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30 Jahre Volvo 740: Vom „Very Cool Car“ zum kantigen Kultauto

17. Apr. 2014
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30 Jahre Volvo 740:
Vom „Very Cool Car“ zum kantigen Kultauto

 

  • Premium und Prestige zu kalkulierbaren Kosten

  • Neues Kombi-Konzept für lange Reisen und die Lust am Racing

  • Trendsetter für schnelle Turbos, sparsame Diesel und Sicherheitstechnik

 

Schwechat. Sie gehören noch immer zum Straßenbild, obwohl gerade die ersten Volvo 740 durch das H-Kennzeichen zum Oldtimer geadelt werden. Tatsächlich zählen die robusten Limousinen und Kombis der 1984 eingeführten schwedischen Oberklasse-Reihe in Zuverlässigkeitsrankings zu den besten Autos aller Zeiten. Vor allem aber etablierten sie Volvo endgültig als Hersteller bezahlbarer Premium-Modelle. Während die Stufenheck-Limousine mit markanten skandinavischen Formen Designgeschichte schrieb, setzte der fünftürige Volvo 740 Maßstäbe für das moderne Kombi-Segment. Seine Vielseitigkeit im Alltag und der Einsatz bei Rundstreckenrennen galten als sensationell. Bei den Sicherheitstechniken fuhr der Volvo 740 seiner Zeit so weit voraus, dass er noch im sechsten Produktionsjahr den Preis als „Sicherstes Fahrzeug überhaupt“ erhielt.

 

Die gänzlich neue Reihe, bestehend aus dem luxuriösen Volvo 760 und dem Anfang 1984 präsentierten, preiswerteren Volvo 740 zeigte sich in noch kantigeren Linien als ihre legendären Vorgänger, die Volvo 240/260. Und dennoch hob die neue Oberklasse in den Verkaufsstatistiken raketengleich ab. Über eine Million Einheiten wurden allein vom Volvo 740 bis zum Jahr 1992 verkauft.

 

Mit einem strengen Grundlinienmuster aus eckiger Front- und Heckgestaltung und steilem Rückfenster machte Volvo Stardesigner Jan Wilsgaard die neue Volvo 700-Reihe zu einem Meilenstein der automobilen Oberklasse. Auf dem Hauptmarkt USA brachte das Design den 740ern den Spitznamen „Swedish Bricks“ (schwedische Ziegelsteine) ein.

 

Anfang 1980 präsentierte Volvo ein Kombi-Konzept, das die Linien der Volvo Modelle 740 und 760 vorwegnahm und dessen Typencode VCC von den Motorjournalisten sofort mit „Very Cool Car“ erklärt wurde. Aber auch die Turbomotoren, Sicherheitsinnovationen und Variabilität des VCC waren Vorbild für die fünftürigen Volvo 740/760. Diese Volvo Kombis waren erstmals fast genauso komfortabel und boten nahezu identische Fahrdynamik wie die Limousinen. Erst beim Blick in den Rückspiegel sollte der Fahrer erkennen, dass er einen Kombi beschleunigte. So war es für Volvo nur noch ein kleiner Schritt, für die Motorsportszene dagegen eine Revolution als der Volvo 740 Turbo im Jahr 1986 als erster Kombi überhaupt in der amerikanischen SCCA Serie startete. Dies überaus erfolgreich – und im Unterschied zu Sportwagen-Rivalen ohne Ausfälle.

 

Volvo 740 Kombi-Limousine – komfortabler Raumriese neuer Klasse

Fast könnte man beim fünftürigen Volvo 740 schon von einem Crossover sprechen, schließlich kreuzte Volvo bei diesem variablen Fahrzeug für Familie, Freizeit und Firma erstmals alle wesentlichen Charakteristika der klassischen Limousine mit der Vielseitigkeit des Lademeisters. Tatsächlich waren beide Karosserien sogar in Länge (4,79 Meter) und Breite (1,76 Meter) identisch, nur beim Gepäckvolumen setzte die Kombiversion mit 990 bis 2.120 Litern eigene, große Maßstäbe. Neu war auch die vollständige Auskleidung des Laderaums mit Teppichboden und eine besonders aufwändige Isolierung des Innenraums gegen die sonst in Kombis lauter vernehmbaren Fahrgeräusche. Hinzu kam eine innovative Fondklimatisierung durch zusätzliche Luftaustrittsöffnungen im Laderaum. So war es nur konsequent, dass Volvo seine großen Fünftürer in Deutschland als Kombi-Limousine bezeichnete. Die übrigens trotz ihrer repräsentativen Abmessungen zu den handlichsten Fahrzeugen des Segments zählten – besaß der Wendekreis mit 9,9 Metern doch beinahe Kleinwagenformat.

 

Mehr Auto – weniger Gewicht

Effizienz und Leichtbau in der Oberklasse, auch hier war Volvo führend wie die Volvo 700 Modelle bewiesen. Bis zu 100 Kilogramm Gewicht konnten gegenüber dem Vorgänger eingespart werden. Dies trotz der Vorreiterrolle bei der Einführung des geregelten Drei-Wege-Katalysators und bis zu 147 kW (200 PS) starker Motoren mit neuer Turbo- oder 16-Ventiltechnik. Nicht zu vergessen: der sparsame Sechszylinder-Turbodiesel, mit dem der Volvo 740 zu den schnellsten Serien-Selbstzündern zählte.

 

Die bis zum Produktionsende andauernde Verleihung von Sicherheitspreisen an den Volvo 740 war das Ergebnis international anerkannter Sicherheitsinnovationen. Dazu zählten in der Volvo 700-Familie ABS ebenso wie ein elektronisches Traktionskontrollsystem oder ein in der Rückenlehne des Fond-Mittelplatzes integrierter Kindersitz, aber auch spektakuläre Aktionen. So hängte Volvo eine 740 GL Limousine nur an der B-Säule auf, während unter dem Auto ein Mensch lag. Die B-Säule hielt, wie überhaupt die ganze Fahrgastzelle rekordverdächtig stabil war.

 

Kult-Klassiker mit Langzeitqualitäten ab Werk

Regelmäßige Modellpflegemaßnahmen hielten den Volvo 740 so frisch, dass er noch zwei Jahre parallel zum 1990 eingeführten Nachfolger Volvo 940 angeboten wurde, als populäres Einstiegsmodell in die Volvo Oberklasse. Zwischenzeitlich gab es den Volvo 740 aber sogar als Luxusliner in Form von Chauffeurlimousinen mit langem Radstand und bis zu sechs Türen. Gleich mit welcher Karosserie, zu ewig jungen Kult-Klassikern avancierten alle Volvo 740 noch während ihrer Produktionszeit.

 

Die dafür notwendige Langlebigkeit garantierten verzinkte Stahlbleche und das innovative Produktionsverfahren im Volvo Werk Torslanda bei Göteborg. Über 100 Industrieroboter machten die weitgehend automatisierte Fabrik zum damals modernsten Automobilwerk der Welt.

Die Beschreibungen und Fakten in diesem Pressematerial beziehen sich auf die internationale Fahrzeugpalette von Volvo Cars. Die beschriebenen Funktionen können optional sein. Die Fahrzeugspezifikationen können von Land zu Land variieren und ohne vorherige Ankündigung geändert werden.

Alle Informationen zum Urheberrecht finden Sie hier.

Volvo Car Austria GmbH

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