aktive Spurhalte-Assistent LKA (Lane Keeping Aid) trägt mit einem aktiven Lenkeingriff dazu bei, das Fahrzeug in der vorgesehenen Fahrspur zu halten. Dazu greift das System leicht in die Lenkung ein, wenn die Sensoren erkennen, dass das Fahrzeug die Fahrbahnmarkierungen zu überfahren droht, ohne dass der Blinker aktiv ist. Reicht das zusätzliche Lenkmoment nicht aus, sendet das System eine deutlich spürbare Vibration am Lenkrad aus.
Automatisches Notbremssystem
Das automatische Notbremssystem ist Kernstück der Volvo Sicherheitstechnik und kann zur Vermeidung von Kollisionen oder zur Abschwächung von Unfallfolgen beitragen. Das System ist aktiv im Geschwindigkeitsbereich von 4 km/h bis zur Höchstgeschwindigkeit, arbeitet bei Tag und bei Nacht, erkennt Fahrzeuge (auch stehende), Motorradfahrer, Fahrradfahrer, Fußgänger und Großtiere. Die technische Basis bildet die Sensorplattform ADAS (Advanced Driver Assist System).
Das System warnt den Fahrer über ein optisches sowie ein akustisches Signal und aktiviert die volle Bremskraft, falls der Fahrer bei einem drohenden Unfall nicht rechtzeitig reagiert. Eine Kollision mit dem vorausfahrenden Fahrzeug kann bis zu einem relativen Geschwindigkeitsunterschied von 60 km/h verhindert werden, bei Fußgängern beträgt die Differenz maximal 45 km/h, bei Fahrradfahrern 50 km/h. Eine weitere Notbremsfunktion schreitet bei drohenden Kollisionen mit auf der gleichen Fahrbahn entgegenkommenden Fahrzeugen ein – etwa mit Fahrzeugen, die aus Unaufmerksamkeit des Fahrers auf die falsche Fahrbahn geraten oder die ein anderes Fahrzeug überholen. Das Assistenzsystem warnt in einem solchen Fall den Fahrer optisch und akustisch und löst eine automatische Notbremsung aus. Damit kann die Geschwindigkeit um bis zu 10 km/h verringert und die Aufprallschwere entsprechend reduziert werden. Gleichzeitig werden die Sicherheitsgurte gestrafft, um die Insassen optimal zu schützen.
Bergabfahrhilfe (HDC)
Die Bergabfahrhilfe (Hill Descent Control) bietet die Möglichkeit, einen Hang sehr kontrolliert und sicher herunterzufahren: vorwärts mit maximal 10 km/h oder rückwärts mit höchstens 7 km/h. Dieses Tempo wird durch die Bremsanlage gehalten; der Fahrer muss weder Gas- noch Bremspedal betätigen und kann sich voll auf das Lenken konzentrieren.
Berganfahr-Assistent (HSA)
Der Berganfahr-Assistent hält den Bremsdruck nach dem Lösen des Bremspedals noch so lange aufrecht, bis der Fahrer das Gaspedal betätigt. Damit verhindert das System ein Zurückrollen des Fahrzeugs an Steigungen.
Blind Spot Information System
Das Blind Spot Information System (BLIS) erfasst Fahrzeuge, die sich im toten Winkel befinden oder sich auf benachbarten Fahrspuren von hinten nähern (Lane Change Merge Aid). BLIS arbeitet mit Radarsensoren im hinteren Stoßfänger, die den Bereich hinter und neben dem Fahrzeug permanent überwachen. Sobald das Radar ein Fahrzeug im kritischen Bereich erfasst, leuchtet im Außenspiegel eine LED-Warnleuchte auf. Betätigt der Fahrer trotz der ersten Warnstufe den Blinker, signalisiert die zweite Warnstufe durch ein schnell hintereinander folgendes und deutlich wahrnehmbares Aufblinken der LED-Leuchte die mögliche Gefahrensituation. Falls der Fahrer nicht auf die Warnungen reagiert und trotz Kollisionsgefahr zum Spurwechsel ansetzt, steuert das System das Fahrzeug mit einem aktiven Lenkeingriff sanft zurück in die richtige Fahrspur. Das System ist ab einer Geschwindigkeit von 12 km/h aktiv.
Bremsassistent
Der hydraulische Bremsassistent sorgt bei einer Notbremsung für einen erheblich schnelleren Aufbau des vollen Bremsdrucks. Er wird aktiviert, wenn der Fahrer sehr schnell auf das Bremspedal tritt. Der Aufbau des maximalen Bremsdrucks wird hydraulisch unterstützt. Tritt der Fahrer nicht rechtzeitig oder nicht stark genug auf das Bremspedal, trägt die hydraulische Bremsunterstützung dazu bei, den maximalen Bremsdruck schnellstmöglich bis in den ABS-Regelbereich hinein aufzubauen.
