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  • Erfolgreicher Projektabschluss: Induktives Laden von Elektroautos hat großes Potenzial

    24.10.2013
    Erfolgreicher Projektabschluss: Induktives Laden von Elektroautos hat großes Potenzial
    Beim induktiven Laden wird die Energie nicht mit einem Kabel von einem Objekt zum anderen übertragen, sondern über ein elektromagnetisches Feld. Eine Induktionsspule erzeugt an der Ladestation ein elektromagnetisches Wechselfeld. Eine zweite Induktionsspule befindet sich im Fahrzeug, empfängt die Leistung aus dem elektromagnetischen Feld und wandelt sie zurück in elektrische Energie, mit der dann die Batterie geladen wird.

    Schwechat. Die Volvo Car Group hat als Partner eines Forschungsprojekts Möglichkeiten zum induktiven Laden von Elektrofahrzeugen untersucht. Das Ergebnis: Das Übertragen von Energie mit Hilfe eines elektromagnetischen Felds besitzt eine vielversprechende Zukunft.

     

    „Das induktive Laden hat großes Potenzial“, ist sich Lennart Stegland, Vice President Electric Propulsion Systems bei der Volvo Car Group, sicher. „Die kabellose Technik ermöglicht den Energietransfer auf komfortable, effektive und sichere Weise. Allerdings gibt es bislang noch keine gemeinsamen Standards für induktives Laden. Wir werden die Forschungen fortsetzen und Einsatzmöglichkeiten für unsere Hybrid- und Elektroprojekte untersuchen.“

     

    Kabelloses Laden

    Beim induktiven Laden wird die Energie nicht mit einem Kabel von einem Objekt zum anderen übertragen, sondern über ein elektromagnetisches Feld. Eine Induktionsspule erzeugt an der Ladestation ein elektromagnetisches Wechselfeld. Eine zweite Induktionsspule befindet sich im Fahrzeug, empfängt die Leistung aus dem elektromagnetischen Feld und wandelt sie zurück in elektrische Energie, mit der dann die Batterie geladen wird. Diese Ladetechnik kommt beispielsweise bereits bei elektrischen Zahnbürsten zum Einsatz, ist aber bislang noch nicht für Elektrofahrzeuge verfügbar.

     

    „Beim induktiven Laden stellt der Fahrer einfach sein Auto über der Ladevorrichtung ab. Anschließend erfolgt das Aufladen der Batterie automatisch. Wir sind davon überzeugt, dass diese Form des Aufladens die Akzeptanz von Elektroautos beim Kunden erhöhen kann“, erläutert Lennart Stegland.

     

    Forschung in Flandern

    Das Forschungsprojekt wurde von „Flander’s Drive“ durchgeführt, einem Kompetenzzentrum der Automobilindustrie in der Region Flandern in Belgien. Zum Konsortium zählten neben der Volvo Car Group auch Bombardier Transportation und der Bushersteller Van Hool. Das Projekt wurde zum Teil von der flämischen Regierung unterstützt. Volvo stellte das Testfahrzeug, einen Volvo C30 Electric mit einer Leistung von 89 kW (120 PS).

     

    „Die Tests haben ergeben, dass die Batterie in unserem Volvo C30 Electric ohne Kabelverbindung innerhalb von rund 2,5 Stunden geladen werden kann. Zusätzlich haben wir gemeinsam mit dem Projektpartner Inverto Forschungen zu langsamem und regelmäßigem Laden betrieben“, fügt Stegland hinzu.

     

    Elektrifizierung im Fokus

    Die Elektrifizierung von Antrieben bildet einen Schwerpunkt in der Strategie von Volvo. Ein Ergebnis dieser ehrgeizigen Strategie ist der Volvo V60 Plug-in-Hybrid, der seit 2012 als weltweit erster Pkw mit Dieselhybridantrieb und Plug-in-Ladetechnik in Serie produziert wird. Das Unternehmen betreibt zudem eine strategische Zusammenarbeit mit Siemens zur Entwicklung von elektrischen Antrieben und Ladetechniken sowie zur Integration dieser Systeme in Elektroautos.

    • Kabelloser Energietransfer komfortabel und sicher
    • Neue Ladetechnik kann Kundenakzeptanz von Elektroautos erhöhen
    • Volvo C30 Electric innerhalb von 2,5 Stunden vollgeladen
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