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Silent Safari: Mit dem Volvo EX40 durch Südafrika

Vollelektrisch durch Südafrika, ein Abenteuer. Denn: Strom ist nicht immer überall verfügbar. Nicht die besten Voraussetzungen für unseren elektrischen Roadtrip, aber wir sind vorbereitet und werden positiv überrascht.

Elektrifizierung

EX40

Ein heller Volvo EX40 steht am Rand einer sonnenbeschienen Straße mit Berg im Hintergrund

Treuer Reisegefährte: Mit dem Volvo EX40 geht es vollelektrisch zu den schönsten Zielen Südafrikas.

Entdecken Sie den Volvo EX40

Wir fahren mit einem vollelektrischen Volvo EX40 durch Kapstadt, den Signal Hill hoch, besteigen den Lion’s Head oberhalb der Stadt und machen Ausflüge an die Strände in Clifton. Außerdem haben wir das südliche Cap im Visier, um in Boulder Beach die Pinguine zu beobachten und in Muizenberg die bunten Strandhäuser zu fotografieren. Zum Abschluss schleichen wir uns mit einem Volvo XC90 Plug-in-Hybrid im Kruger-Nationalpark an Löwen und Nashörner heran. Ein Abenteuer. Denn: Strom ist nicht immer und überall verfügbar. Nicht die besten Voraussetzungen für unseren elektrischen Roadtrip, aber wir sind vorbereitet und werden positiv überrascht.


Etappe 1: Von Kapstadt nach Gqeberha mit dem vollelektrischen Volvo EX40


Ein lauer Wind weht über den Atlantik zu uns an die Küste, wo wir unseren ersten „Red Cappuccino“ (Rooibostee mit aufgeschäumter Hafermilch) trinken. Ein dicker Wolkenteppich bricht wie ein Wasserfall über die Kante des Tafelbergs hinunter, während wir einen Blick auf die digitale Karte des Anbieters „GridCars“ werfen. Hier sind alle öffentlichen Ladestationen Südafrikas eingetragen. Wir sind mit einer südafrikanischen Variante des Volvo EX40 mit Twin Motor und Allradantrieb unterwegs und wollen uns vorab einen Überblick verschaffen. Siebzehn Jahre lang gehörte „Load Shedding“ – die geplante vorübergehende Abschaltung der Stromversorgung in bestimmten Gebieten – zum Alltag in Südafrika. Dank Investitionen in Milliardenhöhe spielt das aber seit Ende März 2024 keine große Rolle mehr. Dem elektrischen Abenteuer steht nichts mehr im Weg.

An einem Strand mit Meer und Felsen im Hintergrund stehen zahlreiche Pinguine

Ob Lion’s Head, buntes Viertel Bo-Kaap, Strandhäuser von Muizenberg oder Traumstrände wie Boulder Beach mit Pinguinen – Kapstadt und Umgebung mit Kamera und vollelektrischem Volvo zu erkunden, ist beeindruckend.

Unser erster Ladevorgang führt uns ins Zentrum Kapstadts nahe der beliebten Kloof Street. In der Tiefgarage eines Hotels lädt der Volvo an der AC-Säule gut bewacht, während wir eine Straße weiter beim Abendessen sitzen. Mit vollem Akku sollen wir laut Datenblatt bis zu 478 Kilometer schaffen, das reicht locker für die nächsten drei Tage und unsere Ausflüge rund um Kapstadt. Wir erkunden unter anderem den Signal Hill, fahren an tolle Strände wie Clifton und Camps Bay und in die berühmten Weinberge von Stellenbosch. Bevor es dann Richtung Kap der Guten Hoffnung weitergeht, laden wir noch schnell bei einem Volvo Händler. Nach knapp einer Stunde sind wir wieder startklar.


Raus aus der Stadt, rein ins Abenteuer

Auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung fahren wir eine der schönsten Küstenstraßen der Welt entlang, den Chapman’s Peak Drive. Abgesehen von wenigen sehr tiefen Schlaglöchern sehen die meisten Straßen super aus. Allerdings ist der Belag sehr wellig. Dadurch steigt der Verbrauch. Auch die sommerlichen Temperaturen, denen wir mit der Klimaanlage entgegenwirken, treiben den Stromverbrauch nach oben. Doch den großen 69-kWh-Akku bekommen wir so schnell nicht klein. Daher wollen wir mit dem vollelektrischen Volvo in mehreren Etappen über 1.000 Kilometer die Garden Route bis Gqeberha fahren.