Bremssystemvorspannung
Zu den Funktionen der Bremsanlage gehört auch eine automatische Bremssystemvorspannung. Diese tritt in Aktion, wenn der Fahrer sehr schnell den Fuß vom Gaspedal nimmt. Das System geht dann davon aus, dass der Fahrer bremsen wird, und bereitet die Bremsen vor. Dazu wird das Hydrauliksystem vorbefüllt und die Bremsklötze werden nah an die Bremsscheiben gebracht. Bei einem Tritt auf das Bremspedal sprechen die Bremsen verzögerungsfrei an. Mit den Funktionen Bremsassistent und Bremssystemvorspannung kann der Bremsvorgang um wichtige Sekundenbruchteile beschleunigt und der Bremsweg in Notsituationen um entscheidende Meter verkürzt werden.
Connected Safety
Mit dem Connected Safety System können sich Fahrzeuge über ein Cloud-basiertes Netzwerk vor rutschigen Fahrbahnen sowie anderen Gefahren warnen. Sobald das Warnblinklicht eingeschaltet wird, wird über die Cloud ein Signal an alle ebenfalls mit dieser Technik ausgerüsteten Volvo Fahrzeuge in der Nähe gesendet, um vor der möglichen Gefahrenstelle zu warnen. Besonders nützlich ist diese Funktion vor unübersichtlichen Kurven und vor Kuppen.
Zudem warnt das System vor rutschigen Straßen und erhöht damit die Aufmerksamkeit des Fahrers für die aktuellen und kommenden Fahrbedingungen. Dazu werden mit Hilfe der Lenk-, Brems- und Beschleunigungssensoren der verbundenen Fahrzeuge Daten über die Straßenbeschaffenheit bzw. den Reibwert des Belags gesammelt und anonymisiert an alle Volvo Modelle in dem betroffenen Bereich übermittelt. Der Fahrer wird dann über eine optische und akustische Warnung vor den vor ihm liegenden rutschigen Abschnitten gewarnt und kann seine Fahrweise entsprechend den Bedingungen anpassen.
Corner Traction Control
Die Corner Traction Control ermöglicht durch eine elektronische Steuerung des Antriebsdrehmoments noch harmonischere Kurvenfahrten ohne durchdrehende Räder. Die Drehmomentsteuerung– fungiert dabei als Differenzialsperre. In Kurven wird das innere Antriebsrad abgebremst, während das kurvenäußere mehr Antriebskraft erhält. Auf diese Weise lassen sich Kurven enger fahren und die Tendenz zum Untersteuern wird reduziert. Die Corner Traction Control ermöglicht das Herausbeschleunigen aus Kurven bei voller Bodenhaftung der Räder. Sie erleichtert zudem das Fahren auf kurvigen Strecken, im Kreisverkehr und auf feuchtem Untergrund.
Cross Traffic Alert
Das Fahrer-Assistenzsystem Cross Traffic Alert (CTA) erhält seine Informationen von den in der hinteren Stoßstange installierten Radarsensoren. Sie registrieren den beidseitigen Querverkehr hinter dem Fahrzeug – beispielsweise beim Ein- und Ausparken. Das System ist besonders in lebhaften, engen oder unübersichtlichen Situationen hilfreich, wenn die Sicht durch Gebäude, Vegetation oder parkende Fahrzeuge eingeschränkt ist. Cross Traffic Alert erfasst Fahrzeuge in einem Winkel von 80 Grad und in einem Umkreis von bis zu 30 Metern. Bei kürzerer Distanz können auch Fahrräder oder Fußgänger wahrgenommen werden. Der Fahrer wird durch ein akustisches Signal aus dem linken oder rechten Lautsprecher sowie ein grafisches Signal im zentralen Display gewarnt. Bei einem Nichtbeachten der Warnsignale wird das Fahrzeug notfalls bis zum Stillstand abgebremst.
Driver Alert
Das Driver Alert System warnt den Fahrer bei Übermüdung und unkonzentrierter Fahrweise. Driver Alert nutzt die Daten der Sensorplattform, um die Bewegungsmuster des Fahrzeugs im Verhältnis zu den Fahrbahnmarkierungen auf beiden Seiten zu überwachen. Stellt das System ein ungewöhnliches (unkonzentriertes) Fahrverhalten fest, wird der Fahrer optisch und akustisch gewarnt. Mit einem Kaffeetassen-Symbol wird der Fahrer zum Einlegen einer Pause aufgefordert.
Emergency Stop Assist
Wenn der Fahrer bei ausbleibenden Lenk-, Brems- und Beschleunigungsaktivitäten nicht auf Warnhinweise reagiert, schreitet der Emergency Stop Assist (automatisches Nothaltesystem) ein und bremst das Fahrzeug automatisch bis zum Stillstand ab. Zusätzlich wird die Warnblinkanlage eingeschaltet.
