Volvo XC60 ist das weltweit erste Fahrzeug mit „City Safety"
Unfälle bei niedrigen Geschwindigkeiten werden vermieden oder abgeschwächt
Der neue Volvo XC60 verfügt serienmäßig über das von Volvo entwickelte Sicherheitsfeature City Safety, das typische Stadtunfälle bei niedriger Geschwindigkeit und im Stop-and-Go-Verkehr ganz vermeiden hilft oder die Auswirkungen deutlich abschwächt. In Kombination mit der jüngst vorgestellten Technologie des Bremsassistenten Pro mit Einleitung einer Notbremsung bietet Volvo damit automatische Notbremsfunktionen für alle Geschwindigkeitsbereiche.
Neueste Untersuchungen zeigen, dass sich 75 Prozent aller registrierten Verkehrsunfälle bei Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h abspielen; in der Hälfte der Fälle hat der Fahrer überhaupt nicht gebremst, weil er abgelenkt wurde.
In solchen Situationen kann City Safety den entscheidenden Unterschied ausmachen - es leitet im Falle einer drohenden Auffahrkollision automatisch eine Notbremsung ein. Ein Unfall kann auf diese Weise ganz vermieden werden, sollte dies nicht mehr möglich sein, so lassen sich zumindest jedoch die Verletzungsrisiken für die Insassen senken und die Reparaturkosten begrenzen.
„City Safety ist ein weiterer Beleg für die konsequente Forschung und Arbeit von Volvo, Unfall-Präventionssysteme für reale Verkehrssituationen zu entwickeln. Jetzt bieten wir dieses System erstmals im neuen Volvo XC60 serienmäßig an", sagt Jonas Ekmark, Manager of Preventive Safety im Göteborger Volvo Safety Centre.
Der Präsident und CEO von Volvo Fredrik Arp, ist überzeugt davon, dass „der neue Volvo XC60 der sicherste Volvo aller Zeiten" ist und in der Summe die Spitze der Volvo Sicherheitstechnologie darstellt. „Er bündelt sämtliche Kompetenzen und Erfahrungen, die das Unternehmen in über 80 Jahren erarbeitet hat. Vielleicht ist er momentan sogar das sicherste Auto überhaupt", sagt Fredrik Arp.
Vorteile für alle Beteiligten
City Safety bietet zahlreiche Sicherheitsvorteile:
1. Schutz der Insassen des Fremdfahrzeugs:
Den besten Schutz für alle Beteiligten bietet ein Unfall, der nicht stattfindet, was mit City Safety häufig möglich ist. Aber auch bei einer unvermeidbaren Kollision trägt das System zur Reduzierung der Aufprallkräfte bei. Mit dem Ergebnis, dass die Passagiere des vorausfahrenden oder stehenden Fahrzeugs von möglichen Verletzungen wie einem Schleudertrauma verschont bleiben.
2. Schutz der eigenen Insassen:
Kollisionen mit einem stehenden oder vorausfahrenden Fahrzeug bergen nicht nur körperliche Verletzungsrisiken, sondern können in Folge auch psychisch stark belasten. Deswegen liegt in der Funktion von City Safety auch für die Passagiere des auffahrenden Fahrzeugs eine erhebliche Schutzwirkung.
3. Reduzierte Reparaturkosten:
Da selbst kleinere Kollisionen erhebliche Reparaturkosten nach sich ziehen können, ist City Safety auch aus dem wirtschaftlichen Blickwinkel der Zeit- und Kostenersparnis vorteilhaft. Volvo verhandelt derzeit mit den Versicherern über reduzierte Prämien für Fahrzeuge, die über dieses Sicherheits-feature verfügen.
Wirksamer Geschwindigkeitsbereich bis 30 km/h
City Safety ist bei Geschwindigkeiten bis 30 km/h aktiv. Stellt City Safety bei einem plötzlichen Bremsmanöver des Vordermanns eine Kollisionsgefahr fest, wird das eigene Bremssystem vorgespannt. Reagiert der Fahrer weiterhin nicht, wird automatisch eine Notbremsung eingeleitet. Liegt die Relativgeschwindigkeit zwischen beiden Fahrzeugen unterhalb von 15 km/h, kann City Safety Zusammenstöße vollständig vermeiden. Im Bereich 15 bis 30 km/h dagegen liegt der Fokus darauf, die Aufprallgeschwindigkeit so weit wie möglich zu verringern.