»In Europa gibt es heute fast 20 Millionen Elektroautos. Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent sind es schätzungsweise weniger als 70.000, die sich über 54 Länder verteilen. Spitzenreiter ist das Land Südafrika. Hier sind bereits über 6.000 Elektroautos unterwegs. Und in einem sitzen wir.«



Um das zu schaffen, müssen wir fast alle verfügbaren Schnellladestationen auf dem Weg mitnehmen. Sonst wird es eng. Die erste soll direkt am Wasser im 200 Kilometer entfernten Küstenort Hermanus stehen – mit Blick auf eine beliebte Bucht für Wale. Je länger wir unterwegs sind, desto klarer wird, dass wir Hermanus nicht nur wegen der Aussicht ansteuern werden. Der Volvo federt Unebenheiten der Straße gekonnt ab, hält den Innenraum angenehm kühl und filtert die Luft, aber er saugt dafür auch alle 100 Kilometer etwa 23 Kilowattstunden aus dem Akku.

Ein weißer Volvo EX40 steht in der Sonne an einer Schnellladestation, die an einem Gebäude hängt

Von widerwilligen Ladesäulen lässt Autor Felix J. Strohbach sich nicht abschrecken und bewies, dass man in Südafrika nicht stromlos liegen bleiben muss.

Mit weniger als 40 Prozent erreichen wir Hermanus. Die Sonne scheint und vor uns erstreckt sich der Indische Ozean. 100 Prozent Sonnenstrom verspricht die Ladestation. Der Stecker passt. Das wirkt alles viel zu perfekt. Ich halte die Karte vor das Display der Ladestation und warte. Eine Fehlermeldung. Also weiter zu einer AC-Säule an einem Hotel. Dort dasselbe Spiel. Langsam komme ich ins Schwitzen. Noch mal ein paar hundert Meter weiter soll es eine AC-Säule an einer Shoppingmall geben. Na gut. Letzter Versuch. Der Stecker sitzt, das Lämpchen blinkt, alles wird grün. Erleichterung. Dann kaufen wir jetzt eben alles, was wir für die kommenden Tage benötigen. Nach einer halben Stunde ist der Akkustand noch unter 50 Prozent, aber wir wollen nicht im Dunkeln ankommen. Knapp 150 Kilometer werden wir wohl noch schaffen.


Es geht bergauf, es geht bergab. Der Straßenbelag bleibt wellig und herausfordernd. Immerhin wird es draußen kühler. Als die Sonne gerade die ersten Bergspitzen berührt, rollen wir auf das Gelände der Farm „La Berg Stud“. Noch knapp 15 Prozent Akku, aber die nächste Ladestation ist über 30 Kilometer entfernt. Unser Gastgeber und Farmbesitzer Hanno ist zum Glück hochinteressiert an unserem vollelektrischen Volvo und kramt sofort alle Verlängerungskabel heraus, die er finden kann. Nebenbei erzählt er uns, dass auf seiner Farm bald ein Ladepark entstehen soll. Das Unternehmen Zero Carbon Charge möchte im ganzen Land netzunabhängige Ladestationen errichten. Sie sollen mit großen Energiespeichern ausgestattet sein und mit Solarenergie betrieben werden. Bis dahin kann uns Hanno nur die Steckdose in einem seiner mit Solarpaneelen bestückten Schuppen anbieten. Am nächsten Abend haben wir dann 100 Prozent.

Ein weißer Volvo EX40 steht im Abendlicht auf einer unbefestigten Landstraße neben dem hölzernen Zaun einer Pferdekoppel.

Auch raue Straßen nimmt der Volvo EX40 souverän unter die Räder und federt Unebenheiten gekonnt ab.