Fahrdynamikregelung (ESC)
Die jüngste Entwicklungsstufe der elektronischen Fahrdynamikregelung ESC (Electronic Stability Control) garantiert Fahrstabilität und hohe aktive Sicherheit. Das System registriert neben möglichen Differenzen zwischen Fahrtrichtung und Lenkvorgabe auch die Seitenneigung der Karosserie und kann in Grenzsituationen durch frühzeitiges, präzises Eingreifen die Fahrstabilität und Kontrollierbarkeit erhalten. Sensoren registrieren permanent das Drehmoment jedes Rades sowie den Lenkwinkel, die Fahrgeschwindigkeit, die Querbeschleunigung und die Spurstabilität des Fahrzeugs. Als wichtigste Messgröße für Fahrstabilität dient darüber hinaus die Gierrate, die Bewegung des Fahrzeugs um die eigene Hochachse. Jede Tendenz zum Über- oder Untersteuern wird von den Sensoren des Systems erfasst. Mit einer Reduzierung der Motorleistung und mit einem gezielten Bremsimpuls an einem oder mehreren Rädern wird die Stabilität des Fahrzeugs wiederhergestellt. Sobald das Fahrzeug untersteuert, indem es über die Vorderräder zum Kurvenaußenrand schiebt, wird das kurveninnere Hinterrad abgebremst. Das dabei entstehende Giermoment bewirkt ein gezieltes Eindrehen in die Kurve. Beim Übersteuern wird das kurvenäußere Vorderrad abgebremst und somit ein Ausbrechen des Hecks in Richtung des Kurvenaußenrands verhindert.
Fahrradfahrer-Erkennung
Bei Fahrradfahrern, die in die gleiche Richtung fahren oder plötzlich in der Fahrspur pendeln, kann das automatische Notbremssystem bei einer Differenzgeschwindigkeit von bis zu 50 km/h einen Unfall verhindern. Bei höherer Geschwindigkeit können die Unfallfolgen verringert werden. Fahrradfahrer werden in einer Entfernung von 20 Metern in der Nacht und 50 Metern am Tag erkannt. Das System ist bis 70 km/h aktiv.
Fahrzeug-Erkennung
Das automatische Notbremssystem kann Zusammenstöße mit Fahrzeugen – auch Motorrädern, die in die gleiche Richtung fahren – vermeiden, wenn der relative Geschwindigkeitsunterschied der beiden Fahrzeuge nicht größer als 60 km/h ist. Bei höherer Differenzgeschwindigkeit trägt die automatische Bremsung dazu bei, die Konsequenzen eines Unfalls zu verringern. Fahrzeuge werden mit einem Abstand von bis zu 120 Metern erkannt. Ebenfalls erkannt werden stehende Fahrzeuge, z.B. vor Ampeln.
Fernlicht-Assistent
Das System schaltet bei entgegenkommenden Fahrzeugen automatisch zwischen Fern- und Abblendlicht um.
Fernlicht-Assistent, adaptiv
Der intelligente Fernlicht-Assistent garantiert eine bestmögliche Reichweite und Ausleuchtung und verhindert eine Blendung anderer Verkehrsteilnehmer. Der Lichtkegel des Fernlichts bleibt anders als beim herkömmlichen Abblenden im seitlichen Bereich auf beiden Seiten entgegenkommender oder vorausfahrender Fahrzeuge bestehen – es wird nur der Teil des Lichtkegels abgeblendet, der das jeweilige Fahrzeug direkt erfassen würde. Etwa eine Sekunde nachdem der Kamerasensor kein Scheinwerferlicht des Gegenverkehrs oder die Rücklichter des vorausfahrenden Verkehrs erfasst, wird die Beleuchtung wieder auf komplettes Fernlicht umgeschaltet. Die Technik erlaubt bei Geschwindigkeiten ab ca. 20 km/h ein dauerhaftes Fahren mit eingeschaltetem Fernlicht und sorgt damit für ein Plus an Sicherheit bei Nachtfahrten.
Fußgänger-Erkennung
Bei Fußgängern, die vor dem Fahrzeug die Fahrbahn betreten, kann bei einem Tempo von bis zu 45 km/h der Zusammenstoß verhindert werden, bei höherer Geschwindigkeit kann das automatische Notbremssystem dazu beitragen, die Unfallfolgen zu verringern. Fußgänger werden in einer Entfernung von 20 Metern in der Nacht (sofern diese von den Scheinwerfern des Fahrzeugs angestrahlt werden) und 50 Metern am Tag erkannt. Damit ein Fußgänger erkannt werden kann, ist ein Kontrast zum Hintergrund erforderlich, was von Bekleidung, Hintergrund, Wetterbedingungen usw. abhängig ist. Das System ist bis 70 km/h aktiv.
Geschwindigkeitsregelanlange/-begrenzung („Speed Limiter“)
Diese Funktion verhindert, dass das Fahrzeug eine vom Fahrer eingestellte Geschwindigkeit überschreitet. Der Fahrer kann diese Begrenzung vorübergehend aufheben, indem er das Gaspedal für einen Moment voll durchdrückt. Fällt die Geschwindigkeit unter die vorgegebene Grenze ab, wird die Begrenzung wieder aktiviert. Zusätzlich kann das System so eingestellt werden, dass die von der Verkehrszeichen-Erkennung erfasste aktuelle Geschwindigkeitsbegrenzung nicht überschritten wird.