Verkehrsüberwachung per Lasersensor
Ein optischer Laser im oberen Bereich der Frontscheibe reagiert auf Fahrzeuge beziehungsweise Hindernisse in einem Abstand von bis zu zehn Metern voraus. Auf Basis dieses Abstandes und der eigenen Geschwindigkeit wird fünfzigmal pro Sekunde die Stärke einer eventuell erforderlichen Bremskraft berechnet, die zur Verhinderung eines Auffahrunfalls erforderlich wäre. Übersteigt dieser Wert ohne Reaktion des Fahrers eine definierte Grenze, reduziert City Safety selbsttätig das Antriebsmoment und aktiviert die Bremse.
Natürliche Funktionsgrenzen
City Safety ist bei Tag und Nacht gleichermaßen einsatzbereit. Dennoch unterliegt die Sensorik den Einschränkungen aller konventionellen optischen Systeme. Da Nebel, Schnee oder Regen die Messung stören können, muss die Frontscheibe - trotz des Umstandes, dass der Sensor im Säuberungsbereich der Scheibenwischer liegt - schmutz-, eis- und schneefrei gehalten werden.
„City Safety entbindet den Fahrer selbstverständlich nicht von der Verantwortung, einen Sicherheitsabstand einzuhalten. Die automatische Bremsfunktion wird erst dann aktiv, wenn eine Notsituation eingetreten und eine Kollision sehr wahrscheinlich ist", betont Jonas Ekmark.
Neue Funktion steuert im Kollisionsfall das Gurt-Rückhaltesystem
Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit interagiert der Lasersensor mit den elektronischen Steuerelementen für die Airbags und adaptiven Gurtkraftbegrenzer. Diese neue, im Volvo XC60 erstmals vorgestellte PRS-Technologie (Pre-Prepared Restraints) stellt eine einzigartige Verbindung zwischen den präventiven und den schützenden Sicherheitsfunktionen dar: Dank zusätzlicher Informationen durch den Lasersensor kann das PRS-Steuermodul im Kollisionsfall die Aktivität des adaptiven Gurtkraftbegrenzers in Abhängigkeit von der Aufprallstärke koordinieren und so Verletzungsrisiken weiter minimieren. PRS ist in allen Geschwindigkeitsbereichen im Einsatz, die Aktivierung des Rückhaltesystems erfolgt über eine pyrotechnische Zündeinheit im Gurtkraftbegrenzer.
Zwei weitere Sicherheitsinnovationen
Im neuen Volvo XC60 helfen zwei weitere neue Volvo Sicherheitsfunktionen bei der Stabilisierung des Fahrzeugs in Grenzsituationen.
1. Weiterentwickelte Fahrdynamikregelung DSTC:
Die jüngste Entwicklungsstufe der elektronischen Fahrdynamikregelung DSTC (Dynamic Stability and Traction Control) registriert neben möglichen Differenzen zwischen Fahrtrichtung und Lenkvorgabe auch die Seitenneigung der Karosserie und ist dadurch in der Lage, in Notsituationen durch frühzeitiges und besonders präzises Eingreifen die Fahrstabilität und Kontrollierbarkeit zu erhalten.
2. Anhänger-Stabilisierungskontrolle TSA:
Die TSA-Funktion dämpft im Zugwageneinsatz mögliche Aufschaukeltendenzen des Anhängers. Zusammen mit DSTC unterstützt das System durch rad-selektive Bremsimpulse und die Zurücknahme des Motordrehmoments den Fahrer dabei, das Gespann zu stabilisieren. TSA ist unabhängig vom Fahrbahnzustand wirksam und steht bei der Ausrüstung des Fahrzeugs mit einer Zugvorrichtung als Sicherheitsoption zur Verfügung.
Volvo XC60 markiert Spitze der Volvo Sicherheitstechnologie
Neben innovativen Fahrer-Assistenzsystemen wie City Safety, Anhänger Stabilisierungskontrolle TSA (Trailer Stability Assist) und der jüngsten Entwicklungsstufe der Fahrdynamikregelung DSTC bietet der neue Volvo XC60 sämtliche Technologien zur Unfallvermeidung und zum Insassenschutz, über die Volvo derzeit verfügt.
Ganzheitliche Sichtweise
1927 konstatierten die Volvo Gründer Assar Gabrielsson und Gustaf Larson schlicht und treffend, dass Autos von Menschen gefahren würden und deswegen „die Sicherheit als Leitprinzip hinter allem stehen muss, was bei Volvo getan wird."
