Der neue Volvo EX60 bringt eine grundlegende Neuerung in die Fahrzeugproduktion von Volvo Cars: Als erstes Volvo Modell setzt das vollelektrische Premium-SUV auf Megacasting. Beim hinteren Unterboden werden bis zu 100 konventionelle Karosseriekomponenten durch ein einziges Aluminiumgussteil ersetzt. Die dafür eingesetzte Technologie stammt von der Schweizer Bühler Group mit Hauptsitz in Uzwil.

Im neuen Volvo EX60 steckt mehr Schweizer Innovation, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Das vollelektrische Premium-SUV ist das erste Modell auf der neuen SPA3-Architektur von Volvo Cars und zugleich der erste Volvo, bei dem Megacasting in der Serienproduktion zum Einsatz kommt. Die neue Fertigungstechnologie reduziert die Zahl der Einzelteile, vereinfacht die Produktion und senkt das Gewicht.
Damit steht Megacasting exemplarisch dafür, wie Volvo Cars Fahrzeugentwicklung und Produktion neu denkt. Die Technologie trägt zu einer effizienteren und ressourcenschonenderen Produktion bei und unterstützt gleichzeitig die Energieeffizienz vollelektrischer Fahrzeuge.
«Der Volvo EX60 steht für einen bedeutenden Technologiesprung bei Volvo Cars. Wir haben viele Stunden und Kilometer in die Entwicklung des neuen Volvo EX60 investiert, der zu den fortschrittlichsten Autos auf dem Markt gehört. Besonders stolz macht uns, dass mit der Megacasting-Technologie der Bühler Group Schweizer Innovationskraft eine wichtige Rolle bei dieser neuen Fahrzeuggeneration spielt. Der EX60 verbindet damit unsere schwedischen Wurzeln mit Schweizer Technologie und zeigt, wie internationale Zusammenarbeit die Zukunft der Elektromobilität voranbringen kann», sagt Jesus Fernandez de Mesa, Managing Director Volvo Car Switzerland.
Ein Teil statt vieler
Beim traditionellen Fahrzeugbau besteht der hintere Unterboden aus zahlreichen einzelnen Komponenten, die gefertigt und anschliessend miteinander verbunden werden. Beim Volvo EX60 entsteht dieser Bereich stattdessen als ein einziges grosses Aluminiumgussteil. Dadurch werden rund 100 Karosseriekomponenten zu einem einzigen, rund 43 Kilogramm schweren Bauteil zusammengefasst.
Beim Megacasting wird flüssiges Aluminium unter hohem Druck und mit hoher Geschwindigkeit in eine präzise gefertigte Form eingebracht. So lassen sich grosse und komplexe Fahrzeugstrukturen aus einem Stück fertigen. Weniger Einzelteile bedeuten weniger Verbindungsstellen und Montageschritte. Gleichzeitig kann die Bauweise Gewicht reduzieren und die Struktursteifigkeit verbessern.
Gerade bei einem Elektroauto ist weniger Gewicht entscheidend: Es trägt zu einem geringeren Energieverbrauch und damit zu einer höheren Reichweite bei.
Neue Technologie für den Volvo EX60
Megacasting ist nur ein Teil des Technologiesprungs, den der neue EX60 für Volvo Cars markiert. Das vollelektrische Premium-SUV ist das erste Modell auf SPA3, der neuen Elektroauto-Architektur von Volvo Cars. Sie bildet die technische Basis für eine neue Generation vollelektrischer Volvo Modelle und ermöglicht den Einsatz neuer Fertigungstechnologien wie Megacasting und Cell-to-Body.
Das Ergebnis wird auf der Strasse unmittelbar spürbar: Mit einer Reichweite von bis zu 810 Kilometern fährt der Volvo EX60 weiter als jedes andere Elektroauto, das Volvo Cars bisher gebaut hat. Auch mit seiner Ladegeschwindigkeit setzt er neue Massstäbe: Eine kurze Kaffeepause reicht aus, um das Auto wieder aufzuladen und weiterzufahren. An 400-kW-Schnellladestationen kann der Volvo EX60 in nur zehn Minuten eine Reichweite von bis zu 340 Kilometern nachladen.
Mit anderen Worten: Der Volvo EX60 verwandelt Reichweitenangst in Langstreckenkomfort und zeigt, dass der Umstieg auf Elektroantrieb keine Kompromisse mehr erfordert.
Schweizer Technologie unter der Karosserie
Das technologische Herzstück des Megacasting-Prozesses stammt aus der Schweiz. Für die Produktion des EX60 hat Volvo Cars sein Stammwerk in Torslanda in Schweden umfassend modernisiert und dort seine erste eigene Megacasting-Anlage aufgebaut. Zum Einsatz kommen zwei Carat 840 Megacasting-Zellen, die von der Bühler Group mit Hauptsitz in Uzwil entwickelt wurden.
Die Dimensionen der Anlagen zeigen, wie anspruchsvoll das Prinzip «ein Teil statt vieler» in der industriellen Umsetzung ist: Jede Carat 840 erzeugt eine Schliesskraft von 84’000 Kilonewton beziehungsweise 8’400 Tonnen, was ungefähr dem Gewicht des Eiffelturms entspricht. Die vollständig installierte Zelle ist 7,6 Meter hoch, beansprucht rund 160 Quadratmeter Fläche und wiegt mehr als 1’000 Tonnen. Beim Giessprozess können innerhalb von Millisekunden mehr als 200 Kilogramm flüssiges Aluminium eingespritzt werden.
«Wir sind stolz darauf, den Volvo EX60 mit einem Megacasting auf der Strasse zu sehen, das mit Bühler Technologie gefertigt wurde. Dieser Meilenstein zeigt, wie enge Zusammenarbeit und Innovation im industriellen Massstab fortschrittliche Fertigungskonzepte in die Serienproduktion der nächsten Fahrzeuggeneration überführen können», sagt Cornel Mendler, Managing Director Bühler Die Casting.
Der Volvo EX60 jetzt in der Schweiz erhältlich
Mit dem EX60 bringt Volvo Cars diese neue Fahrzeuggeneration nun auf die Strasse. In der Schweiz ist der neue Volvo EX60 bereits erhältlich und kann konfiguriert und bestellt werden.
Drei Antriebsvarianten stehen zur Wahl: Der P6 mit Hinterradantrieb leistet 275 kW (374 PS) und bietet eine Reichweite von bis zu 611 Kilometern. Der P10 AWD leistet 375 kW (510 PS) und erreicht bis zu 660 Kilometer. Das Topmodell P12 AWD mit 500 kW (680 PS) fährt mit einer Batterieladung bis zu 810 Kilometer weit.
Der neue Volvo EX60 ist in der Schweiz ab CHF 72’000.– erhältlich.