Großtier-Erkennung
Die Großtier-Erkennung ist Teil des automatischen Notbremssystems. Die Funktion ist ab 4 km/h aktiv und warnt den Fahrer akustisch und optisch, wenn sich ein großes Tier (Elch, Rentier, Hirsch, Pferd, Kuh) vor dem Fahrzeug auf der Fahrbahn befindet. Sollte der Fahrer nicht auf die Warnungen reagieren, werden die Bremsen aktiviert. Im Falle einer Kollision mit einem großen Tier wird die Geschwindigkeit so um ca. 15 km/h reduziert, wenn der Fahrer nicht reagiert. Dieser Geschwindigkeitsunterschied kann den Unterschied zwischen einer leichten und einer schweren Kollision ausmachen.
Gurtstraffer
Der Sicherheitsgurt wird in kritischen Situationen und bei Kollisionen durch pyrotechnische und elektrische Gurtstraffer gespannt, um die Fahrzeuginsassen fest in den Sitzen zu halten und das Verletzungsrisiko zu verringern.
Heckaufprallabschwächung
Berechnet das Kollisionswarnsystem ein erhöhtes Risiko einer Kollision durch ein Fahrzeug, das sich schnell von hinten nähert, fangen die Blinker schneller an zu blinken als es bei der normalen Warnblinkanlage üblich ist. Damit soll der Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden. Zugleich werden Maßnahmen eingeleitet, um die Insassen des Fahrzeugs vor den Folgen eines drohenden Heckaufpralls zu schützen. So werden bei einem unmittelbar bevorstehenden Zusammenprall die aktiven Sicherheitsgurte elektrisch gestrafft, um die Insassen in der optimalen Sitzposition zu halten und das Risiko von Halswirbelverletzungen zu verringern. Bei einem stehenden Fahrzeug wird darüber hinaus das automatische Notbremssystem aktiviert, um die Gefahr von Folgeunfällen – etwa Zusammenstöße mit weiteren Fahrzeugen oder Fußgängern – zu verringern.
Indirektes Reifendruck-Kontrollsystem
Das indirekte Reifendruck-Kontrollsystem ermittelt mögliche Druckverluste durch eine vergleichende Analyse der Drehgeschwindigkeit der einzelnen Räder. Durch die Verbindung mit einer Radspektrumanalyse wird ein Druckverlust auch dann erkannt, wenn sich die Räder weiterhin mit der gleichen Geschwindigkeit drehen. Zusätzlich berücksichtigt das System Informationen wie Motordrehzahl und Drehmoment.
Intelligentes Fahrer-Informationssystem (IDIS)
Mit dem aus der Flugzeugtechnik abgeleiteten intelligenten Fahrer-Informationssystem IDIS (Intelligent Driver Information System) wird eine Reizüberflutung vermieden, damit der Fahrer seine Aufmerksamkeit ungestört auf den Verkehr richten kann. In schwierigen Fahrsituationen mit hoher Konzentrationsbeanspruchung, zum Beispiel beim Überholen, starken Lenkbewegungen oder harten Bremsmanövern, werden Informationen, die nicht sicherheitsrelevant sind, für maximal fünf Sekunden zurückgehalten und erst danach wieder freigegeben. Dazu zählen beispielsweise bestimmte Meldungen des Bordcomputers, die Sprachausgabe des Navigationssystems oder eingehende SMS und Telefonanrufe. Innerhalb dieser Fünf-Sekunden-Zeitspanne hat sich im Regelfall der normale Belastungsgrad des Fahrers wieder eingestellt.
Die IDIS-Steuerungssoftware verarbeitet die Signale zahlreicher Sensoren zu einem realistischen Abbild der Fahrerbeanspruchung. Berücksichtigt werden beispielsweise die aktuelle Fahrgeschwindigkeit, Stellung und Betätigungsgeschwindigkeit von Gas- und Bremspedal, Lenkeinschlag sowie Informationen der elektronischen Stabilitätskontrolle ESC.