Seitdem hat Volvo immer wieder wegweisende Sicherheitstechnologien auf den Markt gebracht. So zählt der 1959 vorgestellte Dreipunkt-Sicherheitsgurt zu den effektivsten Lebensrettern auf der Straße. Die Liste von Volvo Entwicklungen wurde über die Jahre immer länger und umfasst heute zahlreiche Meilensteine der Fahrzeug- und Insassensicherheit - von der Knautschzone über die Sicherheits-Fahrgastzelle, Airbag und Schleudertrauma-Schutzsystem bis hin zu aktuellen Hightech-Assistenzsystemen wie DSTC.
Allerdings bestimmt nicht die Summe von Einzeltechnologien die Gesamtsicherheit, sondern die Qualität ihrer Vernetzung und Interaktion. Die Sicherheit eines Volvo ist deswegen immer ein integriertes Gesamtkonzept. Diese ganzheitliche Sichtweise war von Beginn an eine Säule der Unternehmensphilosophie und ist es bis heute.
Im Mittelpunkt steht der Fahrer
Sicherheitsentwicklungen bei Volvo fokussieren sich auf die drei Schwerpunkte Auto, Verkehr und Mensch. So soll der Fahrer jederzeit reaktionsbereit und in der Lage sein, in Stresssituationen schnelle Entscheidungen zu treffen - was oftmals leichter gesagt ist als getan.
„Unfälle sollten man nicht als etwas Unvermeidbares ansehen. Wir konzentrieren uns auf Lösungen, die den Fahrer darin unterstützen, kritische Situationen frühzeitig zu erkennen und Kollisionen zu vermeiden. Die richtigen Technologien können dazu betragen, solche Situationen zu entschärfen", sagt Jonas Ekmark, Manager Preventive Safety im Volvo Safety Centre.
Analyse und Entwicklung in fünf Phasen
Als ein Technologieführer in Sachen Verkehrssicherheit ist Volvo in zahlreiche Forschungsprojekte involviert - immer unter der Prämisse, Sicherheitsentwicklungen so weit wie möglich aus der Perspektive der Menschen zu betrachten und die Verkehrsrealität zu erfassen. Über traditionelle Methoden der Unfallanalyse hinaus bezieht Volvo eine erweiterte, in fünf Teile untergliederte Sequenz in die Betrachtung ein - angefangen bei der unkritischen Situation vor dem Unfall bis zum Szenario nach dem Crash. Auf dieser Basis entstanden auch die Sicherheitsinnovationen, die im neuen Volvo XC60 zu finden sind.
Phase 1: Unkritische Situation
In der ersten Phase geht es darum, Gefahrenpotenziale im Ansatz zu erkennen und zu verhindern. Eine uneingeschränkte Rundumsicht und klare Rückmeldungen von Fahrwerk, Motor, Bremsen und Lenkung gehören deshalb bei Volvo zu den Basisanforderungen. Ein weiteres Kernkriterium ist die für Wohlbefinden und Aufmerksamkeit wichtige Innenraumgestaltung, ebenso ist das Vermeiden von Fahrten unter Alkoholeinfluss Bestandteil der Unfall-Präventionsstrategie.
Darüber hinaus hat Volvo in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Technologien präsentiert, die den Fahrer in seiner Konzentration auf das Verkehrsgeschehen unterstützen:
• Alkoholtester (Alcoguard):
Fahrzeugintegriertes, leicht bedienbares und zuverlässiges System mit modernster Brennstoffzellen-Technologie, mit dem der Fahrer die Alkoholkonzentration seines Atems überprüfen kann.
• Driver Alert - Fahrerassistenzsystem:
System zur Warnung bei Übermüdung oder Unaufmerksamkeit des Fahrers. Das System registriert irrationale und unkontrollierte Fahrzeugbewegungen innerhalb der Fahrbahnmarkierungen und warnt frühzeitig bei drohendem Sekundenschlaf oder anderen Ablenkungen (z. B. Telefonate).
• Aktives Geschwindigkeits-/Abstandsregelsystem:
Die adaptive Geschwindigkeitsregelung überwacht per Radar kontinuierlich die vorgewählte Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug und korrigiert Abstandsschwankungen durch Anpassen der Geschwindigkeit.
