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Press & Media Global

Volvo P1800

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1961

Volvo P1800 (1961 - 1973) - Übersicht

Volvo P 1800/1800 S/1800 E (1960-1972)

Im Jahr 1960 präsentierte Volvo einen neuen Sportwagen – nur wenige Jahre nach der Vorstellung des Roadsters Volvo Sport 1900 mit Kunststoffkarosserie.

Das Sportcoupé wurde zunächst unter der Modellbezeichnung Volvo P 1800 bekannt. Ab 1963 hieß der vielleicht schönste Volvo aller Zeiten Volvo 1800 S, wobei das S für Sverige (Schweden) und damit den neuen Produktionsort stand. Mit der Einführung eines leistungsstarken Einspritzmotors 1969 wurde daraus schließlich Volvo 1800 E.

Geleitet wurde das Sportwagenprojekt von Helmer Petterson, der bereits während des Zweiten Weltkriegs an der Entwicklung des Volvo PV444 „Buckel“ beteiligt war. Sein Sohn Pelle Petterson arbeitete hingegen in den Ateliers des italienischen Stardesigners Frua. Dort zeichnete Pelle Petterson die elegante und zeitlos schöne Linie des Volvo P1800.

Die Serienfertigung lief 1961 in Großbritannien an. Die schottische Firma Pressed Steel lieferte die Karosserieteile, während die Endmontage in England bei Jensen Motors Ltd. erfolgte. Zwei Jahre später wurde der Montagestandort von Pressed Steel zu Olofström nach Göteborg/Schweden verlegt, die Karosserieproduktion allerdings erst 1969, zeitgleich mit der Einführung des Volvo 1800 E.

Der Volvo P 1800 basierte auf der Bodengruppe des Volvo P120 „Amazon“, hatte allerdings einen kürzeren Radstand. Angetrieben wurde das Sportcoupé von einem neu entwickelten, 66 kW (90 PS) starken 1,8-Liter-Vierzylinder, dem legendären B18-Motor. Die Leistungssteigerungen auf 71 kW (96 PS) im Modelljahr 1963 und auf 76 kW (103 PS) im Modelljahr 1965 sorgten für noch mehr Temperament.

Im Herbst 1968 wurde ein 2,0-Liter-Motor mit einer Leistung von 77 kW (105 PS) eingeführt, der 1969 mit Benzineinspritzung auf 88 kW (120 PS) und ab 1971 auf 91 kW (124 PS) erstarkte.

Zur weltweiten Bekanntheit des Volvo P 1800 beigetragen hat nicht zuletzt sein Auftritt als automobiler Hauptdarsteller in der überaus populären Fernsehserie „The Saint”. Serienheld Simon Templar, gespielt von Roger Moore, dem späteren James-Bond-Darsteller, zog das schicke Coupé aus Schweden sogar englischen Supersportwagen vor.

Abgeleitet vom Volvo 1800 E ist der Shooting Brake Volvo 1800 ES, der dank seiner großen gläsernen Heckklappe den Beinamen „Schneewittchensarg“ erhielt.

MODELLSPEZIFIKATIONEN Modell: Volvo P1800 Varianten: Volvo 1800 S, Volvo 1800 E Produktionszahl: 39.747 Karosserieform: 2+2sitziges Coupé Motor: Reihen-Vierzylinder, hängende Ventile Hubraum: 1.778 ccm / 1.986 ccm Bohrung x Hub: 84,14 x 80 mm / 88,9 x 80 mm Leistung: 66 kW (90 PS) bei 5.500 U/min bis 1968, 76 kW (103 PS) bei 5.800 U/min, 77 kW (105 PS) bei 5.500 U/min bis 91 kW (124 PS) bei 6.000 U/min Getriebe: Viergang-Schaltgetriebe und Viergang-Schaltgetriebe mit elektrischem Overdrive, jeweils mit Knüppelschaltung, Dreigang-Automatik mit Wählhebel Bremsen: Hydraulische Scheiben- (vorn) und Trommelbremsen (hinten), später: Scheibenbremsen rundum Länge: 4.400 mm Radstand: 2.450 mm

Volvo 1800 ES „Schneewittchensarg” (1971-1973)

Seine große Glasklappe machte ihn berühmt und zum Urvater moderner Shooting Brakes. Dabei war der im August 1971 präsentierte Volvo 1800 ES eigentlich eine Weiterentwicklung des in seiner ersten Version bereits 1960 vorgestellten Kult-Coupés Volvo 1800 E. Dennoch wurde der neue Volvo 1800 ES in nur zweijähriger Produktionszeit zum Vorbild fast aller Kombi-Coupés. 1972 wurden die Modelle Volvo 1800 E und 1800 ES parallel produziert, im folgenden Modelljahr allerdings nur noch der Volvo 1800 ES. 

„Schneewittchensarg“ nannten Presse und Publikum den extravaganten Shooting Brake mit der einzigartig großen gläsernen Heckklappe ohne Rahmen, aber auffällig platziertem Chromgriff. Bis zur B-Säule entsprach der Volvo 1800 ES weitgehend dem Volvo 1800 E. Dann aber bestimmte lichte Glasarchitektur das gestreckte und flache Kombiheck, das den vielseitigen Volvo schon im Stand schnell aussehen ließ und genug Platz für die große Golfausrüstung bot. Dagegen kündete die scheinbar endlos lange Motorhaube vom kräftigen 2,0-Liter-Einspritzmotor und sportlichen Fahrleistungen.

Nach nur zwei Sommern wurde der Volvo 1800 ES eingestellt, neue US-Sicherheitsvorschriften forderten zu hohe Nachrüstinvestitionen. Dennoch konnten über 8.000 der Shooting Brakes verkauft werden, die meisten nach Amerika. Wie zukunftsweisend der extravagante 1800 ES für Volvo war, zeigte zwölf Jahre später der Volvo 480. Dieser erste Volvo Fronttriebler revitalisierte die Idee des Sportkombis.

MODELLSPEZIFIKATIONEN Modell: Volvo 1800 ES Produktionszahl: 8.078 Karosserieform: 2+2sitziger Shooting Brake Motor: Reihen-Vierzylinder, hängende Ventile Hubraum: 1.986 ccm Bohrung x Hub: 88,9 x 80 mm Leistung: 88 kW (120 PS) bei 6.000 U/min bis 91 kW (124 PS) bei 6.000 U/min Getriebe: Viergang-Schaltgetriebe mit elektrischem Overdrive, Knüppelschaltung, Dreigang-Automatikgetriebe mit Wählhebel Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen rundum Länge: 4.380 mm Radstand: 2.450 mm

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