Kindersicherheit (ISOFIX, i-Size)
Kindersicherheit hat für Volvo seit jeher hohe Priorität. Daher bietet Volvo diverse Systeme zum Schutz der jüngsten Passagiere an. Die äußeren Fondsitze sind serienmäßig mit ISOFIX-Aufnahmen für Kindersitze ausgestattet; optional sind die ISOFIX-Befestigungspunkte zudem für den Beifahrersitz erhältlich. Auf diesen Sitzen können somit auch i-Size Kindersitze problemlos und sicher befestigt werden
Darüber hinaus bietet Volvo eine neue Generation von Kindersitzen mit nochmals verbesserten Sicherheits- und Komforteigenschaften an. Sie wurden gemeinsam mit dem weltweit führenden Kindersitz-Hersteller Britax-Römer entwickelt und sorgen durch ihre Form und Materialien für ein höheres Sicherheits- und Komfortniveau. Zu den Kindersitzen zählen eine Babyschale (bis 13 kg oder zwölf Monate), ein rückwärts gerichteter Kindersitz (9-25 kg, neun Monate bis sechs Jahre, Volvo empfiehlt eine Nutzung mindestens bis zu einem Alter von drei bis vier Jahren) und ein Kindersitz mit vorwärtsgerichteter Sitzposition (15-36 kg, vier bis zehn Jahre). Volvo empfiehlt, dass Kinder bis zu einem Alter von drei oder vier Jahren aus Sicherheitsgründen in rückwärts gerichteten Sitzen transportiert werden, da bei einer Frontalkollision deutlich weniger Kräfte auf die noch nicht vollständig ausgebildeten Nackenwirbel und -muskulatur des Kindes wirken als bei einem Transport in einem vorwärts gerichteten Sitz.
Zusätzliche Sicherheit bietet die serienmäßige manuelle Kindersicherung für die hinteren Türen. Dadurch können Kinder die Türen weder bei stillstehendem noch bei fahrendem Fahrzeug von innen öffnen. Die Kindersicherung wird durch die Betätigung des Sicherungsknopfs in der Türkante aktiviert und kann für beide hintere Türen individuell eingestellt werden. Optional ist eine elektrische Kindersicherung erhältlich, die mit Hilfe einer Taste in der Fahrertür eingeschaltet wird.
Kreuzungs-Bremsassistent
Der Kreuzungs-Bremsassistent bremst das Fahrzeug automatisch ab, wenn der Fahrer beim Linksabbiegen in den Gegenverkehr zu steuern droht. Das System erkennt entgegenkommende Fahrzeuge beim Linksabbiegen (oder beim Rechtsabbiegen im Linksverkehr), darunter auch Motorräder und Fahrräder.
Kurvenlicht
Zusätzliche Sicherheit bietet das dynamische Kurvenlicht, das ab 40 km/h in Abhängigkeit vom Lenkradeinschlag bis zu 30 Grad zu beiden Seiten in die Kurve hineinleuchtet und damit das Sichtfeld des Fahrers in Kurven signifikant vergrößert.
Lane Change Merge Aid (LCMA)
Als Untersystem des Blind Spot Information Systems (BLIS) nimmt die Funktion Lane Change Merge Aid (LCMA) über die Radarsensoren im hinteren Stoßfänger sich schnell annähernde Fahrzeuge in bis zu 70 Metern Entfernung wahr. Sie warnt den Fahrer vor einem riskanten Spurwechselmanöver mit einem konstanten Leuchten der LEDs in den Außenspiegeln. Bei Nichtbeachtung der Warnsignale wird das Fahrzeug per Lenkeingriff automatisch zurück in die richtige Spur geführt.
LED-Scheinwerfer
Die LED-Scheinwerfer produzieren ein extrem helles Licht und erzeugen einen langen und breiten Lichtschein. LED-Leuchten sind zudem zuverlässig, wartungsfrei und bieten eine lange Lebensdauer. Das von den Leuchtdioden erzeugte Licht ist mehr als doppelt so hell wie bei Halogenleuchten und ähnelt in Reichweite und Breite dem Licht von Xenon-Scheinwerfern. Allerdings wird das LED-Licht aufgrund seiner weißeren Farbe vom menschlichen Auge als rund 15 bis 20 Prozent heller wahrgenommen als das bläulicher wirkende Xenon-Licht. Zudem ähnelt es in der Farbtemperatur eher dem Tageslicht und wirkt damit einer Ermüdung der Augen entgegen. Damit ermöglichen die LED-Scheinwerfer ein komfortableres und sichereres Fahren.
Die Scheinwerfer sind mit einer automatischen Leuchtweitenregulierung ausgerüstet, die die Reichweite je nach Beladungszustand und Anzahl der Passagiere optimal justiert. Dabei wird sogar das Eintauchen der Federung bei der Beschleunigung des Fahrzeugs berücksichtigt. Auf diese Weise sorgt das System stets für eine optimale Ausleuchtung der Straße, ohne den Gegenverkehr zu blenden.
Oncoming Lane Mitigation
Die Oncoming Lane Mitigation verringert die Gefahr von Kollisionen mit entgegenkommenden Fahrzeugen. Das System ist zwischen 60 und 140 km/h aktiv und schreitet ein, wenn das Fahrzeug die mittlere Fahrbahnmarkierung überfährt und in den Gegenverkehr zu geraten droht. Es warnt den Fahrer und steuert das Fahrzeug durch einen Lenkeingriff zurück in die richtige Spur.