Südafrika mit E erleben

Mit neuer Energie und neuem Mut brechen wir nach Plettenberg Bay auf, diesmal mit drei Schnellladestationen auf der 300 Kilometer langen Route. Eine davon wird schon funktionieren. Nach 75 Kilometern fließen in Heidelberg satte 60 Kilowatt in den Akku, während wir beim Brunch sitzen. 120 Kilometer weiter in der Küstenstadt Mossel Bay dockt an der Schnellladestation ein zweiter Volvo EX40 an. Warum er elektrisch fährt, erzählt uns Besitzer Xolani aus Kapstadt: „Ich mag einfach, wie Elektroautos fahren. Außerdem ist es langfristig günstiger für mich, Strom statt Benzin zu tanken.“


Und das, obwohl in Südafrika importierte E-Autos wegen höherer Einfuhrzölle als auf Verbrenner deutlich mehr kosten. Xolani geht es aber auch um den Pioniergeist. „Die Tatsache, dass es etwas komplett Neues ist, finde ich spannend. Viele Menschen hier in Südafrika sind noch skeptisch, deshalb wollte ich das einfach ausprobieren und den Leuten zeigen, was die Vorteile von Elektroautos sind.“


Die letzte Etappe ins 210 Kilometer entfernte Gqeberha planen wir ohne Ladestopp, aber mit Pause in Jeffreys Bay und Abstecher nach Sardinia Bay. Dort erwartet uns eine sogenannte Wanderdüne, die uns ein Stück entgegenkommt. Vor uns erhebt sich eine Hügellandschaft aus Sand, die wir auch mit unserem elektrischen Allrad-Antrieb nicht durchkreuzen können. Die Düne ist in den letzten Jahren ein ganzes Stück landeinwärts gewandert und hat Straßen und Parkplätze verschlungen. Wir stellen das Auto ab und laufen zu Fuß weiter, denn wir hören bereits das Rauschen des Ozeans. Es ist faszinierend, wie der Sand erbarmungslos weht und alles unter sich begräbt. Nur das Meer kommt dagegen an und weist ihn mit seinen peitschenden Wellen in die Schranken. Nach einem ausgiebigen Strandspaziergang und einer kurzen Abkühlung stapfen wir sonnengebadet zurück zum Auto.

3/4 Heckansicht eines weißen Volvo EX40 vor einer großen Sanddüne

Lautlos macht der vollelektrische Volvo EX40 auf jedem Terrain eine gute Figur. Nur bei der südafrikanischen Wanderdüne in Sardinia Bay muss auch der schwedische Allrad-Stromer passen.

Eine Viertelstunde später erreichen wir das Ziel dieser Tour: Gqeberha. Lange als Port Elizabeth bekannt, wurde die Stadt 2021 umbenannt. Der neue Name stammt aus einer der elf offiziellen Landessprachen, Xhosa. Ein klares Symbol für die Abkehr von den ehemaligen Kolonialmächten, die das Land und seine Bewohner jahrhundertelang ausgebeutet haben.


Das Resümee unserer bisherigen Reise: 1.000 Kilometer mit dem Elektroauto entlang der südafrikanischen Küste zu fahren, ist mit guter Planung definitiv machbar. Für unseren abschließenden Ausflug zum Kruger-Nationalpark steigen wir dennoch um – auf einen Volvo XC90 Plug-in-Hybrid.

In der Abendsonne steht ein Mann in der geöffneten Tür eines weißen Volvo EX40

Autor Felix J. Strohbach: Als Journalist, Gründer des Online-Magazins strohbonaut.de und Chefredakteur von „arrive“ ist er immer offen für jedes Abenteuer in Sachen Mobilität der Zukunft.

Etappe 2: Im Kruger-Nationalpark mit dem elektrifizierten Volvo XC90 Plug-in-Hybrid


Mit brüllendem Motor brettert ein Safari-Fahrzeug an uns vorbei. Hinten sitzen Touristen mit Kameras und vorne ein Ranger, der mit einer Hand das Lenkrad herumwirbelt und mit der anderen sein Funkgerät umklammert. Sein Verhalten lässt darauf schließen, dass es eine spektakuläre Wildtiersichtung in der Nähe gab. Wir hängen uns an seine Fersen.