• Distanzwarner:
Unterstützt den Fahrer dabei, den eingestellten Abstand zum vor ihm fahrenden Auto einzuhalten (arbeitet unabhängig davon, ob das aktive Geschwindigkeits-/Abstandsregelsystem eingeschaltet ist oder nicht).
• Blind Spot Information System (BLIS):
Überwacht bei Tageslicht und Dunkelheit den toten Winkel des Außenspiegel-Sichtfeldes und warnt gegebenenfalls per Leuchtsignal.
• Intelligentes Fahrer-Informationssystem (IDIS):
Leitet in Verkehrssituationen mit hohem Konzentrationsbedarf zweitrangige Informationen (z. B. Anrufe, SMS-Nachrichten) zeitverzögert weiter.
• Bi-Xenon Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht:
Bewegliche Scheinwerfer, die durch Ausleuchten des inneren Kurvenbereichs die aktive Sicherheit erhöhen.
• Reifendruckwarnanzeige (TPMS):
Kontinuierliche Überwachung des Reifenfülldrucks per Sensoren in den Reifenventilen.
• Rückfahrkamera:
Macht beim Rückwärtsfahren und Rangieren den Bereich hinter dem Fahrzeug sichtbar.
Phase 2: Konfliktsituation
In Notsituationen - beispielsweise wenn das Fahrzeug ins Schleudern gerät oder sich zu schnell auf ein stehendes Hindernis zubewegt - kommen präventive Sicherheitsfunktionen zum Einsatz. Sie stabilisieren entweder das Auto oder warnen den Fahrer, um dessen Handlungsspielraum zu erweitern.
• Dynamische Fahrdynamikregelung (DSTC):
DSTC stabilisiert das zum Ausbrechen tendierende Fahrzeug durch Reduzieren des Motordreh-moments und radselektive Bremseingriffe. Im Volvo XC60 kommt die jüngste Entwicklungsstufe zum Einsatz, bei der zusätzlich die Rollneigung der Karosserie in den Regelkreislauf einbezogen ist.
• Driver Alert - Fahrerassistenzsystem:
Driver Alert signalisiert dem Fahrer mit einem dezenten Warnton, wenn das Fahrzeug ohne ersichtlichen Grund Fahrbahnmarkierungen kreuzt. Unfälle durch versehentliches Verlassen der Fahrspur können so vermieden werden.
• Roll Stability Control (RSC):
Das System berechnet das Gefahrenpotenzial eines seitlichen Überschlags und wirkt entsprechenden Tendenzen durch Reduzieren des Motordrehmoments und radselektive Bremseingriffe entgegen.
• Bremsassistent Pro:
Nähert sich der Fahrer ohne Reaktion dem vorausfahrenden Fahrzeug, wird er mittels einer Warnlicht-Projektion per Headup-Display in der Frontscheibe sowie akustisch alarmiert - eine Funktion, dank der sich in den meisten Fällen eine Kollision vermeiden lässt.
• Anhänger-Stabilisierungskontrolle (TSA):
Dämpft mögliche Aufschaukel- und Pendelbewegungen bei Fahrten im Anhängerbetrieb durch ge-zieltes Abbremsen einzelner Räder des Zugwagens sowie Reduzieren des Motordrehmoments.
TSA kommt als Neuentwicklung im Volvo XC60 erstmals zum Einsatz.
Phase 3: Unfallvermeidung und Begrenzung von Unfallfolgen
Die Situation: Das vorausfahrende Fahrzeug ist so nah, dass eine Auffahrkollision unvermeidlich ist und maximale Verzögerung gefragt ist. In diesem Fall können verschiedene Sicherheitsfunktionen die Schwere des Unfalls und Verletzungsrisiken für die Insassen begrenzen. Trotzdem muss betont werden, dass auch die leistungsfähigsten Sicherheitssysteme den Fahrer nicht von seiner Verantwortung entbinden.
• City Safety:
Diese bislang einzigartige Volvo Entwicklung hilft dem Fahrer, typische Stadtunfälle bei niedriger Geschwindigkeit zu vermeiden. Nähert sich dieser ohne erkennbare Reaktion dem vorausfahrenden Fahrzeug, löst die serienmäßige Funktion City Safety selbsttätig eine Bremsung aus. Das System wird im neuen Volvo XC60 als Weltneuheit vorgestellt.