Park Assist Pilot
Der intelligente Park Assist Pilot ermöglicht das Ein- und Ausparken in und aus längs und in quer zur Fahrbahn liegenden Parklücken (links und rechts). Das System übernimmt dazu die Kontrolle über das Lenkrad, während der Fahrer Schaltung und Gas- sowie Bremspedal bedient. Zwölf Ultraschallsensoren rund um das Fahrzeug liefern die dafür erforderlichen Informationen. Sobald der Fahrer den Einpark-Assistenten aktiviert, suchen die Sensoren seitlich neben dem Fahrzeug nach einem geeigneten Stellplatz (1,2-fache Länge oder Breite des Fahrzeugs). Ohne gesetzten Blinker sucht das System auf der rechten Seite nach einem Parkplatz; aktiviert der Fahrer den Blinker links, werden Parklücken auf der linken Seite gesucht, etwa in Einbahnstraßen oder Parkhäusern. Ist ein passender Parkplatz gefunden, wird der Fahrer akustisch und optisch informiert. Die Instrumentenanzeige leitet den Fahrer dann Schritt für Schritt durch den Parkvorgang.
Pilot Assist
Das Pilot Assist System ermöglicht mit der Steuerung von Gaspedal und Bremsen sowie leichten Lenkkorrekturen ein komfortables Fahren bei bis zu 130 km/h. Dies funktioniert auch dann, wenn kein anderes Fahrzeug vorausfährt. Die notwendigen Informationen zur aktuellen Fahrzeugposition im Verhältnis zu den Fahrbahnmarkierungen liefert auch hier die fortschrittliche ADAS Sensorplattform .
Pilot Assist verbindet die Funktionen der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage mit einer aktiven Lenkunterstützung. Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage sorgt für einen ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, während die Lenkunterstützung das Fahrzeug bei vorhandenen Fahrbahnmarkierungen in der Fahrspur hält. Sind keine Markierungen zu erkennen, wird die Lenkunterstützung vorübergehend deaktiviert. Ob die Unterstützung aktiviert ist oder nicht, erkennt der Fahrer an der Farbe des Lenkradsymbols im unteren Teil des Tachometers. Ein graues Lenkrad steht für deaktivierte, ein grünes für aktivierte Unterstützung. Die Abstandsregelung funktioniert hingegen auch dann, wenn keine Fahrbahnmarkierungen vorhanden sind.
Der Fahrer muss auch bei aktiviertem Pilot Assist stets beide Hände am Lenkrad haben und jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug behalten. Ein Sensor erkennt, ob der Fahrer die Hände am Lenkrad hat. Ist dies nicht der Fall, wird er zunächst optisch und akustisch gewarnt, dann wird Pilot Assist abgeschaltet. Der Fahrer muss dann eingreifen und Fahrgeschwindigkeit und Abstand wieder selbst steuern. Selbstverständlich kann er auch bei aktiviertem Pilot Assist jederzeit die Kontrolle über Lenkung, Gas- und Bremspedal übernehmen – entweder dauerhaft oder vorübergehend, etwa um die Fahrspur zu wechseln.
Pre-Prepared Restraints (PRS)
Die PRS-Technik (Pre-Prepared Restraints) stellt eine einzigartige Verbindung zwischen präventiven und schützenden Sicherheitsfunktionen dar. Das System interagiert mit den elektronischen Steuerelementen für die Airbags und den adaptiven Gurtkraftbegrenzer. Im Kollisionsfall kann das PRS-Steuermodul die Aktivität des adaptiven Gurtkraftbegrenzers in Abhängigkeit von der Aufprallstärke koordinieren und so Verletzungsrisiken weiter minimieren. PRS ist in allen Geschwindigkeitsbereichen im Einsatz, die Aktivierung des Rückhaltesystems erfolgt über eine pyrotechnische Zündeinheit im Gurtkraftbegrenzer oder über die aktiven Sicherheitsgurte.
Ready to Drive notification
Die Ready to Drive notification weist den Fahrer beim Warten im Stau oder an einer Ampel darauf hin, wenn sich das Fahrzeug vor dem Volvo in Bewegung setzt. Es ertönt ein Signalton und im Display erscheint ein Hinweis. Dieser verschwindet, sobald der Fahrer das Gaspedal betätigt, oder spätestens nach zehn Sekunden.
Road Edge Detection System
Das Road Edge Detection System erkennt bei Tag und Nacht den Fahrbahnrand. Das System unterstützt den Fahrer bei Geschwindigkeiten zwischen 65 und 140 km/h durch sanfte Lenkeingriffe dabei, das Fahrzeug sicher in der Spur und auf der Fahrbahn zu halten, und bremst das Fahrzeug notfalls ab, sollte ein Abkommen von der Straße drohen.
