Innovation

XC90 präsentiert … die Kunst menschlicher Technologie

Mit nachhaltiger Innovation als Bindemittel verknüpft Erfinderin Xin Liu Design, Technik und künstlerische Aussage.

TEXT: STEPHEN WORTHY | FOTOS: ANDREW SHAYLOR

Sprachsteuerung heißt: mehr Konzentration auf die Straße

Es passt mühelos in ihre Handfläche, aber das Gerät in der Hand von Xin Liu – der Orbit Weaver – ist eine individuelle Mobilitätslösung, die katalytisch sein könnte für den Umgang von Astronauten und Weltraumreisenden mit der Mikrogravität (der Zustand annähernder Schwerelosigkeit im Weltraum).

Die Auswirkungen der Mikrogravität erschweren es bekanntermassen sehr, sich im Raum zu bewegen. Und so erdachte Xin, inspiriert davon, wie Spinnen ihr Netz bauen, ein Gerät, das «Fäden» mit magnetischer Spitze hinausschießt, die sich an festen Objekten verankern und so die Fortbewegung in Räumen mit Mikrogravität leichter machen.

«Am Anfang hatte ich diese körperlich fitten Astronauten oder Athleten im Kopf, und dass «dort oben» [im Weltraum] der Körper nicht mehr so funktioniert wie vorgesehen», sagt Xin. «Dann habe ich über Navigation nachgedacht und den Wunsch, sich irgendwo zu verankern, wenn es keine Schwerkraft gibt. Denn im Weltraum gibt es ja dieses schöne Dilemma zwischen Freiheit und Kontrollverlust.»

Xin stammt aus Xinjang im Westen Chinas und studierte in ihrer Heimat Ingenieurswissenschaften. Dann wechselte sie zur Kunst und machte ihren Abschluss am MIT, einer der führenden Ausbildungseinrichtungen weltweit. Heute ist sie Kuratorin für Kunst bei der Space Exploration Initiative [Initiative Weltraumforschung] am MIT Media Lab. Die Space Exploration Initiative besteht aus einem Team von rund 50 Studierenden und Forschenden der Fakultät – Biologen, Informatiker, Maschinenbauingenieure und sogar Musiker – und wurde vor zwei Jahren gegründet, um, in den Worten von Xin, «den Zugang zur Weltraumforschung demokratischer zu machen und ihre Zukunft umzukrempeln.»

Ihre Rolle sieht Xin in erster Linie darin, die Studierenden, vor allem die mit technischem Hintergrund, zu ermutigen, kreativer, fantasievoller und künstlerischer zu arbeiten. Gut zu sehen ist das an den eigenen Kreationen von Xin, bei denen die Grenzen zwischen Technik und Kunst verschwimmen – teils Erfindung, teils Ausstellungsstück. Technologie, bei der Schönheit und Nutzerzentriertheit miteinander verbunden sind.

«Meine Arbeit dreht sich darum, Menschliches mithilfe von Technologie zu verbessern.»

«Technologie nehmen wir tendenziell als entmenschlichend wahr. Wir fürchten, dass uns Maschinen eines Tages ersetzen; aber bei meiner Arbeit geht es darum, Menschliches mithilfe von Technologie zu verbessern», erklärt Xin. «Kunst und Wissenschaft, das ist eine richtungweisende Kombination.»

Xin ist interessiert an Technologie, die langlebig ist – nicht aus Profitgründen, sondern weil diese sich mit der Person weiterentwickelt, die sie nutzt. Und genau dieses Konzept war der Ausgangspunkt für eine weitere Kreation von ihr. Tragbare individuelle Messgeräte sind heute weit verbreitet, als Wearables wie Armbanduhren oder am Körper getragene Geräte, vor allem während körperlicher Aktivitäten. Aber Xin befürchtet, wir könnten uns bald zu sehr auf solche Geräte verlassen. Ihrer Meinung nach ist die grosse Gefahr dabei, dass wir die Eigenverantwortung über unser Wohlbefinden

Hier kommt DermalAbyss ins Spiel, ein Wearable in Form eines «Tattoos», das dem Träger Gesundheitsinformationen gibt, durch wechselnde Farben je nach Zustand der interstitiellen Flüssigkeit – der Körperflüssigkeit im Raum zwischen Haut und inneren Organen.

«Morgens beim Aufwachen werfen Sie einen Blick auf die Haut und denken «Heute sehe ich prima aus, ich habe sehr gut geschlafen», oder Sie sehen beim Aufwachen einen schwarzen Kreis, was bedeutet, dass Sie mehr auf sich achten müssen», erklärt Xin. «Diese Art von Sensibilität möchte ich aufbauen. Das bedeutet für mich Nachhaltigkeit, denn mit der Zeit lernt man sich viel besser kennen. Man interessiert sich immer mehr dafür, was im eigenen Körper passiert, und verlässt sich nicht nur auf die

Über Nachhaltigkeit denke ich sehr weit gefasst nach. «Bei der Arbeit stelle ich mir zum Beispiel Fragen wie: «Kann das irgendwie abhängig machen? Nimmt das den Menschen zum Teil das Denken weg oder stört den kreativen Prozess? Oder unterstützt es sie wirklich individuell?»

Für mich macht das Nachhaltigkeit aus.»

Der neue Volvo XC90 hat Technologie, die Ihr Leben einfacher macht, wie den reaktionsschnellen Touchscreen im Hochformat und die App Volvo On Call, mit der Sie bestimmte Funktionen Ihres Fahrzeugs per Smartphone steuern können. Das ist unser Konzept von modernem, nachhaltigen schwedischem Luxus.