• Bremsassistent Pro mit automatischem Bremseingriff:
Dieses System setzt zunächst akustische und optische Warnsignale ab, spannt im zweiten Schritt zwecks Verkürzung der Ansprechzeit das Bremssystem vor und leitet im letzten Schritt die Notbremsung selbsttätig ein.
• Adaptive Bremsleuchten (EBL):
Die Rückleuchten signalisieren eine Notbremsung durch schnelles Blinken. Aktiviert werden sie durch das Regeln des ABS-Systems oder wenn die Bremsverzögerung 0,7g überschreitet.
Phase 4: Kollision
In dieser Phase kommt es darauf an, Verletzungsrisiken für die Fahrzeuginsassen zu minimieren. Alle Volvo Modelle weisen Konstruktionsmerkmale auf, die sie zu den sichersten Vertretern ihrer jeweiligen Klasse machen. Dazu gehören fortschrittliche Sicherheitseinrichtungen einschließlich Dreipunktgurten, Gurtstraffern, Front-, Seiten- und Kopf-Schulterairbags sowie eine extrem steife Fahrgastzelle. Zugleich sind die Fahrzeuge darauf ausgelegt, Unfallgegnern und beteiligten Fußgängern maximalen Schutz zu bieten.
• Reduzieren der Aufprallgeschwindigkeit:
Automatischer Bremseingriff reduziert die Aufprallgeschwindigkeit.
• Verformungszonen:
Die Frontstruktur der Volvo Modelle ist in Zonen unterteilt, die im Crashfall unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Die äußeren Zonen dienen vor allem dem Energieabbau durch Verformung: Je näher die eingeleitete Aufprallenergie der Fahrgastzelle kommt, desto höher die Struktursteifigkeit und geringer die Verformbarkeit. Das Ziel: die Fahrgastzelle möglichst deformationsfrei zu halten.
• Unterer Querträger zum Schutz kleinerer Fahrzeuge:
Der untere Hilfsrahmen im Vorderwagen des Volvo XC60 verfügt über einen zusätzlichen Querträger, der auf Stoßfängerhöhe konventioneller Fahrzeuge positioniert ist. So ist sichergestellt, dass im Kollisionsfall die Schutzstruktur des Unfallgegners in den Energieabbau einbezogen wird.
• Fußgängerfreundliche Frontgestaltung:
Eine weiche, fußgängerfreundlich proportionierte Fahrzeugfront im Bereich des Stoßfängers und eine entsprechend gestaltete Motorhaubenkontur mit integrierten Wabenstrukturen senken bei Kollisionen mit Fußgängern deren Verletzungsrisiken.
• Kompakte Triebwerke in Quereinbau:
Volvo Modelle verfügen über quer eingebaute Triebwerke und Frontantrieb. Diese Konfiguration schafft Freiraum für eine effiziente Gestaltung der Deformationszonen und mindert bei Frontalkollisionen die Gefahr eindringender Komponenten.
• Dreipunkt-Sicherheitsgurte:
Bereits 1959 entwickelte der Volvo Ingenieur Nils Bohlin den Dreipunkt-Sicherheitsgurt, der seitdem in sämtlichen Modellen der Marke zum Standard zählt. Heute ist dieses wichtige Sicherheitsfeature weltweit eine Selbstverständlichkeit im Automobilbau.
• Gurtstraffer:
Im Kollisionsfall fixiert der Straffungsmechanismus den Passagier durch Beseitigung der „Gurtlose" im Sitz und wirkt damit einer unerwünschten Vorwärtsverlagerung entgegen.
• Airbags:
Bei Volvo findet eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Airbag-Schutzwirkung bei Frontal- und Seitenkollisionen statt. Volvo war der erste Autohersteller weltweit, der für seine Fahrzeuge sitz-
integrierte Seitenairbags und den Kopf-Schulterairbag „Inflatable curtain" (IC) anbot.
• Seitenaufprall-Schutzsystem (SIPS):
Eine präzise berechnete Kombination hochfester Stähle schützt im Crashfall die Fahrgastzelle vor Verformung oder eindringenden Komponenten. Nach offiziellen und Volvo internen Statistiken mindert die patentierte SIPS-Technologie im Zusammenwirken mit dem Seitenairbag schwere Brustkorbverletzungen um über 50 Prozent.
• Schleudertraum-Schutzsystem (WHIPS):
Die von Volvo entwickelte Technologie WHIPS zur Vermeidung von Verletzungen der Halswirbelsäule zählt zu den wirkungsvollsten Systemen ihrer Art. Dabei „begleiten" die vorderen Kopfstützen im Falle eines Heckaufpralls einen Teil der Vorwärtsverlagerung des Körpers und dämpfen dadurch die Härte des Rückpralls.