Roll Over Protection System (ROPS)
Das Roll Over Protection System (ROPS) mit Roll Stability Control (RSC) ist ein Überschlag-Schutzsystem, das in Zusammenarbeit mit der Fahrdynamikregelung ESC agiert. Die Sensoren des Systems können Fahrsituationen erkennen, die das Risiko eines Überschlags in sich bergen. Zu diesem Zweck überwacht ein Kreisel-Sensor permanent sowohl den Neigungswinkel als auch die Neigungsgeschwindigkeit des Fahrzeugs. Sobald die ermittelten Werte auf die unmittelbare Gefahr eines Überschlags hindeuten, werden eines oder mehrere Räder kontrolliert abgebremst und die Motorleistung gedrosselt, um die Stabilität des Fahrzeugs wiederherzustellen. Ist ein Überschlag nicht mehr zu verhindern, werden die Vorhang-Airbags ausgelöst. Sie decken den seitlichen Bereich aller drei Sitzreihen ab und verhindern Kopfverletzungen der Passagiere. Auch die Gurtstraffer werden bei einem Überschlag aktiviert.
Run-off Road Protection
Die Run-off Road Protection erhöht den Schutz der Insassen bei Unfällen, bei denen das Fahrzeug von der Straße abkommt. Dabei erfüllt es zwei Aufgaben: Es hält die Insassen bis zum Stillstand des Fahrzeugs fest in ihrer optimalen Sitzposition und beugt zugleich mit einer energieabsorbierenden Konstruktion in den Vordersitzen Wirbelsäulenverletzungen vor. Wenn die Sensoren der Sicherheitselektronik ein Abkommen von der Fahrbahn erkennen, werden die vorderen Sicherheitsgurte elektrisch so stark wie möglich und nötig in zwei Stufen (170 Nm oder 300 Nm) gestrafft, um die Insassen in der bestmöglichen Sitzposition zu halten. Die aktiven Sicherheitsgurte arbeiten extrem schnell: Sie können 100 Millimeter Gurt in nur 0,1 Sekunden aufrollen. Die Gurte bleiben so lange fest angezogen, wie das Fahrzeug sich bewegt.
Die spezielle energieabsorbierende Konstruktion zwischen Sitz und Sitzrahmen federt die hohen vertikalen Kräfte, die den Körper bei einem harten Aufprall des Fahrzeugs abseits der Fahrbahn nach unten drücken, ab. Auf diese Weise kann das Risiko ernsthafter Wirbelsäulenverletzungen, die in diesen Situationen besonders häufig auftreten, beträchtlich verringert werden.
Schleudertrauma-Schutzsystem (WHIPS)
Das patentierte Whiplash Protection System (WHIPS) von Volvo ist eine Schleudertrauma-Schutzvorrichtung. Im Falle eines starken Heckaufpralls folgen sowohl Rückenlehne als auch Kopfstütze der Bewegung des Körpers, bremsen ihn ab und reduzieren so die Fliehkräfte, die auf die Halswirbelsäule einwirken. Die Kopfstützen sind so konstruiert, dass sie während des gesamten Unfallablaufs den genau richtigen Abstand zum Kopf haben, um im Falle eines Heckaufpralls ihre größtmögliche Schutzwirkung entfalten zu können. Darüber hinaus verfügen alle Sitzplätze über einen Durchtauchschutz, die Sitze vorn zusätzlich über energieabsorbierende Sitzpolsterungen.
Seitenaufprall-Schutzsystem (SIPS)
Im Fall eines Seitenaufpralls trägt das Seitenaufprall-Schutzsystem SIPS (Side Impact Protection System) zum Schutz der Insassen bei. Die extrem belastbare Tür- und Seitenstruktur der Volvo Modelle ist darauf ausgelegt, auch dem Seitenaufprall eines größeren Fahrzeugs standzuhalten. Die SIPS Seitenairbags in den Vordersitzen schützen Brustkorb und Hüfte, während die SIPS Kopf-Schulter-Airbags zusätzlichen Schutz für Kopf und Oberkörper bieten. Darüber hinaus verfügen die neu entwickelten Sitze über einen extrem stabilen Rahmen, der aus verschiedenen Stahlsorten besteht und auch bei einem Seitenaufprall eine hohe Schutzwirkung bietet. Bei einem Heckaufprall tragen die hinteren Knautschzonen dazu bei, die Aufprallkräfte zu absorbieren.
Trailer Stability Assist (TSA)
Teil der ESC Fahrdynamikregelung ist der Trailer Stability Assist (TSA). Das System erkennt, wenn bei Gespannfahrten der Anhänger ins Schlingern gerät, und verhindert ein drohendes Aufschaukeln des Gespanns. Dabei wird das Fahrzeug durch das Abbremsen eines oder mehrerer Räder sowie die Reduzierung des Drehmoments stabilisiert.
Verkehrszeichen-Erkennung
Das System erkennt europäische und US-amerikanische Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung – auch die variablen Angaben von Einschränkungen – sowie einige der wichtigsten europäischen Verbotsschilder. Wenn der Fahrer ein „Einfahrt verboten“-Schild passiert, blinkt ein entsprechendes Symbol auf. Auf Wunsch kann ein Geschwindigkeitsalarm aktiviert werden: Wenn das Limit überschritten wird, blinkt ein entsprechendes Symbol im Tacho auf. Bei Fahrzeugen mit Head-up-Display wird die Information zusätzlich auch hier angezeigt. Außerdem nutzt die Verkehrszeichen-Erkennung die Daten des Navigationssystems, um auf die Richtgeschwindigkeit in Ortschaften hinzuweisen. Die serienmäßige Verkehrszeichen-Erkennung ermöglicht eine automatische Geschwindigkeitsanpassung.