Plötzlich wird der Wagen vor uns langsamer. Wir erreichen eine Brücke, auf der bereits zwei weitere Fahrzeuge mit stotternden Motoren warten. Die Ranger grüßen sich und geben einander Handzeichen, wohin sie schauen sollen. Im Gebüsch sitzen zwei Löwen. Wir wechseln in den Elektromodus und schleichen uns näher heran. Um uns herum werden die Motoren abgestellt und es herrscht kurz Ruhe. Die Löwen wirken unbekümmert, bleiben aber in ihren Verstecken. Erst als einer der Safari-Wagen wieder den Motor anschmeißt, um weiterzubrettern, rappelt er sich auf und trottet davon. Wie herrlich wäre es doch, führen alle Fahrzeuge im Park elektrisch.

  • Im grünen Gras und unter Büschen liegen Löwen
  • Ein Zebra läuft durch hohes, hellgrünes Gras
  • Eine Giraffe steht zwischen hohen grünen Bäumen
  • Ein großer Vogel sitzt auf einem dicken Ast eines Baumes
»Wir können zeitweise elektrisch auf Safari gehen und haben deshalb oft mehr Zeit mit den beeindruckenden Tieren.«

| Felix J. Strohbach, Autor

Safarispaß auf leisen Sohlen

Mittlerweile fahren wir fast durchgängig im Elektromodus. Mit dem 18-kWh-Akku des Volvo XC90 haben wir bis zu 73 Kilometer elektrische Reichweite. Danach springt der Benzinmotor an. Für gelegentliche Anschleichmanöver reicht es allemal. Aus dem entgegenkommenden Fahrzeug kommt ein Handzeichen. Wir bleiben stehen und lassen die Fenster herunter. Das Pärchen mit französischem Akzent erklärt uns, dass sie ein paar Kurven weiter ein Nashorn gesehen hätten. Wir bedanken uns und rollen leise weiter, bis wir es entdecken.


Es ist sogar eine kleine Nashornfamilie. Mutter, Vater und Kind. Sie liegen auf dem Bauch und beobachten uns skeptisch. Zu Recht, denn von Menschen geht für Nashörner leider noch immer die größte Gefahr aus. Laut World Wildlife Fund (WWF) wurden allein in der ersten Jahreshälfte 2024 über 200 Tiere in Südafrika für ihr Horn von Wilderern getötet.

Ein Nashorn steht auf einer begrünten Fläche zwischen Bäumen

Der Kruger-Nationalpark im Nordosten des Landes ist das größte Wildschutzgebiet Südafrikas. Hier kommen wir ganz nah ran an die „Big Five“ und andere faszinierende Bewohner.

Als Präventionsmaßnahme nehmen die Ranger des Nationalparks den ausgewachsenen Nashörnern die Hörner ab. Das erhöht ihre Überlebenschancen. Außerdem dürfen Nashornsichtungen nicht mit Standortdaten geteilt werden und die Ranger verwenden Codenamen für die Tiere.


Wir genießen den Moment mit der Nashornfamilie umso mehr. Er ist nicht von langer Dauer, denn schon bald rumpelt aus der Ferne der nächste röhrende Safari-Wagen an. Dem Nashornvater wird das zu bunt. Er richtet sich auf und macht einen Schritt nach vorne, ohne den Blick von unserer Fahrzeugkolonne abzuwenden. Mutter und Kind stapfen hinter ihm davon. Dann verschwindet auch er im Gebüsch.

Ein silberner Volvo XC90 Plug-in-Hybrid wird unter einer Überdachung geladen

Felix J. Strohbach über die Vorteile des Volvo XC90 Plug-in-Hybrid als Safari-Fahrzeugs: »Geparden jagen auf leisen Sohlen, Löwen bleiben liegen und Nashörner kuscheln weiter.«

Nirgendwo wird der Vorteil des leisen Elektro-Antriebs deutlicher als in einem Nationalpark. Hier geht es nicht mal um Abgase oder Klimaziele, sondern schlicht um das Vergnügen der Touristen. Mit dem Plug-in-Hybrid Volvo XC90 konnten wir erleben, welchen Unterschied eine elektrische Safari macht. Geparden jagen auf leisen Sohlen, Löwen bleiben liegen und Nashörner kuscheln weiter.

Ein Volvo XC90 steht vor einem Gebäude

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