• Beschichtete Fensterflächen:
Das für den Volvo XC60 optional erhältliche Panoramadach besitzt eine spezielle Beschichtung, die die Gefahr des Zerbrechens oder Splitterns reduziert. Die übrigen Fensterflächen können ebenfalls mit diesem Sicherheits- und Komfortmerkmal geordert werden.
• Zweistufige Kindersitze:
In den frühen Siebzigerjahren entwickelte Volvo als erster Autohersteller einen eigenen Kindersitz. 2007 präsentierte man eine weitere Neuheit auf diesem Gebiet: ein fahrzeugintegriertes, zweistufig höhenverstellbares Sicherheitspolster für Kinder, das einen optimalen Gurtverlauf im Beckenbereich und bessere Sicht nach außen sicherstellt. Das System umfasst außerdem einen speziellen, auf das Gewicht von Kleinkindern ausgelegten Sicherheitsgurt und Kopfairbag (Inflatable curtain).
• ISOFIX-Aufnahmen:
Volvo zählte zu den Initiatoren der Entwicklung des international gültigen ISOFIX-Standards zur schnellen und sicheren Befestigung von Kindersitzen in Autos.
Phase 5: Nach der Kollision
Volvo besitzt eine jahrzehntelange Erfahrung und entsprechende Auswertungen von Unfällen mit Beteiligung von Volvo Fahrzeugen. Um dabei auch die Phase vor der Kollision zu berücksichtigen, erweiterte man die Statistiken um Detailuntersuchungen und Rekonstruktionen der gesamten Handlungskette und generierte damit eine Wissensbasis, die permanent in Sicherheitsentwicklungen einfließt.
Volvo On Call: Geschieht ein Unfall mit Gurtstraffer- und Airbagauslösung, geht automatisch ein Notruf an eine 24-Stunden-Servicezentrale. Von dort aus kann ein Operator die Position des Fahrzeugs bestimmen, die Besatzung telefonisch unterstützen oder sofortige Hilfsmaßnahmen einleiten. Ebenso ist es möglich, diesen Service durch Betätigen eines SOS-Schalters in der Armaturentafel manuell abzurufen. Volvo on Call ist in verschiedenen europäischen Märkten verfügbar und steht in Kombination mit dem fahrzeugintegrierten Mobiltelefon optional zur Verfügung.
Volvo Unfallforschung
Die Wurzeln der Volvo Unfallforschung reichen bis in die 60er-Jahre zurück. Kurz zuvor hatte der Volvo Ingenieur Nils Bohlin den Dreipunkt-Sicherheitsgurt entwickelt, der anschließend in allen Modellen des schwedischen Herstellers zum Ausrüstungsstandard wurde.
Eine 1966 gestartete Untersuchung über die Schutzwirkung des Dreipunktgurtes erfasste über den Zeitraum eines Jahres sämtliche Unfälle in Schweden mit Volvo Beteiligung. Mit dem klaren Ergebnis, dass dieses elementare Sicherheitsdetail die Verletzungshäufigkeit um etwa die Hälfte reduzierte. In der Folge wurden umfangreiche Datensammlungen über die exakten Abläufe in verschiedenen Unfallkonstellationen angelegt und in zukünftige Entwicklungen eingebracht. 1970 folgte die Entscheidung, ein eigenes Unfall-Forschungsteam einzurichten, das seitdem aktiv ist. So wurden im Verlauf der letzten fast 40 Jahre Daten aus über 36.000 Unfällen gesammelt, die einen Grundstein für die heutige Position von Volvo bilden - als Trendsetter nicht nur in Sachen Fahrzeugsicherheit, sondern auch der Verkehrssicherheit im Allgemeinen.
Das Volvo Safety Centre
Um jeweils höchste Sicherheitsstandards bieten zu können, beinhalten die Volvo Entwicklungsprogramme zwischen 100 und 120 reale Crashtests im Volvo Sicherheitszentrum. Und bevor der erste Prototyp rollt, wurde das betreffende Modell in virtuellen Simulationsverfahren bereits tausende Male gecrasht. Das Sicherheitszentrum am schwedischen Volvo Stammsitz in Göteborg wurde im Jahr 2000 in Betrieb genommen und zählt zu den fortschrittlichsten Einrichtungen ihrer Art. Die dort durchgeführten Tests bilden eine effiziente Ergänzung zu den Erfahrungswerten aus der Volvo Unfallforschung.
