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Im Rahmen eines von der EU finanzierten Projekts arbeitet Volvo mit Partnern aus ganz Europa zusammen, um Stahl aus der Kreislaufwirtschaft in die Massenproduktion zu bringen.
Partnerschaft

Volvo Cars unterzeichnet Vertrag mit SSAB über recycelten Stahl.
Stahl ist für Volvo ein unverzichtbarer Werkstoff – er bildet die Grundlage für die Sicherheit, Festigkeit und Langlebigkeit unserer Fahrzeuge. Und Volvo ist bei Weitem nicht das einzige Unternehmen, das Stahl für diese Eigenschaften schätzt.
Er ist eines der am häufigsten verwendeten Materialien weltweit. Gleichzeitig ist seine Produktion energieintensiv und trägt traditionell erheblich zu den industriellen CO₂‑Emissionen bei. Den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und gleichzeitig hohe Qualitäts‑ und Leistungsstandards zu gewährleisten, bleibt daher eine zentrale Herausforderung.
Diese Herausforderung war der Ausgangspunkt für CiSMA. Das europäische Forschungs- und Innovationsprojekt zielt darauf ab, die Herstellung von hochwertigem Stahl aus recyceltem Schrott für Anwendungen im Massenmarkt über verschiedene Branchen hinweg zu ermöglichen.
Das Projekt vereint Stahlproduzenten, Hersteller, Forschungsinstitute und Technologiespezialisten aus ganz Europa, darunter auch Volvo als Industriepartner. Durch diese Zusammenarbeit wird sichergestellt, dass jeder Schritt in der Herstellung von Kreislaufstahl – von der Schrottsortierung über die Stahlentwicklung bis hin zur praktischen Anwendung – mit dem richtigen Fachwissen umgesetzt wird.
Die Herstellung von Hochleistungsstahl ausschließlich aus Schrott ist anspruchsvoll. Stahlschrott kann Restelemente aus früheren Anwendungen enthalten, die das Verhalten des Materials beim Umformen und Verbinden beeinflussen. Daher war der Einsatz von vollständig recyceltem Stahl in Massenprodukten wie Fahrzeugen bislang eingeschränkt.
CiSMA setzt genau hier an und konzentriert sich auf die Elektroofen‑Technologie (EAF). Sie ermöglicht die Stahlherstellung aus vollständig recyceltem Schrott und kann die CO₂‑Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Hochofenverfahren um bis zu 75 Prozent senken. Gleichzeitig entwickelt das Projekt verbesserte Methoden für die Sortierung, Analyse und Prüfung von Schrott, um sicherzustellen, dass Kreislaufstahl auch anspruchsvolle industrielle Anforderungen erfüllt.
Vor allem aber geht die Arbeit über die Materialentwicklung hinaus: CiSMA will zeigen, dass Kreislaufstahl im industriellen Maßstab in realen Produktionssystemen funktionieren kann.
Eine der größten Quellen von CO₂‑Emissionen in unserem Produktionsprozess ist der Stahl für den Fahrzeugbau. Er macht durchschnittlich 25 Prozent der materialbedingten Emissionen eines neuen Volvo aus. Wir arbeiten daran, bis 2040 Netto‑Null‑Treibhausgasemissionen zu erreichen – und die Reduzierung stahlbedingter Emissionen spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Volvo Cars ist einer der beiden industriellen Pilotstandorte des Projekts, und wir testen, wie sich 100 Prozent recycelter Stahl in verschiedenen Fahrzeugkomponenten verhält. Dieser Pilotversuch hilft sicherzustellen, dass der zirkuläre Stahl den Qualitäts- und Haltbarkeitsstandards von Volvo entspricht, zu verstehen, wie er zu den Produktionsprozessen passt, und die Umweltvorteile im Vergleich zu heutigen Stahlkomponenten zu messen.
Der Klimaschutzplan von Volvo ist umfassend und zählt zu den ambitioniertesten in der Automobilindustrie. Im Rahmen dieses Plans wollen wir bis 2030 durchschnittlich 30 Prozent recycelte Materialien in unserer gesamten Flotte einsetzen. Neue Modelle, die ab 2030 auf den Markt kommen, sollen mindestens 35 Prozent recycelte oder biobasierte Materialien enthalten. Das CiSMA‑Projekt bietet uns eine wichtige Möglichkeit, unsere Klimaauswirkungen weiter zu reduzieren und gleichzeitig einen kreislauforientierten Ansatz in der Stahlbeschaffung zu stärken.
Mehr über unsere Arbeit mit recycelten Materialien erfahren Sie rund um den neuen vollelektrischen EX60, der neue Maßstäbe beim Einsatz von recycelten und CO₂‑armen Materialien setzt. Er weist den bislang höchsten Anteil an recycelten Materialien aller elektrischen Volvo Modelle auf – darunter 49 Prozent recyceltes Aluminium sowie einen Spezialstahl, der in der Herstellung nahezu CO₂‑frei ist.
CiSMA (Circular Steel for Mass Market Applications) wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Union Horizon Europe (Projekt Nr. 101177798) gefördert.