Volvo on Call (VOC)
Volvo on Call ist ein automatisches Notrufsystem. Es bietet rund um die Uhr schnelle und zuverlässige Hilfe bei einem Verkehrsunfall oder einer Panne und ist in allen auf SPA und CMA basierenden Volvo Modellen serienmäßig an Bord.
Sobald ein Airbag oder ein Gurtstraffer ausgelöst werden, informiert das System selbsttätig die VOC Einsatzzentrale des jeweiligen Landes. Das eingebaute GPS-Satellitensystem ermittelt zugleich die genaue Position des Fahrzeugs und leitet diese Daten an den lokalen VOC Operator weiter. Der Mitarbeiter benachrichtigt umgehend Rettungsdienst und Polizei und weist ihnen den Weg zum Fahrzeug, das bis auf zehn Meter genau geortet werden kann. In einem Notfall kann der Fahrer außerdem die „SOS“-Taste in der Mittelkonsole drücken und wird dann mit einem VOC Mitarbeiter verbunden.
Zugleich bietet das System eine effiziente Pannenhilfe. Dazu drückt der Fahrer einfach die „On Call“-Taste im Fahrzeug und wird dann umgehend mit einem VOC Mitarbeiter verbunden. Dieser organisiert einen Pannendienst und führt ihn zum Fahrzeug. VOC steht grenzüberschreitend in nahezu ganz Westeuropa zur Verfügung. Das System lässt sich ebenso bei Einbruch, Diebstahl des Fahrzeugs oder bei Verlust der Schlüssel nutzen. In Verbindung mit der Volvo Cars Smartphone-App stehen zahlreiche Komfort-Features zur Verfügung. Die Applikation ist eines der am weitesten verbreiteten Kommunikationssysteme für das Auto und aktuell in rund 50 Ländern verfügbar.
Funktionsbereiche der Volvo Sicherheitssysteme
Übersicht Sicherheitssysteme
| Volvo XC40 Pure Electric | Volvo C40 | |
| 360-Grad-Kamera | ○ | ○ |
| Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) | ● | ● |
| Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsautomatik | ○ | ○ |
| Advanced Driver Assist System (ADAS) | ● | ● |
| Advanced Stability Control | ● | ● |
| Airbags | ● | ● |
| Aktive Sicherheitsgurte | ● | ● |
| Aktiver Spurhalte-Assistent | ● | ● |
| Automatisches Notbremssystem | ● | ● |
| Bergabfahrhilfe (HDC) | ● | ● |
| Berganfahr-Assistent (HSA) | ● | ● |
| Blind Spot Information System (BLIS) | ○ | ○ |
| Bremsassistent | ● | ● |
| Bremssystemvorspannung | ● | ● |
| Connected Safety | ● | ● |
| Corner Traction Control | ● | ● |
| Cross Traffic Alert | ○ | ○ |
| Driver Alert | ● | ● |
| Emergency Stop Assist | ● | ● |
| Fahrdynamikregelung (ESC) | ● | ● |
| Fahrradfahrer-Erkennung | ● | ● |
| Fahrzeug-Erkennung | ● | ● |
| Fernlicht-Assistent | ● | ● |
| Fernlicht-Assistent, adaptiv | ○ | ○ |
| Fußgänger-Erkennung | ● | ● |
| Geschwindigkeitsregelanlage/-begrenzung | ● | ● |
| Großtier-Erkennung | ● | ● |
| Gurtstraffer | ● | ● |
| Heckaufprallabschwächung | ○ | ○ |
| Indirektes Reifendruck-Kontrollsystem | ● | ● |
| Intelligentes Fahrer-Informationssystem (IDIS) | ● | ● |
| Kindersicherheit | ● | ● |
| Kreuzungs-Bremsassistent | ● | ● |
| Kurvenlicht | ○ | ○ |
| Lane Change Merge Aid | ○ | ○ |
| LED-Scheinwerfer | ○ | ○ |
| Oncoming Lane Mitigation | ● | ● |
| Park Assist Pilot | ○ | ○ |
| Pilot Assist | ○ | ○ |
| Pre-Prepared Restraints | ● | ● |
| Ready to Drive notification | ● | ● |
| Road Edge Detection System | ● | ● |
| Roll Over Protection System (ROPS) | ● | ● |
| Run-off Road Protection | ● | ● |
| Schleudertrauma-Schutzsystem (WHIPS) | ● | ● |
| Seitenaufprall-Schutzsystem (SIPS) | ● | ● |
| Trailer Stability Assist (TSA) | ● | ● |
| Verkehrszeichen-Erkennung | ● | ● |
| Volvo on Call (VOC) | ● | ● |
● Serie ○ Option