Meilensteine der Fahrzeugsicherheit
1944 Sicherheits-Fahrgastzelle
1944 Verbundglas-Frontscheibe
1959 Dreipunkt-Sicherheitsgurt vorn
1960 Gepolsterte Instrumententafel
1964 Prototypen-Test des ersten rückwärts gerichteten (Reboard-)Kindersitzes in einem Volvo
1966 Zweikreis-Bremssystem mit Aufteilung auf je drei Räder
1966 Deformationszonen
1967 Sicherheitsgurte im Fond
1968 Kopfstützen vorn
1969 Dreipunkt-Sicherheitsgurte mit Trägheitsmechanik vorn
1970 Etablierung der Volvo Unfallforschung
1972 Dreipunkt-Sicherheitsgurte im Fond
1972 Rückwärts gerichtete (Reboard-)Kindersitze und kindersichere Türschlösser
1972 Volvo Experimentalfahrzeug „VESC"
1973 Energie absorbierende Lenksäule
1974 Energie absorbierender Stoßfänger
1974 Sicherheitsorientierte Tankanordnung
1978 Kinder-Sicherheitspolster
1982 Unterfahrschutz
1982 Weitwinkel-Außenspiegel
1984 Antiblockier-Bremssystem ABS
1986 Bremslichtanordnung auf Augenhöhe
1986 Dreipunkt-Sicherheitsgurt am Mittel-Fondsitz
1987 Gurtstraffer
1987 Fahrerairbag
1990 Fahrzeugintegrierte Kinder-Sicherheitspolster
1991 Seitenaufprall-Schutzsystem SIPS
1991 Automatische Gurthöhenverstellung vorn
1993 Dreipunkt-Sicherheitsgurt mit Trägheitsmechanik an allen Sitzen
1994 Seitenaufprall-Schutzsystem SIPS mit Seitenairbags
1997 Überschlagschutz ROPS (Volvo C70)
1998 Schleudertrauma-Schutzsystem WHIPS
1998 SIPS Kopf-/Schulterairbag (Inflatable curtain)
1998 Dynamische Stabilitäts- und Traktionsregelung DSTC
2000 Inbetriebnahme des Volvo Safety Centre in Göteborg (29. März)
2000 ISOFIX-Aufnahmen
2000 Zweistufig auslösende Airbags
2000 Volvo Pannen- und Unfallhilfe Volvo On Call
2000 Inbetriebnahme eines neuen Crashlabors im Volvo Safety Centre, Göteborg
2001 Volvo Sicherheitsstudie Safety Concept Car (SCC)
2002 Roll Stability Control RSC
2002 Überrollschutzsystem ROPS (Volvo XC90)
2002 Unterer Zusatzquerträger zum Schutz des Unfallgegners bei Frontalkollisionen (Volvo XC90)
2002 Entwicklung eines „schwangeren" Crashtest-Dummies
2003 Intelligentes Fahrer-Informationssystem IDIS
2003 Patentierte Frontstruktur zur Reduzierung von Aufprallkräften
2003 Inbetriebnahme des Bangkok's Traffic Accident Research Centre (TARC)
2004 Blind Spot Information System (Überwachung des „toten Winkels")
2004 Türintegrierter Seitenairbag für Cabriolets (DMIC)
2005 Volvo „Co driver"-Informationssystem
2005 Forschungsprojekt „Multi Lock" (kombiniertes Kontroll- und Schließsystem Alkohol/Gurtschloss/Tempolimitierung)
2006 aktives Geschwindigkeits-/Abstandsregelsystem
2006 Bremsassistent Pro mit zusätzlicher Vorspannung des Bremssystems
2006 In die Fernbedienung integrierter „Personal Car Communicator" (PCC)
2006 Bi-Xenon Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht
2007 integrierte zweistufige Kindersitze
2007 Bremsassistent Pro mit zusätzlicher Vorspannung des Bremssystems und Einleitung einer Notbremsung
2007 Driver Alert, Fahrerassistenzsystem zur Warnung bei Übermüdung und unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur
2007 Alcoguard
2008 Rückhalte-Systemsteuerung Pre-Prepared Restraints (PRS)
2008 City Safety zur Vermeidung von Stadtunfällen