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Seit 50 Jahren denken wir elektrisch.

Der neue vollelektrische Volvo EX60 bietet unsere bisher größte Reichweite und lädt in einer kurzen Kaffeepause nach. Seit 1976 unser erstes Elektrofahrzeug auf die Straße rollte, ist viel passiert.

Unser Erbe

EX60

Seitenansicht eines orangefarbenen Volvo Elbil Prototyps in einer Studioumgebung.

Kastenförmig, kompakt und unverwechselbar.

Hier nahm der Traum Gestalt an – auch wenn der Name an Mandarine erinnert. Volvo Elbil, wörtlich übersetzt „Elektrofahrzeug“, wurde im November 1976 in Göteborg erstmals vorgestellt. Es wurden nur zwei Exemplare gebaut: ein orangefarbener Viersitzer für den Pendelverkehr und ein buttergelber zweisitziger Lieferwagen. Die Fahrzeuge waren äußerst kompakt, doch die Vision dahinter war groß.


Der Elbil Prototyp wurde 1976 entwickelt, um die neuen Möglichkeiten der Elektrotechnik zu demonstrieren. Trotz seiner kastenförmigen Form und der winzigen Räder erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Und wie es sich für einen Volvo gehört, war jeder Sitz mit einem Dreipunkt-Sicherheitsgurt ausgestattet. Die Reichweite war jedoch überschaubar: Eine zehnstündige Aufladung lieferte rund 50 Kilometer Reichweite, was einer Fahrzeit von etwa zwei Stunden entsprach.


Dieser kleine Prototyp markierte den Beginn von etwas viel Größerem. Heute, 50 Jahre später, lebt der Traum vom Elektroantrieb in unserem neuen vollelektrischen SUV Volvo EX60 weiter. Er bietet unsere bislang größte Reichweite und eine Schnellladung während der Kaffeepause.


Ein Fahrzeug seiner Zeit.


Unser erstes Elektrofahrzeug-Projekt entstand im Anschluss an die UN-Konferenz über die Umwelt des Menschen im Jahr 1972, auf der der damalige CEO von Volvo Cars, Pehr G. Gyllenhammar, erklärte, dass sein Unternehmen „[...] Teil des Problems“ sei und deshalb auch Teil der Lösung sein müsse. Wir begannen, mit kleinen, elektrischen Stadtfahrzeugen zu experimentieren, aber das öffentliche Interesse hielt sich in Grenzen. Viele standen Elektrofahrzeugen skeptisch gegenüber, da sie als langsam, schwer und schwer aufzuladen galten.


Ein winziger Sidekick der schwedischen Telekom.


Unser erstes Elektrofahrzeug‑Projekt wurde teilweise vom schwedischen Staat finanziert. Die Idee war, dass Mitarbeitende von Televerket – Schwedens damaliger staatlicher Telekommunikationsanbieter – die zweisitzige Version als internes Lieferfahrzeug nutzen sollten. Mit dem Elbil konnten sie kurze Strecken rund um Göteborg lokal emissionsfrei zurücklegen.


Gelber Volvo Elbil Lieferwagen-Prototyp mit geöffneter Heckklappe und Personen, die Fracht beladen.

Die zweisitzige Lieferversion wurde für kurze emissionsfreie Transportaufgaben entwickelt.

Schieben und los geht's.


Getreu seiner spielzeughaften Ästhetik war das Elbil bemerkenswert einfach zu fahren. Über eine einzige Taste am Armaturenbrett konnte die fahrende Person zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahrt wählen. Sein Gewicht hatte jedoch nichts Spielerisches: Rund 1.200 Kilogramm entfielen etwa zu einem Drittel auf den Akku.


Ein schlichtes, funktionales Interieur.

Interieur des Volvo Elbil mit Blick auf Armaturenbrett, Instrumentenanzeige und Lenkrad.

Nicht mehr so wie früher (aus gutem Grund).


Heute wird der Volvo EX60 von modernen Lithium‑Ionen‑Akkupaketen angetrieben, die große Reichweiten ermöglichen und sich schnell laden lassen. Das Gegenstück dazu ist der Elbil, der wie ein Golfcart mit zwölf Sechs-Volt-Bleisäure-Batterien unterwegs war. Eine vollständige Ladung dauerte rund zehn Stunden und ermöglichte unter idealen Bedingungen eine Reichweite von etwa 50 Kilometern. In einem Punkt war das Elbil den heutigen Schnellladefahrzeugen voraus: Der Akku konnte einfach ausgetauscht werden.


Nahaufnahme der Front eines Volvo Elbil mit freiliegendem Bleisäure-Akku auf einem Brett.

Angetrieben von zwölf Bleisäure-Batterien.

Jedes Gramm zählte.


Um den schweren Akku zu kompensieren und das Gesamtgewicht möglichst gering zu halten, wurde jedes Detail sorgfältig ausgearbeitet. Wertvolle Gramm konnten durch den Einsatz von glasfaserverstärktem Kunststoff für Motorhaube und Heckklappe eingespart werden, während Türen und Dach aus Aluminium gefertigt waren. Der Innenraum war bewusst schlicht und funktional gehalten.


Komfort in kompaktem Format.


Das Elbil war nur 268 Zentimeter lang und dennoch überraschend geräumig. Jeder Sitz war mit einem Dreipunkt‑Sicherheitsgurt ausgestattet (wie sollte es bei einem Volvo anders ein?) und die Vordersitze verfügten über gepolsterte Kopfstützen. Beim Viersitzer ließ sich die Rücksitzbank umklappen, während die Lieferversion über eine Schiebetür auf der Fahrerseite verfügte.


Geschwindigkeiten auf Scooter‑Niveau.


Der elektrische Antriebsmotor war in die Hinterachse integriert und leistete 9,5 kW bei einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h – wobei die empfohlene Reisegeschwindigkeit bei 50 km/h lag, um die verfügbare Energie optimal zu nutzen. Damals waren Elektrofahrzeuge weniger für ruhiges Dahingleiten bekannt, sondern eher für spontane Starts und eine ungleichmäßige Beschleunigung. Dank des neu entwickelten stufenlosen Getriebes aus eigener Entwicklung bot das Elbil jedoch bei allen Geschwindigkeiten ein gleichmäßiges und ruhiges Fahrerlebnis.


Ein oranger Volvo‑Elbil‑Prototyp fährt auf einer Landstraße, mit einer sichtbaren Person am Steuer.

Volvo Elbil auf der Straße – kompakt in der Größe, groß in der Vision.

Ein echter Pionier.


Der Elbil war seiner Zeit voraus und wurde, obwohl er einem echten Fahrzeug nachempfunden war, hauptsächlich für Tests unter realen Bedingungen verwendet. Aber wir sind drangeblieben. In den 1990er Jahren stellten wir den Prototyp HEV98 Hybrid vor, der auf dem beliebten Volvo 850 basierte und einen aufladbaren Elektromotor mit einem Verbrenner kombinierte. Im Jahr 2011 haben wir eine Kleinserie des vollelektrischen Volvo C30 auf den Markt gebracht, der über eine Steckdose aufgeladen wurde und etwa 150 Kilometer Reichweite hatte. Er erfreute sich sofort großer Beliebtheit, und auch heute noch sind die Volvo C30 ein vertrauter Anblick auf den Mitarbeiterparkplätzen unseres Hauptsitzes im schwedischen Torslanda.


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