Volvo XC40

Technologie auf Fingerdruck

Die Grenzen zwischen Smartphone und Fahrzeugtechnologie verschwimmen zunehmend, und das Ergebnis ist ein immer intuitiveres Erlebnis, sagt Andreas Ropel, Innovation Manager bei Volvo Cars.

VON ANTHONY TEASDALE, 2018

Andreas Ropel

«Ich habe mein eigenes intelligentes Haus gebaut», sagt Andreas Ropel, Innovation Manager bei Volvo Cars. «Alles ist vernetzt – Beleuchtung, Türen, Heizung. Ich kann alles über eine App vom Smartphone aus steuern, oder sogar mit Siri.»

Erst dieses nahtlose Zusammenspiel von Technologie macht sie wirklich nützlich, meint Andreas. Und bei Volvo Cars ist seine Aufgabe, Benutzerschnittstellen in Fahrzeugen ebenso intuitiv zu machen wie bei einem Smartphone. Der neue XC40 zum Beispiel hat so viel Rechenleistung, dass er Dinge tun kann, bei denen vor wenigen Jahren durchschnittliche Laptops noch kapituliert hätten. Und dabei reichen zum Ausführen oft ein simples Wischen, eine Berührung oder ein Stimmkommando.

Im Mittelpunkt steht wie immer bei Volvo Cars der Mensch. «Wir schauen hin, hören zu und lernen von Menschen», sagt Andreas. «Für den XC40 haben wir in Schweden, China, Deutschland und den USA Workshops mit Kunden veranstaltet, um neue Funktionen und Hardware mit verschiedenen Zielgruppen zu testen. Wir schauen auf alles, von Textfarbe und Schriftgrösse bis zum haptischen Feedback beim Drücken einer Schaltfläche», meint er weiter. «Wir wollen wissen, wie leicht sich eine Aufgabe von Anfang bis Ende ausführen lässt und wie intuitiv das funktioniert.»

Tests machen einen Grossteil von Andreas’ Arbeit aus. «Es geht darum, sicherzustellen, dass alles so funktioniert wie gedacht», sagt er. «Das bedeutet, man muss an der Software feilen und alle möglichen Szenarien in Betracht ziehen, damit der Kunde zuverlässig jedes Mal das gleiche mühelose Erlebnis hat. Eine Lernkurve in dem Sinn sollte es nicht geben – man macht etwas ein-, vielleicht zweimal, und dann ist es zur zweiten Natur geworden.»

Viele Funktionen des neuen Volvo XC40 werden über den zentralen Touchscreen gesteuert – den hat er gemeinsam mit den grösseren Modellen der Reihen XC60 und 90. Mit seiner deutlichen, klaren Grafik und dem Hochformat zum besonders einfachen Lesen von Text und Karten reduziert er Ablenkungen auf ein Minimum. Die Oberfläche des Screens ist entspiegelt und reagiert so leicht, dass er sogar mit Handschuhen bedienbar ist. «Es geht uns darum, dass Sie damit alles Gewünschte rasch und möglichst mühelos bekommen», sagt Andreas.

Design und Funktionen des zentralen Touchscreens weisen deutliche Parallelen zu Funktionsweise von Smartphones auf, und das ist kein Zufall. «Mobilgeräte – ob Smartphone, Tablet oder Wearable – sind heute sehr wichtig für uns», meint Andreas. «Und das ist sehr verständlich, denn sie können so viel und sind so leicht zu bedienen. Aus der Art, wie Menschen damit interagieren, lässt sich viel lernen.»

Ihre Inspiration beziehen Andreas und sein Team aus Entwicklungen in aller Welt – und dabei ist es entscheidend, immer an der Spitze zu bleiben. «Ereignisse wie die Consumer Electronics Show [Messe für Unterhaltungselektronik jährlich im Januar in Las Vegas] sind da sehr hilfreich», sagt er. «Und wir behalten generell die neusten technologischen Trends im Auge und schauen, ob sich Dinge abzeichnen, die uns beim Finden von Lösungen helfen können.»

Das 12,3“-Fahrerdisplay im XC40 zeigt sehr gut, wie mit der richtigen Technologie ein personalisiertes, mehr auf den individuellen Nutzer zugeschnittenes Erlebnis entstehen kann. Sie haben die Wahl unter verschiedenen Looks und Farbschemata je nach Stimmung, und die Helligkeit passt sich automatisch an das Umgebungslicht an, sodass alles immer gut sichtbar ist.

Die Sprachsteuerung im XC40 ist ein weiteres Beispiel für dieses Zusammenspiel. Klimaanlage, Navigation, Medien und Telefonfunktionen lassen sich allein per Stimme bedienen. Und weil das System natürliche Sprache erkennt, müssen Sie keine Befehle auswendig lernen. Das macht den XC40 zum virtuellen Assistenten, der Ihnen das Leben erleichtert. Genau wie beim Smartphone können Sie per Stimmkommando im Internet suchen, eine App öffnen, eine Nachricht diktieren oder einen Tisch im Restaurant reservieren. Oder, wie im Haus von Andreas Ropel, abends beim Zubettgehen das Licht ausschalten.